Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria

BIBEL TAEGLICH


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“Wer meine Kirche sein will, wird zuallererst nach seiner Liebe gefragt” (Johannes 21,1.15–19)

Das heutige Evangelium ist mir eine der kostbarsten Stellen im Neuen Testament – offenbart sie doch Jesu bedingungslose Liebe. Maria Laach hat einen treffenden Kommentar dazu veröffentlicht, mit entscheidenden Hinweisen, im Text (von mir) entsprechend hervorgehoben.

Tagesevangelium

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.
Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!  (Johannes 21,1.15–19)

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Impuls

Dreimal fragt Jesus Petrus, ob er ihn liebt. Dreimal bejaht Petrus Jesu Frage, aber mit abnehmender Sicherheit und zunehmender Traurigkeit. Denn es geht um alles. Jesus fragt nicht nach unverbindlichen Gefühlen, sondern nach verbindlichen Haltungen. Er fragt danach, ob diese Liebe tragfähig ist. Die dreimalige Frage Jesu erinnert Petrus an seine dreimalige Verleugnung Jesu zu einem Zeitpunkt, als sein Bekenntnis gefordert war und seine Feigheit über die Liebe gesiegt hat. Und trotzdem vertraut Jesus ihm seine Kirche an. Denn dreimal antwortet ihm Jesus mit dem Satz: »Weide meine Schafe«.

Das heißt: Sei dir dessen bewusst, wozu du berufen bist, und: Dieses Amt ist ein Amt der Liebe. Wer meine Kirche sein will, wird zuallererst nach seiner Liebe gefragt. Damals und heute. Wir müssen nicht perfekt sein in der Nachfolge. Gefragt sind unsere Liebesversuche.

(Quelle : Maria Laach)

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FASTEN


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Fastenwoche 5 (2013): DIE FREIHEIT DER LEEREN HÄNDE

In der fünften Fastenwoche richten wir die Scheinwerfer auf einen Vorhang, hinter dem manche eine Kunst vermuten: Die Kunst, die das Leben zu einem auf Gott gerichtetes Leben macht.

Geht der Vorhang erst einmal hoch, heißt es in gut lesbaren Lettern auf einer riesigen Tafel: Die Kunst des Loslassens. Nichts passiert; nach einigen Augenblicken der Stille wird der Vorhang losgelassen und dieser rauscht mit großer Geschwindigkeit herunter – bis er für das nächste Publikum wieder gehoben wird.

Wer loslässt, wird frei. Mit leeren Händen ergibt sich die Freiheit, losgelöst von Zwängen entscheiden zu können, für mich selbst, aber auch in Bezug auf meine Mitmenschen. Die “Kunst des Loslassens” bedeutet zunächst einmal, dass wir die Steine fallen lassen, die wir schon zum Wurf auf andere in die Hand genommen haben:

Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete [Jesus] sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr. (Joh 8,7-11)

Sind wir bereit, uns mit diesem Thema – Die Freiheit der leeren Hände - näher auseinanderzusetzen? Somit haben wir es auch diese Woche mit einer herausfordernden Aufgabe zu tun! Meine Erfahrung ist es jedenfalls, dass gerade die Dinge, die einem viel bedeuten, so ungern aus der Hand rutschen…

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Es folgen 6 Gedanken für die Woche

Ob du für jeden Wochentag (Mo-Sa) einen Gedanken
in den Mittelpunkt stellst, oder aus diesen Vorschlägen
ein “Fastenprogramm” nach eigenen Vorstellungen
zusammenstellst, bleibt dir überlassen.

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leere Hand

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1. LOSLASSEN – KUNST DES LEBENS

Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. (Mt 19,29)

Ewigkeit und Endlichkeit, Werden und Vergehen, Festhalten und Loslassen – das ist die Sprache der Schöpfung…

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FASTEN


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Fastenwoche 4 (2013): GRENZEN DER FREIHEIT

Die vierte Fastenwoche steht vor uns, in der wir uns mit den Grenzen der Freiheit auseinandersetzen werden. Letzte Woche ging es um die Bedrohung der Freiheit; geraten wir langsam aber sicher in ein negatives Fahrwasser?

