Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel – Hochfest am 16. Juli

Quelle des Elija

Quelle des Elija am Berg Karmel

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Der wohl bekannteste Skapulierträger der jüngeren Geschichte ist Papst Joh. Paul II., der das Skapulier bereits als junger Mann trug – doch der Ausgangspunkt unserer Geschichte ist der Berg Karmel, zur Zeit des Propheten Elija…

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“Heilige Männer entsagten der Welt und wählten entsprechend ihren verschiedenartigen Neigungen und Wünschen, sowie ihrem religiösen Eifer Orte zum Wohnen aus, die ihrer frommen Absicht zusagten. Einige, die vom Beispiel des Herrn besonders angezogen waren, entschieden sich für jene ersehnte Wildnis – genannt Quarantena -, wo Unser Herr nach Seiner Taufe vierzig Tage gefastet hatte, um dort als Einsiedler zu leben, und dienten in bescheidenen Zellen Gott auf höchst tapfere Weise. Andere führten in Nachahmung des heiligen Anachoreten, des Prophten Elija, am Berg Karmel ein Einsiedlerleben, besonders an jenem Ort, der über der Stadt Porphyria nicht weit weg vom Kloster der Heilige Jungfrau Margareta liegt und Elijasquelle heißt., Dort bereiteten sie in bienenkorbförmigen bescheidenen Zellen, gleichsam als Bienen des Herrn, Honig geistlicher Süßigkeit.” (Jacques de Vitry, Geschichte, 1216-1228)

So entstand der Orden der Karmeliten im 12. Jahrhundert im heiligen Land, auf eben diesem Berg Karmel, als eine Gruppe Kreuzfahrer sich als Eremiten niederließen. In ihrem Glauben stellten sich die Karmeliten von Anfang an in besonderer Weise unter den Schutz Mariens.

Maria übergibt das Skapulier

Maria übergibt das Skapulier

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Im 13. Jahrhundert flüchtete der Orden vor den Sarazenen nach Europa: Zu dieser Zeit befand sich der Orden in großen inneren und äußeren Schwierigkeiten.

In seiner Not wandte sich der 1326 zum Ordensgeneral gewählte und später selig gesprochene Simon Stock, ein englischer Karmelit, an Maria, und ersuchte sie um Hilfe.

In einer Vision zeigte ihm die Gottesmutter das Skapulier (Teil des braunen Ordenskleids), und sagte ihre besondere Unterstützung zu:

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„Siehe, mein geliebter Sohn, das Skapulier deines Ordens. Es ist das besondere Gnadenzeichen, das ich für dich und die Kinder vom Berge Karmel erbeten habe. Wer bei seinem Tod das Skapulier trägt, wird gerettet werden. Es ist ein Zeichen des Heiles, ein Schutz in Gefahren, ein Unterpfand des Friedens und des ewigen Bundes mit mir.“

Unter dem Skapulier versteht man ein Sakramentale, also keinen Talisman oder Amulett, es ist vielmehr das äußerliche Zeichen der Weihe an Maria. Die Wirkkraft des Skapuliers entsteht erst durch die persönliche Haltung und Gesinnung des Empfängers und Trägers. In der Weihe an Maria erfolgt das Versprechen der vertrauensvollen Hingabe an die Gottesmutter. So ist das Skapulier (als Zeichen der Weihe) ein Angebot der Gnade Gottes, das uns in Maria auf unserem Weg zum ewigen Ziel geschenkt ist.

Das braune Skapulier, auch als "kleines Skapulier" bezeichnet

Das braune Skapulier, auch als "kleines Skapulier" bezeichnet

Seit 1726 gilt der Gedenktag für die ganze katholische Kirche. In Lourdes ist die Gottesmutter (als letzte Erscheinung am 16. Juli 1858) und dann in Fatima (13. Oktober 1919) mit dem Skapulier in den Händen erschienen.

Die Skapulierfrömmigkeit wurde von der Kirche stets anerkannt und empfohlen. Das Skapulier kann von jedem Katholiken getragen werden, unabhängig davon, ob er Mitglied einer Vereinigung oder Ordensgemeinschaft ist. Alle, die das Skapulier empfangen haben und tragen, gehören der Skapulierbruderschaft an. Eine Möglichkeit für Laien an der Karmelspiritualität Teil zu haben, bildet die Teresianische Karmelgemeinde (III.Orden). Das bedeutet eine Gemeinschaft jener Gläubigen, die ein christliches Leben führen wollen, in Verehrung und Nachahmung von Maria, entsprechend dem Geist und der Lehre des Karmel; dabei haben alle Zugehörigen Anteil an den gesamten geistlichen Gütern (Messopfer, Gebete usw.) der ganzen Karmelfamilie.

Im Zentrum der Karmelspirtualität steht der Satz aus dem Evangelium nach Lukas 2,19: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ Diese Haltung Marias ist für die kontemplative Ausrichtung aller Karmelitinnen und Karmeliten Vorbild in ihrem bewussten Leben vor Gottes Angesicht.

Welche Glaubenskraft im Karmeliterorden steckt, mag man ermessen, wenn man an die folgenden Ordenspersönlichkeiten und Heiligen denkt: Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Thérèse de Lisieux (Theresia vom Kinde Jesu), Edith Stein, Maria Magdalena von Pazzi, Elisabeth von Dijon und viele mehr.

Papst Johannes Paul II. schrieb sein Überleben des Attentats ganz wesentlich Unserer Lieben Frau vom Karmel zu. An den Orden schrieb er 2001 (750. Jahrestag der Übergabe des Skapuliers): „Auch ich trage seit langer Zeit das Skapulier des Karmel und weiß mich aus Liebe zur gemeinsamen himmlischen Mutter, deren Schutz ich beständig erfahre, mit dem Karmel verbunden.“

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KARMELHEILIGE:

Beten mit Theresia vom Kinde Jesus

Beten mit Teresa von Avila

Die Lehre vom Beten nach Teresa von Avila

KARMELITERORDEN:

Karmel Österreich

Karmel Mayerling (nahe Heiligenkreuz im Wienerwald)

Karmel Deutschland

Internationale Seite des Karmel

DIE PÄPSTE UND DER KARMEL:

Papst Johanes Paul II. zu 750 Jahren Karmel

Papst Benedikt XVI. zu 800 Jahren Karmel

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