Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria

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Nimm teil an der Freude deines Herrn – Augustinus zum Tag

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Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.

(Tagesevangelium, vgl. Johannes 3,31-36)

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Augustinus

“Wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch”

Angenommen, in einem Menschen käme aller Aufruhr des Fleisches zum Schweigen, und alles Gepränge von Erde, Wasser, Luft, ja, des Himmelsgewölbes verginge ihm; angenommen, die Seele spräche nicht mehr zu sich selbst und überschritte selbstvergessen sich selbst;

angenommen, es verstummten in diesem Menschen Träume und Entwürfe seiner Phantasie; angenommen, jede Art Sprache, jede Geste, alles was flüchtig in ihm vorgeht, erstürbe – denn wer ein Ohr dafür hat, dem sagt das alles: „nicht wir haben uns geschaffen, sondern uns schuf Er, der in Ewigkeit bleibt“ (vgl. Ps 99,3.5) – angenommen also, alles, was ist, versänke in Schweigen, weil es nur noch dem Schöpfer von alledem lauscht;

und angenommen, Er spräche allein durch sich und nicht durch das von ihm Geschaffene, so dass wir sein Wort vernähmen nicht durch menschliche Zunge oder Engelsstimmen oder Wolkendonner (vgl Ex 19,16) oder verschlüsselte Gleichnisse; und angenommen, Er, den wir in diesen Dingen lieben, ließe sich ohne sie vernehmen… und unser Denken erreichte die ewige Weisheit, die über allem waltet…

– wäre das nicht das, was in dem Wort zusammengefasst ist: „Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn“? (Mt 25,21)

(Hl. Augustinus (354 – 430), Kirchenlehrer, Confessiones, IX, 10)

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Der heilige Augustinus schafft hier in nur einem Absatz bemerkenswertes: In wenigen Nebensätzen, wie in einer flüchtigen und doch perfekt gesetzten Skizze, wird die Kluft zwischen Geist und Materie, Gott und Mensch, Himmel und Erde deutlich. Das Bewußtwerden der menschlichen Sinne und Fertigkeiten, die zum Schweigen gebracht werden, bleibt nicht ohne Wirkung: Es gibt eine schier unvorstellbare Distanz zwischen dem, der immer war, und denen, die in Raum und Zeit leben.

Und doch ist es eine Distanz endlicher Natur, die durch die Liebe und Barmherzigkeit des EINEN in jedem Augenblick überbrückt werden kann – aber nicht notwendigerweise überwunden und versöhnt wird; allein SEINE Gerechtigkeit entscheidet darüber.

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Osterlachen – da capo

Das schönste Osterlachen durfte ich vor einigen Jahren auf der Kinderalm (eine Autostunde von Salzburg entfernt) bei den kleinen Schwestern von Bethlehem erleben. Als Teil einer langen, wunderschönen, mit großer Ehrfurcht gestalteten und zelebrierten Liturgie: Schwestern, die lachen, sich umarmen, die ganze Freude herauslassen, dass der Herr erstanden ist – halleluja!

Bethlehemschwestern

Oft wird dieses Lachen doch ein klein wenig profaner erlebt, aber immer spiegelt es die große Freude über die Auferstehung wider. Drei Gedanken möchte ich heute weitergeben, beginnend mit dem weltlichsten, in einer kleinen Steigerung bis zum heiligsten Lachen.

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Wiener Kaffee

An einem Ostermontag sitzen zwei Herren in einem Wiener Café. Der eine rührt andächtig in seiner Mélange und sagt: „Na, habt’s schön mit der Familie gefeiert, am Ostersonntag?“ Sein Freund schiebt ein ansehnliches Stück Apfelstrudel genüsslich von einer Backe zur anderen: „Ja, war schön. War ein langer und unterhaltsamer Brunch…  Apropos, weißt du eigentlich, warum Jesus so rasch auferstanden ist?“ – „Ja sicher, weil es Gottes Wille war!“ – „Unsinn, die Frauen, die Jesus gefolgt sind, hätten sowieso keine Ruhe gegeben!“

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Szenenwechsel, ein Außenbezirk von Wien, Mittagszeit.