Die Gefahr ist dann nicht gegeben, wenn wir das Ziel – die Erkenntnis, was die gottgeschenkte Freiheit nun eigentlich ist – nicht aus den Augen verlieren.

Diese besondere Freiheit hat offenbar viel mit dem Herzen zu tun, wenn wir das Sonntagsevangelium betrachten. In diesem Gleichnis macht der Vater Gebrauch von dieser Freiheit, in dem er den einen Sohn als “mein Kind, das immer bei mir ist” anspricht, und sein Herz für die Rückkehr des anderen, des “toten Bruders” öffnet – ein freudiges Fest soll gefeiert werden!

Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. (Lk 15,31f)

Josef Bordat hat es in seinem Kommentar zum Evangelium das “Gleichnis vom barmherzigen Vater” genannt. Im Bild des Vaters mit seinen Söhnen sehen und spüren wir, dass christliche Freiheit mit Barmherzigkeit zusammenhängt, und ohne Liebe passiert sowieso gar nichts.

Aber der durchaus mühselige Weg der Erkenntnis soll an dieser Stelle nicht abgekürzt werden, ganz im Gegenteil werden wir uns in den folgenden Impulsen mit den Grenzen der Freiheit auseinandersetzen, und unserem Ziel wieder ein Stück näherkommen.

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Es folgen 6 Gedanken für die Woche

Ob du für jeden Wochentag (Mo-Sa) einen Gedanken
in den Mittelpunkt stellst, oder aus diesen Vorschlägen
ein “Fastenprogramm” nach eigenen Vorstellungen
zusammenstellst, bleibt dir überlassen.

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homo homini lupus est

“Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf” …siehe dazu den 2. Impuls

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1. LIEBE, UND DANN TUE WAS DU WILLST!

Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! (Gal 5,13f)

“Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan”, formuliert Martin Luther in einer seiner wichtigsten Thesen. Und fährt dann fort: “Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.” (Kirchen-und Theologiegeschichte in Quellen, Bd.3, 1981)

Welcher Freiheitsanspruch aber herrscht in unserer Gesellschaft? Für das Individuum ist zu allererst der Ellbogen gefragt, der die “Freiheit” und den Freiraum für den Einzelnen gewährleisten soll. In der Gesellschaft steht ein Anspruch an vordester Stelle, der in den letzten Jahrzehnten scheinbar alles rechtfertigt: Gleichheit.

Die “Gleichheit” von Mann und Frau führt dazu, dass die Stellung und das Ansehen der Familie zweitrangig wird. Weiterlesen →

FASTEN


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Fastenwoche 3 (2013): BEDROHUNG DER FREIHEIT

Wir machen Fortschritte  in der Vorbereitungszeit auf Ostern und beginnen die dritte Fastenwoche. Ein Blick in das heutige Sonntagsevangelium genügt schon, dass sich manche von uns beim unmißverständlich formulierten Anspruch Jesu umdrehen und andere Beschäftigungen suchen: Jede Umkehr ist mit Sicherheit etwas mühsames, anspruchvolles und herausforderndes!

Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. (Lk 13,2f)

Wer will angesichts der großen Aufgabe kapitulieren? Nichts da, Freunde! Wir müssen uns zumindest einmal anschauen, worum es eigentlich geht, sollten uns Zeit nehmen, herauszufinden, wo wir eigentlich stehen. Das schulden wir unserem Herrn Jesus Christus, oder können wir so einfach ausblenden, wie ER gegeißelt und mit Dornen gekrönt wurde? (Ein Blick auf das Titelbild dieses Blogs kann vielleicht hilfreich sein.)

Seid ihr bereit? Gut so! Unsere Aufgabe ist herausfordernd, denn oft ist es so, dass wir unsere Freiheit bedroht sehen! Es kann Angst sein, die uns lähmt und einschränkt. Es gibt Versuchungen, die unsere Freiheit, Gutes zu tun, auf bösartige Weise dahinschmelzen lässt. Ein anderes Mal tun wir so, als ob wir Seinen Willen nicht erkennen könnten, und fragen ganz unverschämt: Was willst Du wirklich, Herr?

