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Die treibende Kraft auf dem berühmten „kleinen Weg“ der Thérèse de Lisieux ist „das Vertrauen und nichts als das Vertrauen.“ Ein Vertrauen, das auf Liebe beruht. Das Wesentliche dieses „kleinen Weges“ ist die Verschmelzung unseres Vertrauens in Gott mit der Kraft und dem Erfülltsein durch seinen Heiligen Geist.
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Dieser „kleine Weg“ verwirklicht sich ganz konkret im täglichen Leben. Die Heilige Theresia vom Kinde Jesu legt keinen Wert auf Außergewöhnliches, sie hat das Evangelium im Sinn, einen Weg, …
…dessen Vorbild Maria ist.
Ihre Spiritualität ist nicht so sehr Ausdruck besonderer mystischer Erfahrungen, sie gründet allein auf den Glauben, das Vertrauen und die Liebe zu Gott und den Menschen. Eine Spiritualität des „Alltags“, ein sich bewähren in ganz konkreten Situationen und die Bewältigung von Problemen, die jeder von uns kennt, lauter unspektakuläre, einfache Dinge. Den „kleinen Weg“ gehen bedeutet, ganz bewusst die Liebe zu Jesus und den Mitmenschen täglich in den „kleinen Dingen“ zu verwirklichen.
Alles wird mit Liebe getan, im Vertrauen auf Gottes Hilfe und seine unendliche Barmherzigkeit. Auf unsere Offenheit für Gott (im Gebet und unserer Beschäftigung mit der Heiligen Schrift) kommt es an, nicht auf unsere persönlichen Leistungen.
Das grenzenlose Vertrauen der Heiligen in die Barmherzige Liebe des Herrn kommt in den folgenden Worten aus ihrer Selbstbiografie auf hervorragende Weise zum Ausdruck:
Ich brauche die Augen nur auf das Heilige Evangelium zu werfen, sogleich atme ich den Wohlgeruch des Lebens Jesu und weiß, nach welcher Seite ich laufen muss […] Nicht zum ersten, nein zum letzten Platz eile ich hin; statt mit dem Pharisäer vorzutreten, wiederhole ich voll Vertrauen das demütige Gebet des Zöllners;
vor allem aber ahme ich das Verhalten Magdalenas nach, ihre erstaunliche oder vielmehr ihre liebende Kühnheit, die das Herz Jesu entzückt, reißt das meinige hin.
Dieser „kleine Weg“ ist ein großes Geschenk der „Heiligen Theresia vom Kinde Jesu und vom Heiligen Antlitz“, aber auch eine große Herausforderung für uns heute, denn die Liebe zu Gott muss ihren Ausdruck durch konsequente Handlungen finden, um so lebendig zu werden.
Ja, ich fühle es, hätte ich auch alle begehbaren Sünden auf dem Gewissen, ich ginge hin, das Herz von Reue gebrochen, mich in die Arme von Jesu zu werfen, denn ich weiß, wie sehr er das verlorene Kind liebt, das zu ihm zurückkehrt.
Ist es verständlich geworden, was die „kleine Therese“ hier zum Ausdruck bringt? Selbst wenn sie alle Sünden dieser Welt begangen hätte, wäre dies für die Barmherzigkeit des Gottmenschen Jesus eine geringe Aufgabe, denn jede andere Erwartung würde die wahre Größe Jesu Christi mindern!
Wer kann jetzt noch Hinderungsgründe anführen, Jesus die eigenen Verfehlungen konkret einzugestehen? Wer kann nach diesen Worten der Heiligen noch Schwierigkeiten darin sehen, in Gegenwart eines Priesters zu Christus zu sprechen? – Das Sakrament der Versöhnung wartet auf jeden von uns, immer und ewig.
Am 30. September 1897 geht die Prophetin der Barmherzigen Liebe ins Leben ein – dazu das Zitat aus Brief 244:
Ich sterbe nicht, ich gehe ins Leben ein.
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Lehrerin der Liebe, Kämpferin für Seelen
(mit ausführlicher Beschreibung ihrer Botschaft)
Link zu Beten mit Theresia vom Kinde Jesu (Thérèse de Lisieux)
(mit ihrem Curriculum Vitae)

1. Oktober 2009


























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