Heute sind „Wunder“ Medienereignisse, die in großen Hallen, via TV und über YouTube stattfinden.
Aus der Zeit um das Jahr 30 nach Christi Geburt werden ganz andere Geschehnisse überliefert.
Wie also die Wunder, über die in der Bibel berichtet wird, abgelaufen sind,…
darüber muss sich jeder Gläubige selbst eine Überzeugung erarbeiten. Das ist sicher nicht einfach, mit den wenigen Dokumenten, die uns zur Verfügung stehen. Für jeden von uns bedeutet das auch, die eigene Lebens- und Glaubenserfahrung ernst zu nehmen. Glauben wir an Medienereignisse, die uns vieles, möglicherweise aber wenig überzeugendes zeigen? In Bezug auf das Neue Testament heißt die Frage, wieweit wir auch zwischen den Zeilen lesen können?
Abseits der persönlichen Fragen, die sich jeder von uns selbst stellt, können wir einen Blick in die Bibel machen. Die folgende Bibelstelle (Matthäus 8) zeigt uns: Den großen Glauben der Kranken und ihrer Nächsten; die Heilungen durch Jesus von Nazareth; den Rückzug Jesu von den Massen.
5 Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: 6 Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. 7 Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. 8 Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. 9 Auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. 10 Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. 11 Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; 12 die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. 13 Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund. 14 Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte. 15 Da berührte er ihre Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für ihn. 16 Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken. 17 Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.
18 Als Jesus die vielen Menschen sah, die um ihn waren, befahl er, ans andere Ufer zu fahren. 19 Da kam ein Schriftgelehrter zu ihm und sagte: Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. 21 Ein anderer aber, einer seiner Jünger, sagte zu ihm: Herr, lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben! 22 Jesus erwiderte: Folge mir nach; lass die Toten ihre Toten begraben! 23 Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm.
Jesus war alles andere als einer, der die Menge gesucht hat. Er war anspruchsvoll, wer zur Jüngerschaft (heute sagen wir Nachfolge) berufen war und ist. Er hat das Heil nicht in der Menge, nicht in der Quantität gesehen, sondern einzig und allein in der Wahrheit, wie er sie kannte und kompromisslos ausgesprochen hat.
Diese Wahrheit hat Jesus von Nazareth bis zum Kreuz, und schließlich am Kreuz vertreten.
In unfassbarer Liebe für uns Menschen, jeden einzelnen von uns.
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Heute ist der Sonntag der Kreuzerhöhung. Wir können diesem Kreuz gar nicht ausweichen, es prägt unser Leben, bis es im Tod gesiegt haben wird. Mit Karl Rahner können wir uns fragen:
„Wo ist das Kreuz in meinem Leben, das ich nicht sehen und nicht willig auf mich nehmen will, das aber nur segnendes Kreuz Christi wird, wenn es gesehen und willig angenommen wird? … Wenn ein reifer Mensch sagen würde, diese Frage komme in seinem Leben gar nicht vor, der wäre entweder einer, in dem, vielleicht ganz anonym, die Kraft des Kreuzes Jesu schon gesiegt hat, oder er wäre einer, der in schrecklicher Blindheit noch gar nicht zur eigentlichen Lebensfrage vorgedrungen ist. Wir alle sind gefragt, jeder für sich.„
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Bild: Fresh Fire Ministries, Todd Bentley. (Die Wiedergabe einer Werbeanzeige im Rahmen eines nichtkommerziellen Blogs ist lizenzfrei.)

6. Oktober 2008


























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