Wie schon letzte Woche angemerkt, geht es zu allererst darum, keine Furcht zu haben. Und es geht darum, das Angebot Gottes auf Heilung anzunehmen.

Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen. (Lk 13, 6-9)

Furcht und Frucht – wie nahe aneinander diese beiden Begriffe zu liegen scheinen, und im religiösen Sinn hängen sie tatsächlich zusammen: Wer Furcht hat, kann keine Frucht tragen!

Weg mit der Furcht, sich mit sich selbst zu beschäftigen! Weg mit der Angst vor dem ehrlichen Spiegelbild unserer selbst! Weg mit den Bedenken, die Umkehr nicht zu schaffen! Gott ist barmherzig, nämlich dann, wenn wir wieder von vorne beginnen und unser Bestes versuchen: “Ich will den Boden um [den Feigenbaum] herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte!”

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Es folgen 6 Gedanken für die Woche

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katholisches Navigationsgerät

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1. EINE MARIONETTE DER VERSUCHUNGEN

Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. (Mk 14,38)

Wir leben in einer Gesellschaft, die das Wort Freiheit großschreibt. Viele übersehen dabei, in welchen Fangnetzen sie zappeln, und wo sie ihre Freiheit längst verspielt haben. Wer kann schon durch die Einkaufszentren und das Online-Shopping wandeln, ohne hin- und hergerissen zu werden? Oder wieviel Zeit verwenden wir darauf, allen möglichen Einladungen und Vergnügungen “zu folgen”, um dann wieder fitnessen und wellnessen “zu müssen”?

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FASTEN


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Fastenwoche 2 (2013): WEGE DER BEFREIUNG

Befreiung

Wir befinden uns in der Vorbereitungszeit auf Ostern. Wenn wir das vierzigtägige Fasten Jesu und die im heutigen Evangelium geschilderte Verklärung des Herrn, die ein großes Mysterium darstellt, betrachten, dann ist es unsere Aufgabe, Zusammenhänge mit unserem eigenen Leben zu entdecken.

In dieser zweiten Fastenwoche betrachten wir unser Leben als einen unvorhersehbaren, manchmal schmerz- und dann wieder freudvollen Pilgerweg. Brechen wir auf, um unsere Wege der Befreiung zu finden. Wie ist das zu schaffen?

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FASTEN


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Fastenwoche 1 (2013): SUCHE NACH FREIHEIT

Freiheit

Wir befinden uns in der Vorbereitungszeit auf Ostern. Wenn wir das vierzigtägige Fasten Jesu und seine Versuchungen in der Wüste, die Ort der Entsagung, der Einsamkeit und auch der Versuchung ist, betrachten, dann sehen wir darin einen Zusammenhang mit unserem eigenen Leben.

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artikel vogel wasser


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Ein Schnabel voll Lebenswasser…

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Gott schenkt uns seine Gnaden in dem Maße,
wie wir ihrer bedürfen.
Er ist eine Quelle, aus der ein jeder
nach seinen Bedürfnissen schöpft:
Wer sechs Eimer davon braucht, schöpft sechs;
drei schöpfe, wer drei benötigt;
ein Vogel braucht einen Schnabel voll Wasser,
und nimmt auch einen Schnabel voll;
ein Pilger schöpft, um sich zu erfrischen,
Wasser mit seiner hohlen Hand.
Genauso geht es uns mit Gott.

Unser Gemüt muss in großer Erregung sein,
damit wir fähig werden, ein Kapitel
aus der Heiligen Schrift gläubig in uns aufzunehmen,
und damit der Lektüre sogleich Taten folgen:
Anbetung als Anbetung des Wortes Gottes und seiner Wahrheit;
Empathie mit den Gefühlen, die unser Herr hatte,
als er sie verkündete, und ihre Billigung;
der Entschluss, diese Wahrheiten in die Praxis umzusetzen…

 (Hl. Vinzenz von Paul)

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ostern-artikel-neu-ostermontag


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Fasten + beten online. Impuls 04-09 (Ostermontag)

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Ostermontag

9. April 2012

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Christus resurrexit !