Zwei diskutieren

Ein Lehrer und ein Jugendseelsorger stehen zusammen und debattieren angeregt. „Jesus ist auferstanden, weil es schon die Alte Schrift prophezeit hat!“, meint der Lehrer. Der Seelsorger fragt nach: „Ah ja, und dazu passt dann noch die Schlussfolgerung, dass die guten Taten der Gläubigen und Propheten das  Leben, Leiden, und vor allem die Auferstehung ausgelöst haben?“ – Ja, so kann man sich das vorstellen, so wurde Gottes Erbarmen erwirkt.“ – „Nein“, kontert der junge Seelsorger, „Es ist genau umgekehrt: Nicht weil die Menschen Gutes tun, ist Christus auferstanden. Jesus ist auferstanden, damit wir Gutes tun, damit wir uns in aller Freiheit für das Gute entscheiden!“

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Es ist Abend geworden, leichter Nieselregen,
der die U-Bahnfahrer nicht weiter stört.

Glaube vs Zukunftsvorsorge

U-Bahn Station Stephansplatz, der Zug Richtung Hauptbahnhof will einfach nicht kommen.  Eine nervöse Frau mit Rucksack, in der Hand ihr Smartphone, betrachtet das Plakat einer Versicherungsanstalt: ‚Pension & Garantie = Zukunft‘ Halblaut redet sie vor sich hin: „Wenn das mit den Banken so weiter geht, dann ist das Geld weg, bevor‘s noch eingezahlt ist!“ Ein junger Mann ganz in Schwarz, nur ein weißes Kollar blitzt hervor, lächelt und sagt: „Als katholischer Christ kann ich da viel entspannter sein!“ – Darauf sie: „So gut geht’s der Vatikanbank auch wieder nicht!“ – Der Mann in Schwarz lächelt wieder:  „Das ist nicht der Punkt: Als Christ heißt meine Zukunft ….Auferstehung!“

Jesus ist auferstanden, wahrhaft auferstanden, halleluja!

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Die Pointen aus den letzten beiden Szenen stammen aus Predigten des von mir (und natürlich vielen anderen) sehr geschätzten Pfarrers Dr. Gerhard Viehhauser, Salzburg.

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Triduum Sacrum


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Ostersonntag – Radikalität eines Neuen Bundes

Zwischen der Auferstehung Christi und der Offenbarung seiner Macht und Herrlichkeit läuft unsere Zeit, unser Weg. Wir gehen im Licht des Glaubens, oder auch: in der Dunkelheit des Glaubens.

Kein anderer Festtag des Jahres zeugt von derartiger Radikalität. ER, der allmächtige und ewige GOTT ist herabgestiegen zu den Menschen in JESUS CHRISTUS, der nun nach dem Willen des Vaters Sein Werk zum Höhepunkt bringt: Menschliche Hingabe eines Gottes, in vollendeter Liebe. Der Menschensohn opfert sich am Kreuz, und 3 Tage später ist Sein Tempel wieder aufgerichtet. Kurz zuvor hat JESUS beim letzten Abendmahl den Neuen Bund errichtet, ein weiteres Zeugnis ungekannter Radikalität. Von nun an wird sich Sein Opfer auf christlichen Altären weltweit, zu jeder Zeit und an jedem Ort, wiederholen. Mehr noch, Sein Liebesbündnis mit den Gläubigen vollzieht sich in höchster Demut: CHRISTUS vertraut sich in der Wandlung den Händen jedes einzelnen Priesters an, und verschenkt sich schließlich in kleinster Gestalt, der Hostie, an jeden, der zum Glauben an IHN gekommen ist. (Stefan Ehrhardt)

Dieser Glaube stützt sich auf das Zeugnis derer, die den Auferstandenen gesehen haben. Die Welt um uns aber und die Generation nach uns leben von dem Glauben, den wir bekennen und durch unser Leben bezeugen.

