Ja, das Zeugnis meines Namenspatrons ist übermächtig. Eigentlich ein seltsames Wort, übermächtig.
Vielleicht ist überwältigend ein passenderes Wort für meinen Gedanken: Jeder, der dieses Zeugnis des Stephanus hört, kann gar nicht anders als überwältigt zu sein. Das ist auch deshalb so, weil Stephanus selbst überwältigt ist:
Vom Glauben an einen Gott, der Mensch geworden ist, in der Nachfolge jenes Jesus von Nazaret, der Seinen Leib und Sein Blut für alle hingegeben hat.

„Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.“
Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief:
„Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los,
trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“
Dann sank er in die Knie und schrie laut: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Nach diesen Worten starb er.
(Apg 7,51-60.8,1a)
Nicht immer habe ich Stephanus für die Ehre gedankt, seinen Namen tragen zu dürfen: Zu übermächtig ist sein Zeugnis für einen Menschen kleinen Glaubens. An dieser Stelle eröffnet der Ausdruck übermächtig noch eine weitere Dimension: Über Ihn, den Stephanus, ist eine Macht gekommen, die größer ist als er und alle Menschen: Weiterlesen →



















