Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria

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Licht und Aufklärung

Ein sonniger, “lichtreicher” Tag nähert sich dem Ende.

Licht - Creator Spiritus

“Man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben, oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen? … Bei den meisten Menschen gründet sich der Unglaube in einer Sache, auf blinden Glauben in einer andern.”

G. C. Lichtenberg hat wohl immer noch recht, wenn man beispielsweise an die Auseinandersetzungen um die Kirchenprivilegien denkt.

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Georg Christoph Lichtenberg (* 1. Juli 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt; † 24. Februar 1799 in Göttingen) war Mathematiker und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik. Sein Ruf als Schriftsteller gründet nicht zuletzt darauf, dass er als der erste deutschsprachige Aphoristiker gilt.

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Don Bosco b140


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Denn er weiß, dass er Flügel hat! (Don Bosco)

...leider nur auf italienisch!

Die Tonspur ist …leider nur italienisch!

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Halte dich fest an Gott.
Mache es wie der Vogel,
der nicht aufhört zu singen,
auch wenn der Ast bricht.
Denn er weiß, dass er Flügel hat.

(Don Bosco)

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Johannes Bosco:

1815 bei Turin als Sohn armer Bauern geboren, 1841 zum Priester geweiht, nahm sich der verwahrlosten Jugend in Turin an. Unter größten Widerständen von Seiten der Bevölkerung und der Behörden erwuchs aus der Betreuung der Jugendlichen 1846 sein »Oratorium vom hl. Franz von Sales«. Don Bosco richtete verschiedene Schulen und Lehrwerkstätten ein. Er gründete 1861 die Kongregation der »Salesianer Don Boscos« und rief 1874 zusammen mit Maria Domenica Mazzarello die Genossenschaft der Mariahilf-Schwestern zur Mädchenerziehung ins Leben. Der geniale Erzieher Don Bosco starb am 31. Januar 1888; 1934 wurde er heiliggesprochen.

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Kirchliche Feste


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Dreifaltigkeit: Zitat und Gebet

“Der Vater ist der Ursprung von allem, die Ursache dessen, was ist, die Wurzel alles Lebenden. Aus ihm strömen Leben, Weisheit, Kraft, das mit dem unsichtbaren Gott vollkommen identische Abbild: der von Vater gezeugt Sohn, das lebendige Wort, das Gott ist und beim Vater war (1 Kor 1,24; Hebr 1,3; Joh 1,1).

Durch die Bezeichnung „Sohn“ erkennen wir, dass er von gleichem Wesen ist. Er ist nicht geschaffen auf eine Anordnung hin, sondern leuchtet unaufhörlich aus seiner eigenen Substanz heraus, ist in Ewigkeit vereint mit dem Vater, ihm gleich an Güte, ihm gleich an Macht, hat Anteil an seinem Ruhm…

Und wenn unsere Erkenntnis von irdischen Leidenschaften gereinigt sein wird und alle wahrnehmbare Geschöpflichkeit verlässt, wie ein Fisch, der aus der Tiefe zur Oberfläche auftaucht und  ihm die Reinheit seiner Erschaffung wiedergegeben wird: dann wird unsere Erkenntnis den Heiligen Geist dort erreichen, wo der Sohn ist und wo der Vater ist.

Der Geist, der seiner Natur nach von gleichem Wesen ist, besitzt auch alle Güter: Freundlichkeit, Redlichkeit, Heiligkeit, Lebendigkeit… So wie Brennen mit Feuer zu tun hat und Leuchten mit Licht, so kann man dem Heiligen Geist nicht absprechen, dass er heiligt oder lebendig macht, dass er die Güte und Gerechtigkeit ist.”

(Hl. Basilius, um 330 – 379, Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer)

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GEBET

Allmächtiger, Ursprung von allem,
Du höchste Wurzel alles Lebenden,
der Glanz Deiner unendlichen Kraft und Weisheit
möge unser geringes Leben erhellen.

Heiliger Jesus, Wort und Fleisch des Vaters,
von gleichem Wesen wie der Ursprung,
Deine Güte und Barmherzigkeit leuchte
auf unseren verschlungenen Wegen.