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>>> UPDATE <<<

Die Predigt des Papstes in der Osternacht:
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[ 1. GOTTES ÜBERRASCHUNG UND UNSERE OFFENHEIT ]

Im Evangelium dieser lichtvollen Osternacht begegnen wir als ersten den Frauen, die sich mit den wohlriechenden Salben zum Grab Jesu begeben, um seinen Leichnam zu salben (vgl. Lk 24,1-3). Sie gehen, um eine Geste des Mitleids, der Zuneigung, der Liebe auszuführen, eine traditionelle Geste gegenüber einem lieben Verstorbenen, wie auch wir sie zu tun pflegen. Sie waren Jesus gefolgt, hatten ihm zugehört, hatten sich von ihm in ihrer Würde verstanden gefühlt und hatten ihn bis zum Ende begleitet, bis auf den Kalvarienberg und bis zum Moment der Kreuzesabnahme. Wir können uns ihre Gefühle vorstellen, während sie zum Grab gehen: eine gewisse Traurigkeit, der Schmerz, weil Jesus sie verlassen hatte, tot war; seine Geschichte war zu Ende. Nun kehrte man zu dem vorigen Leben zurück. Doch in den Frauen blieb die Liebe wach, und die Liebe zu Jesus ist es, die sie gedrängt hatte, zum Grab zu gehen.

Doch an diesem Punkt geschieht etwas völlig Unerwartetes, Neues, das ihre Herzen erschüttert und ihre Pläne umstößt und das auch ihr Leben in andere Bahnen werfen wird: Sie sehen den Stein weggewälzt vom Grab, kommen näher und finden den Leichnam des Herrn nicht. Das ist etwas, das sie ratlos macht, Zweifel aufkommen lässt, sie mit Fragen erfüllt: „Was ist los?”, „Was soll das alles bedeuten?” (vgl. Lk 24,4). Geht es nicht auch uns so, wenn im täglichen Ablauf der Dinge etwas wirklich Neues geschieht? Wir halten inne, verstehen nicht, wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Das Neue macht uns häufig Angst, auch das Neue, was Gott uns bringt, das Neue, das Gott von uns verlangt. Wir sind wie die Apostel aus dem Evangelium: Oft ziehen wir es vor, unsere Sicherheiten beizubehalten, bei einem Grab stehenzubleiben im Gedanken an den Verstorbenen, der schließlich nur in der Erinnerung der Geschichte lebt wie die großen Persönlichkeiten der Vergangenheit. Wir haben Angst vor den Überraschungen Gottes; liebe Schwestern und Brüder, in unserem Leben haben wir Angst vor den Überraschungen Gottes! Er überrascht uns immer! So ist der Herr.

Brüder und Schwestern, verschließen wir uns nicht dem Neuen, das Gott in unser Leben bringen will! Sind wir oft müde, enttäuscht, traurig, spüren wir die Last unserer Sünden, meinen wir, es nicht zu schaffen? Verschließen wir uns nicht in uns selbst, verlieren wir nicht die Zuversicht, geben wir niemals auf: Es gibt keine Situation, die Gott nicht ändern kann, es gibt keine Sünde, die er nicht vergeben kann, wenn wir uns ihm öffnen.
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[ 2. JESUS ZULASSEN, AUF JESUS ZUGEHEN ]

2. Doch kehren wir zum Evangelium zurück, zu den Frauen, und gehen wir einen Schritt weiter. Sie finden das leere Grab, der Leichnam Jesu ist nicht da, etwas Neues ist geschehen, aber all das besagt noch nichts Klares – es löst Fragen aus, Ratlosigkeit, ohne eine Antwort zu bieten. Und siehe da, plötzlich zwei Männer in leuchtenden Gewändern, die sagen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden” (Lk 24,5-6). Was eine einfache Geste, eine Tat, sicher aus Liebe getan – das Gehen zum Grab – verwandelt sich jetzt in ein Ereignis, in ein Geschehnis, das wirklich das Leben verändert. Nichts bleibt wie zuvor, nicht nur im Leben jener Frauen, sondern auch in unserem Leben und in unserer Menschheitsgeschichte. Jesus ist nicht ein Toter, er ist auferstanden, er ist der Lebende! Er ist nicht einfach ins Leben zurückgekehrt, sondern er ist das Leben selbst, denn er ist der Sohn Gottes, des Lebendigen (vgl. Num 14,21-28; Dtn 5,26; Jos 3,10).

