
Es gab und gibt immer wieder Menschen, für die das Unmögliche möglich wird: Die Gnade, Göttliches zu schauen. Engelserlebnisse, Marienerscheinungen, Jesus- und Gottesoffenbarungen. Warum eigentlich nicht? Gott liebt seine Menschen über alles, schließlich hat er uns seinen Sohn Jesus Christus geschickt.
Aber lässt sich unser Gott tatsächlich erfahren?
Wie ist Gott in unserer menschlichen Erfahrung anzusehen, zu schauen?
„…zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden. Ja, so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose rief: Ich bin voll Angst und Schrecken. (Hebräerbrief 12,18ff.)
Gott schauen von Angesicht zu Angesicht, das könnte vermutlich keiner von uns ertragen. Aber Gott schauen im menschlichen und liebenden Gesicht des Jesus Christus: Nimmt mir das nicht den Schrecken vor Gottes Größe? Paulus bringt es auf den Punkt:
„So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden; er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, dass er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt“ (Röm 3,25).
Neben der Angst, Gott „in die Augen“ schauen zu können, gibt es den ganz realen Schrecken: Die Sorgen, die Ängste, und die Leiden in unserem Leben, und bei den Menschen um uns herum. So ein zu tiefst leidender Mensch war Hiob. Er hat nach und nach alles verloren, und spricht zu Gott über das Menschsein:
„Wie ein Knecht ist (der Mensch), der nach Schatten lechzt, wie ein Tagelöhner ist er, der auf den Lohn wartet. So wurden Monde voll Enttäuschung mein Erbe und Nächte voller Mühsal teilte man mir zu. (…) Denk daran, dass mein Leben nur ein Hauch ist. Nie mehr schaut mein Auge Glück.“ (Buch Ijob, 7,1ff.)
Neben der Sehnsucht, Gott zu schauen, kann es auch den Wunsch geben, sich von Gott abzuwenden. Hiob ist Beispiel eines Menschen, der sich bei Gott über Gott beklagt, statt sich von ihm abzuwenden, obwohl ihm alles genommen wurde – und der Sinn des Lebens sehr fraglich wurde. Eine Haltung, die uns vielleicht hilft, an Gott festzuhalten, auch wenn wir ihn zeitweise gar nicht verstehen…
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Ein Gedanke für diese Woche und unser gemeinsames Beten:
Ob wir uns nach Gott sehnen oder an ihm zu verzweifeln drohen, im bewegten Leben des Apostels Paulus gibt es einen großen Leuchtturm, einen gut lesbaren Wegweiser, zu dem auch wir immer zurückkehren können:
„Den Schwachen wurde ich ein Schwacher, um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen.„ (1.Korintherbrief 9,22f.)
Hast Du ein Anliegen? Dann bist Du genau hier richtig!
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13. Februar 2009


























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