Heiliger Geist, Reinheit alles Erschaffenen,
Quell Gottvaters und Botschafter des Sohnes,
Dein unermessliches Brennen und Wehen
belebe und heilige unsere kleinen Schritte.
Amen.

(S.L.Ehrhardt)

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Pfingstdessert: Es achte ein jeder auf…

Hors-d’œuvre und Hauptgang sind gegessen, unsere vorpfingstlichen Gebete und das Ereignis selbst liegen hinter uns – hoffentlich mit viel Ermutigung für jeden Einzelnen!

Wie so oft nach großen Feiertagen bleibt die Frage: Was jetzt? Dessert gefällig? Bleiben wir ernsthaft: Pfingsten ist oftmals mit viel Erwartung verknüpft. Niemand geringerer als der Heilige Geist möge uns heimsuchen, und gegen Feuerzungen würden wir uns vermutlich nicht wehren: Es sind schließlich himmlisches Wissen und göttliche Weisheit, die herabgeflossen sind und immerzu fließen.

Das Wort von den Zungen erinnert auch an ein Werkzeug, das jeder von uns sein eigen nennt. So kann Pfingsten auch als Mahnung gesehen werden, wie wir uns unserer Zungen bedienen. Mit göttlichem Beistand redet es sich leicht, aber was ist mit den „restlichen 99%“? Achten wir darauf, was wir sagen, und wie wir reden, nicht umsonst heißt es: „Eine sanfte Zunge ist ein Lebensbaum, eine falsche Zunge bricht das Herz“ (Sprüche 15,4). Und Jakobus fasst es in die anschaulichen Bilder von der Zunge und dem Zaum:

„Denn wir alle verfehlen uns in vielen Dingen. Wer sich in seinen Worten nicht verfehlt, ist ein vollkommener Mann und kann auch seinen Körper völlig im Zaum halten. Wenn wir den Pferden den Zaum anlegen, damit sie uns gehorchen, lenken wir damit das ganze Tier“ (Jak 3,2-4).

Sprache hat gewaltige Wirkungen. Sie ist aber zugleich ambivalent. Selbst was gut gemeint ist, kann voll des Bösen sein – wer kennt nicht Rede und Tat des streitbaren Petrus, dem Jesus antwortet: „Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“ (Mk 8,33). Und auch Jakobus lässt keinen Zweifel am Sinn des zu Sagenden und fährt in seiner Brandrede fort:

“So ist auch die Zunge nur ein kleines Körperglied und rühmt sich doch großer Dinge. Und wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt. Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt” (Jak 3,5-6).

Wir merken an diesen Worten des Jakobus, wie wichtig Gott unsere Sprache nimmt. Jesus, der Hirte, hat uns mit seinem Wirken und seinen Worten verwandelt, nun ist es an uns Schäflein, sein Werk fortzusetzen – wir erinnern uns: Sanftmut, Gleichmut, Demut… In diesem Sinne erinnert mich mein Beichtvater zuweilen daran, so zu beten: ‚Nicht mehr ich möge leben, sondern Christus lebe in mir‘.

Unsere kleine Zunge ist ein gewaltiges Organ. Was alles mit diesem Werkzeug möglich ist, fasst Jakobus in einem Satz zusammen: „Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind“ (Jak 3,6-9). Deshalb ist unser Gebet so wichtig – nur mit Seiner Hilfe können unsere Vorhaben letztlich gelingen.

Am Beispiel Petri haben wir uns in Erinnerung gerufen, dass wir unseren Zorn (und viele andere Bereiche des Lebens) nicht beherrschen, solange unsere Sprache nicht unter göttlicher Leitung steht.
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Übergeben wir Gott heute unser Reden.

Bitten wir Ihn, unsere Zunge in allem zu leiten,

was wir sagen, und gestatten wir Ihm,

unseren Mund mit Worten zu füllen,

die jeden um uns herum aufbauen.

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„Eine sanfte Zunge ist ein Lebensbaum, eine falsche Zunge bricht das Herz“ (Sprüche 15,4).

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PS: Die sanfte Zunge hält uns keineswegs davon ab, unsere Stimme als Christen zu erheben, wie es in den vorangegangenen Beiträgen eingemahnt wurde, nämlich im Dialog mit dem Staat, mit den Medien, und schließlich gegenüber der eigenen Kirche.

