kath.net diskreditiert sich selbst

Als Katholik, der sich als papsttreu und “konservativ im besten Sinne” beschreiben darf, möchte ich mich mit aller gebotenen Klarheit von den Mitteln, mit denen kath.net auf Kritik reagiert, distanzieren. Wohlgemerkt, hier geht es nicht um den Inhalt – wie z.B. der Herr Alipius kommentiert, hat kath.net unzweifelhaft guten Grund, Protest zu erheben – sondernd es geht um den teils aggressiven, teils wehleidigen, teils untergriffigen Stil und die Wahl der Mittel. Um das verständlich zu machen, sollen folgende Zitate aus diesem Artikel dienen, mit kurzen Anmerkungen des Blogbetreibers.

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“Die paranoide Schlammschlacht von Paul Zulehner”

“Wiener „Pastoraltheologe“ Zulehner startet gemeinsam mit homosexuellem ehemaligen Religionslehrer paranoia-ähnliche Angriffe auf romtreue Katholiken. KATH.NET lässt rechtliche Schritte gegen Paul Zulehner überprüfen.”

[sofort ist die Rede von “paranoia-ähnlichen Angriffen auf romtreue Katholiken” und “rechtlichen Schritten”, bevor noch das erste inhaltliche Wort gesagt ist!]

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“Wien (kath.net) Der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner hat am gestrigen Mittwoch in der linksorientierten Tageszeitung „Der Standard“ eine verbale Hassorgie auf Katholiken losgelassen.”

[“verbale Hassorgie” – das ist als gewaltgeprägte Sprache zu werten]

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„Dabei wurde er unterstützt vom ehemaligen Religionslehrer David Berger, der bekennend homosexuell lebt…. Berger hatte KATH.NET in der Vergangenheit mehrere Kommentare angeboten, die im übrigen nach seinem Homo-Outing längst gelöscht wurden.“

[“nach seinem Homo-Outing…gelöscht” – also sobald kath.net weiß, dass ein Mensch homosexuell orientiert ist, werden zuvor akzeptierte Beiträge gelöscht? Das soll also die im Weltkatechismus festgeschriebene Toleranz sein, besser gesagt, wie sie ein Medium, das sich zur Kirche Jesu Christi und ihrer Morallehre bekennt, versteht?]

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„Besonders absurd und diffamierend ist die Unterstellung des emeritierten Wiener Pastoraltheologen Paul Zulehner, dass KATH.NET politisch und kirchlich am “rechten Flügel” stehe … offensichtlich hat Zulehner grundsätzliche Probleme mit Menschen, die die Morallehre der Kirche ernst nehmen.“

[so also sieht die katholische Sprache von kath.net aus, indem auf eine kirchenpolitische Kritik und Einordnung nicht sachlich, sondern mit Entgegnungen wie “besonders diffamierend” reagiert wird? Welcher empfindliche Nerv wurde getroffen? kath.net will demgemäß nicht „als besonders konservativ“ gelten, also welches Label soll es nun sein?]

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„Aufgrund dieser Aussagen lässt KATH.NET rechtliche Schritte gegen Paul Zulehner überprüfen. Zusätzlich wird auch eine kirchenrechtliche Anzeige gegen den Priester der Erzdiözese Wien derzeit von Anwälten überprüft.“

[auch im weiteren Verlauf folgen keine Sachargumente, vielmehr wird sofort das in einem Rechtsstaat härtest mögliche Mittel der Verfolgung angesprochen, sprich die Klage]

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„Wie meinte doch einmal ein wichtiger österreichischer Diözesanbischof im Gespräch mit Vertrauten: “Bei Zulehner werde ich zum Ablehner”.“

[wenn nun alle Register bereits gezogen sind, kann man es immer noch nicht lassen; im Zorn und Hass darf der persönliche Untergriff nicht fehlen]

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„In eigener Sache: KATH.NET rüstet sich auch finanziell für die Anzeige gegen Paul Zulehner. Bitte helfen Sie uns durch eine Spende! Vergelt’s Gott.“

[damit ist es immer noch nicht genug: zu guter Letzt muss noch die Mitleidsschiene geritten werden: Bitte, bitte spendet an kath.net, damit man sich die Klage auch wirklich leisten kann?!]

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In regelmäßigen Abständen findet kath.net keine Argumente, um sich in einer säkularen Welt auf christliche Weise zu behaupten. Mein Ersuchen an die kath.net-Redaktion ist, in Auseinandersetzungen wenigstens von derart aggressiven Stilmitteln abzulassen.

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One thought

  1. Der Beitrag zeigt sehr wesentlich: Mieser Stil. Auch die vorbehaltene Auswahl der Zuschriften ist ein Hinweis auf totalitäres Denken. Hat mit katholisch im eigentlichen Sinn (ganzheitlich, weltumspannend) nichts und mit christlich (vgl. Skanbdal von der Nominierung Ryans, Wohltätigkeitschristentum statt Sturz der Mächtiugen vom Thron) nur partiell zu tun. Verschwenden wir doch nicht kostbare Energie mit dem Lesen von kath.net, kreuz.net u.ä.

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