Woche 40: ZUM ROSENKRANZMONAT

Der Oktober ist traditionell der Rosenkranz-Monat der katholischen Kirche, dieser Monat ist dem Rosenkranzgebet gewidmet. Die jetzige Form dieses Gebets ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Im Rosenkranzgebet meditieren die Betenden die Geheimnisse des Lebens Jesu.

Der 7. Oktober ist der Gedenktag…

Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz„, der Gottesmutter Maria. Unser Impuls für diese Woche zeigt die Begegnung zweier Frauen mit Jesus. Jede von ihnen versucht Christus auf ihre ganz persönliche Art zu begegnen und zu dienen:

In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf, und eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria (die Schwester des Lazarus) hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!

Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden. (Lk 10, 38-42)

Marta verhält sich so, wie man es von einer Frau erwarten kann, wenn Besuch kommt. Maria nicht. Damals hatten Frauen bei einem männlichen Besucher nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn es um Glaubenslehren ging. Marta verhält sich also gesellschaftskonform, sie muss alles allein machen, Maria hilft ihr nicht, Marta findet das ungerecht. Sie wendet sich nicht direkt an ihre Schwester, sonder an den Gast, an Jesus. Jesus soll „Recht sprechen“, er soll Maria in ihre Schranken weisen. Was aber tut Jesus? Etwas für die damalige Zeit „skandalöses“, etwas völlig unerwartetes.

Er bestätigt Marias völlig unpassendes Verhalten. Es ist Jesus letzter Besuch vor der Kreuzigung, ihm ist eines besonders wichtig – gehört zu werden!

Zu hören und zu begreifen, was er zu sagen hat. Bald wird er nicht mehr da sein, jetzt ist noch Zeit, seine Worte aufzunehmen, sie auf guten Boden fallen zu lassen, Frucht zu tragen…

Maria hat das Wesentliche erkannt und sich über die, gerade ihr als Frau gesetzten, Grenzen hinweggesetzt. Mutig und angreifbar ist sie uns vorausgegangen – eine Zeugin, die uns zeigt, wie frei Jesu Nähe machen kann.

siehe auch das Ökumenische Rosenkranzgebet

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Ein Gedanke für diese Woche:

Maria hat den Mut, sich im Angesicht Jesu ganz anders zu verhalten, als wir es erwarten würden.

Wie mutig und frei macht mich Jesu Nähe?
Verlasse ich gewohntes, halte ich es aus, andere auch einmal damit vor den Kopf zu stoßen – um Jesu willen?

Hast Du ein Anliegen? Dann bist Du hier richtig!

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Bild: flickr.com, glasbeadart, creative commons-Lizenz, in priv. blogs publizierbar

Über Oremus

Nach einem christlichen Aufwachsen kam eine... aber lies doch mehr zu meinem persönlichen Weg - hier!

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