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Ein Schnabel voll Lebenswasser…

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Gott schenkt uns seine Gnaden in dem Maße,
wie wir ihrer bedürfen.
Er ist eine Quelle, aus der ein jeder
nach seinen Bedürfnissen schöpft:
Wer sechs Eimer davon braucht, schöpft sechs;
drei schöpfe, wer drei benötigt;
ein Vogel braucht einen Schnabel voll Wasser,
und nimmt auch einen Schnabel voll;
ein Pilger schöpft, um sich zu erfrischen,
Wasser mit seiner hohlen Hand.
Genauso geht es uns mit Gott.

Unser Gemüt muss in großer Erregung sein,
damit wir fähig werden, ein Kapitel
aus der Heiligen Schrift gläubig in uns aufzunehmen,
und damit der Lektüre sogleich Taten folgen:
Anbetung als Anbetung des Wortes Gottes und seiner Wahrheit;
Empathie mit den Gefühlen, die unser Herr hatte,
als er sie verkündete, und ihre Billigung;
der Entschluss, diese Wahrheiten in die Praxis umzusetzen…

 (Hl. Vinzenz von Paul)

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Vinzenz_Palotti-artikel


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Ein Abgesandter des Teufels

“Nicht die Verteidigung des eigenen Rechts schützt, bewahrt und befestigt die Werke des Evangeliums, sondern das demütige Leben, das sie nicht nur befestigt, sondern auch unbegrenzt ausbreitet. Jeder von uns, der es an Liebe und Demut fehlen lässt, wäre ein Abgesandter des Teufels und nicht Gottes.”

Vinzenz Pallotti (1795–1850; Priester, Gründer der Pallottiner und der Pallottinerinnen)

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Glik oder Glück – das ist wirklich die Frage…

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Wenn wir zunächst den Komiker Eckhart von Hirschhausen mit seiner Definition von Glück zu Wort kommen lassen, dann hört sich das so an:

“Glück ist nicht die Hauptsache, sondern das Nebenprodukt eines sinnvollen Lebens. Zu tun, was einem entspricht, sich auch auf andere Menschen beziehen, nicht nur auf sich selbst, und ständig dazulernen – das sind die Grundbedingungen für ein glückliches Leben.”

Da ist nichts Falsches dran, vielleicht ist diese Beschreibung sogar ganz brauchbar…

Gehen wir einen Schritt weiter – und betrachten “Wege zur glücklichen Partnerschaft”, wie sie uns die moderne Psychologie anbietet:

  • Respektiere Deinen Partner
  • Kenne Deinen Partner
  • Sei Deinem Partner gegenüber aufmerksam
  • usw. usw. usw.

Das ist alles gut und schön…

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“Die Juden waren glücklich,
sie jauchzten vor Freude
und waren wieder angesehen.”
(Est 8,16)

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“Glücklicher aber als beide preise ich den, der noch nicht geworden ist, der noch nicht das schlimme Tun gesehen hat, das unter der Sonne getan wird.” (Pred 4,3)

….aber meine Sympathien liegen bei der folgenden Version, die kürzlich
in der Doku “A bissele Glik” angeboten wurde:.

Glik zwischen Mann und Frau ist – wenn einer schnarcht und der andere schwerhörig ist.

Da läßt sich auch so manches hineininterpretieren – aber das ist sicher Stoff zum Schmunzeln, vielleicht auch Lachen…
…und Lachen ist gesund, definitiv!

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“Sara [...] dachte: Ich bin doch schon alt und verbraucht
und soll noch das Glück der Liebe erfahren?
Auch ist mein Herr doch schon ein alter Mann!”
(1Mo 18,12)

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Bei all diesen “Glücksspielen” wollen wir allerdings nicht so tun, als hätte jeder den Anspruch auf Glück, vielleicht auch noch zur rechten Zeit. So heißt es:

„Glik, du bist gekomen tsu mir, ober a bisl tsu shpet“ („Glück, Du bist zu mir gekommen, aber ein bisschen zu spät“)

Es ist der Refrain eines alten jiddischen Liedes…

und es wird Zeit  –   jiddisch zu lernen, oder?

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