
Es gibt keine Vorschrift, in Vorbereitung der Beichte einen Beicht- oder Gewissensspiegel zu verwenden. Andererseits ist diese Form der Gewissenserforschung eine wesentliche Hilfe bei der Erkundung des eigenen Ichs und seines gegenwärtigen Zustandes. Persönlich benutze ich eine Version, die in meiner Heimatgemeinde aufliegt, wobei ich für manche Fragen adaptierte Formulierungen verwende, die sprachlich (nicht inhaltlich!) zeitgemäßer sind und auf die ich besser eingehen kann. Wie so oft im Glaubensleben: Jeder muss seinen Weg finden, ohne die Essenz zu verlieren…
Die 10 Gebote sind zwar in den Gewissensspiegel eingearbeitet, aber der Beichtspiegel steht vielleicht nicht immer und überall zur Verfügung… in jedem Fall sind die 10 Gebote eine wichtige Grundlage der Gewissenerforschung!
Nicht zuletzt sind die Seligpreisungen eine ganz große Quelle der Überprüfung des eigenen Seelenzustandes… wie Du siehst gibt es eine Fülle von konkreten Möglichkeiten, das Gewissen – die vernehmbare Stimme Gottes – sprechen zu lassen. Wie Du am besten vorgehst …kannst nur Du selbst herausfinden und so rufe ich Dir zu: Fasse Mut und mach’ Dich auf den Weg!







[Die folgenden Ausführungen schließen Gedanken von Monsignore Leo Maasburg ein, die dieser anläßlich eines Impulses im Stift Heiligenkreuz zum Thema "Beichte" vorgetragen hat. Pater Leo Maasburg hat Mutter Teresa rund sieben Jahre in Indien und anderen Ländern begleitet und Bücher zum Thema veröffentlicht.]