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Bibelzitat

Der Herr hat
euch in das
Land geführt,
wo Milch und
Honig strömen.
Immer soll das
Gesetz des
Herrn in eurem
Herzen sein.
Halleluja.

(Vgl. Ex 13, 5-9)

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Inhaltlicher Teil

Das ist es, was die Kenner des inneren Lebens
zu allen Zeiten erfahren haben: Sie wurden
in ihr Innerstes hineingezogen durch etwas,
was stärker zog als die ganze äußere Welt;
sie erfuhren dort den Einbruch eines
neuen, mächtigen, höheren Lebens,
des übernatürlichen, göttlichen -
die mystische Begnadung gibt
als Erfahrung was der Glaube lehrt:
Die Einwohnung Gottes in der Seele.

Wer, von der Glaubenswahrheit
geleitet, Gott sucht, der wird sich
in freiem Bemühen eben dahin aufmachen,
wohin der mystisch Begnadete gezogen wird:
sich aus den Sinnen und den „Bildern“ des
Gedächtnisses, ja selbst noch aus der natürlichen
Tätigkeit des Verstandes und Willens zurückziehen
in die leere Einsamkeit seines Inneren, um
dort zu verweilen im dunklen Glauben
- in einem schlichten liebenden Aufblick des
Geistes zu dem verborgenen Gott,
der verhüllt gegenwärtig ist.”

Edith Stein, Endliches und ewiges Sein, ESGA S 373

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Warum zeigt sich der Herr in den Erscheinungen
der Osterzeit in einer Gestalt, in der ihn die
Jünger nicht sofort erkennen?

Sein Bild, wie sie Ihn im Leben gekannt hatten,
war ihnen doch sicher unauslöschlich eingeprägt.
Der hl. Gregor nimmt die Ewige Wahrheit gegen den
Verdacht der Lüge in Schutz. Er nennt den Heiland
einen bildenden Künstler, der seine Erscheinung
so gestaltet, wie sie der geistigen Verfassung
der Jünger entspricht.

Weil sie von Ihm sprechen, ist Er ihnen nahe;
weil sie zweifeln, sehen sich nicht Seine wahre Gestalt.
Aber liegt nicht eben in dieser wechselnden und gegenüber
dem Vertrauten Aussehen veränderten Gestalt gerade eine
Offenbarung der neuen, auferstandenen Natur?

Der Auferstandene hat eine ganz andere Macht
und Freiheit dem Leib gegenüber als unter den
irdischen Bedingungen. Er ist viel mehr „Bildner“.
Es wird – wie auch durch das Eintreten bei verschlossener
Tür – gezeigt, dass der Heiland nicht wiedergekehrt ist,
wie Er war, sondern in verklärtem Leib. (So konnte auch
kein Zweifel entstehen, ob Er wirklich gestorben sei.)

Sie erkennen den Herrn beim Brotbrechen. Die
sakramentale Gegenwart gibt Ihn innerlich zu erkennen
und öffnet die Augen. Aber dann entschwindet Er.

[...]

Sein Blut ist wahrhaft ein Trank und Sein Leib
wahrhaft eine Speise. Wir werden dadurch Ein
Leib mit Ihm und in unsern sterblichen Leib wird
der Same des unsterblichen Glorienleibes gelegt.

Die Priester sind Ausspender der Geheimnisse Gottes.
Durch ihren Dienst wird der mystische Leib gebildet.

Nun sollten wir ganz Glieder Seines Leibes und nur
von Seinem Geist bewegt sein. Soweit wir unsere
Seele nicht Seinem Geist öffnen und uns von
ihm leiten lassen, sind wir tote Glieder und
verunstalten seinen mystischen Leib.

Edith Stein ESGA 20, S 62

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Edith Stein Zitat

Alle österlichen Erscheinungen
sind nur ein Pascha,
ein Vorübergang.

Wüssten wir nur diese Augenblicke
recht zu würdigen und bliebe
unser Herz brennend
davon.

Die Wirkung
soll ja eine dauernde sein.”

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Aus dem Leben von Edith Stein

1.10.1999

Erhebung zur Patronin
Europas.

