Marienmonat Mai – Maria, das schönste aller Zeichen Gottes

Im 19. Jahrhundert entwickelten sich von Italien aus die Maiandachten und verbreiteten sich in der katholischen Kirche. Ihre Entstehung wurde vor allem vom Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens von 1854 gefördert, weiters von den großen Wallfahrtsorten wie Lourdes und später Fatima. Im Wechsel werden Marienlieder gesungen, Gebete zu Maria gesprochen, die sogenannte Lauretanische Litanei, die aus Anrufungen an Maria besteht, und der eucharistische Segen gespendet.

Am Ende des Beitrags siehst eine Linkliste, die dich zu weiteren marianischen Gebeten und Themen führt, die du alle auf ZEIT ZU BETEN finden kannst –

  • Mariengebete
  • Rosenkranzgebet
  • Geschichte des Rosenkranzes
  • Betrachtung zu den Rosenkranzgeheimnissen
  • Was ist eine marianische Gesinnung
  • Vorstellung verschiedener Weiheformen an Maria

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Gott handelt konkret an uns und unserer Geschichte…
…und Maria ist das schönste aller Zeichen Gottes

„Allen Aussagen über Maria liegt der Kerngedanke zu Grunde: Gott handelt konkret in der Weltgeschichte, er ist kein Theoretiker. Die Menschen sind von ihm eingeladen und berufen, im Rahmen ihrer Kräfte und Möglichkeiten an seinem Heilswerk mitzuwirken.“ Und der Predigtgärtner führt weiter aus:

„Wirkliche Marienverehrung ist nicht kurzfristiger Überschwang der Gefühle, sondern zeigt sich im weiteren Verlauf des Lebens des betreffenden Christen. So ist es z.B. sehr aufschlussreich, dass nirgendwo so viel gebeichtet wird und ehrliche Lebensumkehr geschieht wie gerade in Marien-Wallfahrtsorten.“

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Woher kommt der Mai?

Benannt ist dieser Monat − so die Zeugnisse einer Reihe lateinischer Autoren − nach der römischen Göttin Maia, welcher der flamen Volcanalis am ersten Tag dieses Monats ein Opfer darbrachte. Die Verbindung zu noch älteren Göttinnen bleibt unklar, doch gilt die etymologische Zuordnung zur Wortwurzel ‚mag‘ (und damit zu Wachstum und Fruchtbarkeit) als sicher. So wurde der mensis Maius in das ursprüngliche römische Bauernjahr eingeordnet.

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Weltliches Mai-Brauchtum

Im weltlichen Brauchtum spielte der Maianfang eine besondere Rolle: Der 1. Mai galt in früheren Zeiten als offizieller Sommerauftakt. Nur natürlich war es deshalb, dass am Vortag, dem 30. April, der Winterabschied kräftig gefeiert wurde, mancher mag sich noch an den “Tanz in den Mai” erinnern. Heute erleben wir (immer schwächer werdende) Maiaufmärsche der “Restgewerkschaften” und ihrer Mitglieder, und für uns gläubige Christen gibt es ein echtes Highlight: Den Gedenktag des Heiligen Josef (Hl.Josef der Arbeiter).

In der heidnisch geprägten “Walpurgisnacht” muss Lärm gemacht werden, um Hexen und Dämonen zu vertreiben; Tanz, Essen und Trinken bieten hierzu ausreichend Gelegenheit. Vor allem in Süddeutschland wird der mit Kranz, Fahnen oder Bändern geschmückte “Maibaum” aufgestellt. Am 1. Mai ziehen Nachbarschaften und Freundeskreise “feuchtfröhlich” los oder machen eine “Maifahrt”, manche sieht man auf Fahrrädern, die mit grünen Zweigen geschmückt sind.

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Päpstliche Empfehlung für den Marienmonat

Papst Paul VI. empfahl in seiner Enzyklika “Mense maio” vom 1. Mai 1965 die Verehrung Mariens im Monat Mai. Er bezeichnete es als

“eine teure Gewohnheit Unserer Vorgänger, diesen Marienmonat zu wählen, um das christliche Volk zu öffentlichem Gebet einzuladen, sooft die Nöte der Kirche oder eine drohende Weltgefahr dies verlangten”.

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“Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen”

“Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen. O segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen. Maria, dir empfehlen wir, was grünt und blüht auf Erden. Lass uns in dieser Pracht und Zier das Werk des Schöpfers ehren”, so ein Marienlied, das in diesen Wochen mancherorts noch gesungen wird.

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Linkliste…

NEU:

>>> Marianisch leben (von Josef Bordat)

>>> Medjugorje – ein besonderer Ort des Gebets

>>> Was heißt “glauben” – Gedanken nach Međugorje

>>> Pilgerfahrt nach Međugorje – ein Bericht

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>>> Mariengebete

>>> Rosenkranzgebet

>>> Geschichte des Rosenkranzes

>>> Betrachtung zu den schmerzhaften Geheimnissen

>>> Betrachtung zu den freudenreichen Geheimnissen

>>> Betrachtung zu den glorreichen Geheimnissen

>>> Betrachtung zu den lichtreichen Geheimnissen

>>> Was ist eine marianische Gesinnung

>>> Marienweihe – 33 Schritte

>>> Marienweihe – in der Tradition der Karmeliter

>>> Marienweihe – in der Tradition der Jesuiten

>>> Marienweihe – in der Tradition der Schönstatt-Bew.

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2 thoughts

    • Lieber Andreas, du sprichst eine traurige Realität an.

      Auf der anderen Seite: Viele Menschen sind mobil, und ich möchte dazu aufrufen, dass wir uns alle auf die Suche machen nach Orten, an denen spirituell bewegende Maiandachten gestaltet werden!!

      In Wien-Umgebung sind mir als empfehlenswert bekannt: Maria am Gestade (Wien 1. Bezirk) und natürlich Stift Heiligenkreuz.

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