(Mehr biographische Daten auf: edithstein.karmel.at)

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Fragen und Rückmeldungen: noviziat@marienschwestern.at

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ostern-artikel-neu-ostersonntag


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Fasten + beten online. Impuls 04-08 (Ostersonntag)

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Ostersonntag

8. April 2012

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Thema

Wie wunderbar
ist für mich dieses
Wissen.

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Bibelzitat

Ich bin erstanden
und bin
immer bei dir.
Halleluja.

Du hast deine Hand
auf mich gelegt.
Halleluja.

Wie
wunderbar ist
für mich dieses
Wissen.
Halleluja.

(vgl. Psalm 139, 18,5-6)

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Inhaltlicher Teil

Öffnet die Seele sich in ihrem Innersten dem
Einstrom des göttlichen Lebens, dann wird sie
selbst und durch sie der Leib zum Bilde des
Sohnes Gottes geformt, und es gehen von ihr
„Ströme lebendigen Wassers“ aus, die dahin wirken,
das Angesicht der Erde aus dem Geist zu erneuern.
Der Menschengeist, der vom göttlichen
Geist durchdrungen und geleitet ist, erkennt
im göttlichen Licht die Urgestalt der Schöpfung
unter den entstellenden Hüllen und kann
an ihrer Wiederherstellung mitarbeiten.

Dunkel ist des Grabes Nacht,
doch der heiligen Wunden Strahlen
brechen durch des Steines Schwere,
heben leicht und schwebend ihn beiseite;
aus des Grabes Dunkel steigt empor
hoch der lichtverklärte, glanzumstrahlte
neu erstandne Leib des Menschensohnes.

Leise tritt Er aus der Höhle
in die stille, morgenstille Dämmerungsfrühe.
Leichter Nebel deckt die Erde;
Tief durchleuchtet wird Er jetzt
von weißem Schimmer –
und der Heiland schreitet durch das Schweigen
der vom Schlafe neu erwachten Erde.

Unter Seiner heiligen Füße Tritt
erblühen lichte, nie geschaute Blüten –
und wo leise Sein Gewand den Boden rühret,
leuchtet in smaragdnem Schimmer auf die Flur.
Und von Seinen Händen strömt der Segen
über Feld und Au in vollen, klaren Fluten –
und im Morgentau der Gnadenfülle
strahlend jubelt die Natur dem Auferstandenen
als Er stille zu den Menschen wandelt.

ESGA 20, S 168

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Edith Stein Zitat

Das Beste aus diesen
überreich gesegneten Tagen
lässt sich nicht sagen,
geschweige denn
schreiben:

Rüstungsschweigen
des Gründonnerstag,

Kampfesschweigen
des Karfreitags,

Siegesschweigen
- stummer Jubel der
Osterfreude.

Dabei wollen
wir es bewenden
lassen.”

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Aus dem Leben von Edith Stein

11.10.1998

Heiligsprechung auf
dem Petersplatz in
Rom.

(Mehr biographische Daten auf: edithstein.karmel.at)

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Fasten + beten online. Impuls 04-07 (Karsamstag)

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Karsamstag

7. April 2012

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Thema

Über die Hingabe.

(weil ich mein Leben hingebe)

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Bibelzitat

Deshalb liebt
mich der Vater,
weil ich mein
Leben dahingebe,
um es wieder
zu empfangen.

(Joh 10,17)

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Inhaltlicher Teil

Es gibt einen Zustand
des völligen Ruhens in Gott,
der völligen Entspannung aller geistigen
Tätigkeit, in dem man keinerlei Pläne macht,
keine Entschlüsse fasst und erst recht nicht
handelt, sondern alles Künftige dem göttlichen
Willen anheim stellt, sich gänzlich
‚dem Schicksal überlässt’.

Dieser Zustand ist mir etwa zuteil
geworden, nachdem ein Erlebnis, das meine
Kräfte überstieg, meine geistige Lebenskraft völlig
aufgezehrt und mich aller Aktivität beraubt hat.

Das Ruhen in Gott ist
gegenüber dem Versagen der
Aktivität aus Mangel an Lebenskraft
etwas völlig Neues und Eigenartiges.
Jenes war Totenstille.
An ihre Stelle tritt nun das Gefühl
des Geborgenseins, das aller Sorge und
Verantwortung und Verpflichtung zum Handeln
Enthobenseins. Und indem ich mich diesem Gefühl
hingebe, beginnt nach und nach neues Leben
mich zu erfüllen und mich – ohne alle
willentliche Anspannung – zu neuer
Betätigung zu treiben.

Dieser belebende Zustrom erscheint
als Ausfluss einer Tätigkeit
und einer Kraft,
die nicht die meine ist
und, ohne an die meine
irgendwelche Anforderungen
zu stellen,
in mir wirksam wird.

Edith Stein, Psychische Kausalität, in: Beiträge zur philosophischen
Begründung der Psychologie und der Geisteswissenschaften, 2. Aufl. 1970, S. 76.
In: Edith Stein begegnen, Zeugen des Glaubens,
Viki Ranff, sankt-ulrich-verlag 2004, S. 54f6

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Edith Stein Zitat

Jesus ist wirklich
gestorben.

Er ist in die
tiefste menschliche
Not hineingegangen,
er ist „hinabgestiegen in
das Reich des Todes“.

Er hat unserem Tod
die Bitterkeit genommen.
Wir wissen, unsere Gemeinschaft
mit Christus überdauert
den Tod.”

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(Mehr biographische Daten auf: edithstein.karmel.at)

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ostern-artikel-neu-karfreitag


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Fasten + beten online. Impuls 04-06 (Karfreitag)

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Karfreitag

6. April 2012

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Thema

Über das Verbundensein.

(Das Kreuz ist
nicht Selbstzweck;
es ragt empor und
weist nach oben)

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Bibelzitat

Gedenke, Herr,
der großen Taten,
die dein Erbarmen
gewirkt hat.
Schütze
und heilige
deine Diener,
für die dein
Sohn Jesus
Christus sein
Blut vergossen
und das österliche
Geheimnis
eingesetzt hat,
der mit dir lebt
und herrscht in
alle Ewigkeit.

(Eröffnungsgebet)

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Inhaltlicher Teil

Das fortschreitende Zusammenbrechen der
Natur gibt dem übernatürlichen Licht und dem
göttlichen Leben mehr und mehr Raum.

Es bemächtigt sich der
natürlichen Kräfte und verwandelt
sie in vergöttlichte und vergeistigte. So
vollzieht sich eine neue Menschwerdung Christi
im Christen, die mit einer Auferstehung vom
Kreuzestode gleichbedeutend ist.

Der neue Mensch  trägt
die Wundmale Christi an seinem
Leibe: die Erinnerung an das Sündenelend,
aus dem er zu seligem Leben erweckt ist, und an
den Preis, der dafür gezahlt werden musste.

Und es bleibt ihm der Schmerz der Sehnsucht
nach der Fülle des Lebens, bis er durch das Tor des
wirklichen leiblichen Todes eingehen darf in
das schattenlose Licht.

So ist die bräutliche Vereinigung
der Seele mit Gott das Ziel, für das sie
geschaffen ist, erkauft durch das Kreuz,
vollzogen am Kreuz und für alle Ewigkeit
mit dem Kreuz besiegelt.

Kreuzeswissenschaft S 241 Leuven

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Edith Stein Zitat

Wir müssen mit
Christus sterben, um
mit ihm aufzuerstehen:
den lebenslänglichen
Tod des Leidens
und der täglichen
Selbstverleugnung,
gegebenenfalls
auch den blutigen
Tod des Glaubenszeugen
für die Botschaft
Christi.”

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Aus dem Leben von Edith Stein

9.8.1942

Ankunft und Ermordung
in Auschwitz-Birkenau

Ich vertraue darauf,
dass der Herr mein Leben
für alle genommen hat.

Ich muss
immer wieder an die
Königin Esther denken,
die gerade darum aus
ihrem Volk genommen wurde,
um für das Volk vor dem
König zu stehen.

Ich bine eine
sehr arme und ohnmächtige
kleine Esther, aber der König,
der mich erwählt hat, ist unendlich
groß und barmherzig.
Das ist ein großer
Trost.

(Mehr biographische Daten auf: edithstein.karmel.at)

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