Jesus ist nicht mehr in der Vergangenheit, sondern er lebt in der Gegenwart und ist auf die Zukunft hin ausgerichtet, Jesus ist das ewige „Heute” Gottes. So zeigt sich die Neuheit Gottes vor den Augen der Frauen, der Jünger, vor unser aller Augen: der Sieg über die Sünde, über das Böse, über den Tod, über alles, was das Leben belastet und ihm ein weniger menschliches Aussehen verleiht. Und das ist eine Botschaft, die an mich, an dich, liebe Schwester, lieber Bruder, gerichtet ist. Wie oft brauchen wir es, dass die Liebe uns sagt: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Die Probleme, die Sorgen des Alltags können und leicht dazu bringen, uns in uns selbst, in der Traurigkeit, in der Bitterkeit zu verschließen… und darin liegt der Tod. Suchen wir nicht dort den Lebenden!

Lass also zu, dass der auferstandene Jesus in dein Leben eintritt, nimm ihn auf als Freund, mit Vertrauen: Er ist das Leben! Wenn du bis jetzt fern von ihm warst, tu einen kleinen Schritt: Er wird dich mit offenen Armen empfangen. Wenn du gleichgültig bist, akzeptiere das Risiko: Du wirst nicht enttäuscht sein. Wenn es dir schwierig erscheint, ihm zu folgen, hab’ keine Angst, vertrau’ dich ihm an, sei sicher, dass er dir nahe ist, er ist auf deiner Seite und wird dir den Frieden geben, den du suchst, und die Kraft, so zu leben, wie er will.
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[ 3. SICH-ERINNERN AN GOTT, HOFFNUNG SCHÖPFEN ]

3. Da ist noch ein letztes Element im Evangelium dieser lichtvollen Osternacht, das ich hervorheben möchte. Die Frauen begegnen der Neuheit Gottes: Jesus ist auferstanden, er ist der Lebende! Aber angesichts des leeren Grabes und der beiden Männer in leuchtenden Gewändern ist ihre erste Reaktion ein Erschrecken: Sie „blickten zu Boden” – bemerkt der heilige Lukas –, hatten nicht einmal den Mut aufzusehen. Als sie aber die Verkündigung von der Auferstehung hören, nehmen sie sie gläubig an. Und die beiden Männer in leuchtenden Gewändern führen ein grundlegendes Verb ein: erinnern.Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war …Da erinnerten sie sich an seine Worte” (Lk 24,6.8).

Dies ist die Einladung, sich an die Begegnung mit Jesus, an seine Worte, seine Taten, sein Leben zu erinnern; und gerade dieses liebevolle Sich-Erinnern an die Erfahrung mit dem Meister ist es, was die Frauen dazu bringt, jegliche Furcht zu überwinden und die Verkündigung von der Auferstehung zu den Aposteln und zu allen anderen zu bringen (vgl. Lk 24,9). Sich an das erinnern, was Gott für mich, für uns getan hat und tut, sich an den zurückgelegten Weg erinnern – das öffnet das Herz für die Hoffnung auf die Zukunft. Lernen wir, uns an das zu erinnern, was Gott in unserem Leben getan hat.

In dieser Nacht des Lichtes bitten wir auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, die alle Ereignisse in ihrem Herzen bewahrte (vgl. Lk 2,19.51), dass der Herr uns an seiner Auferstehung teilhaben lasse: Er öffne uns für die verwandelnde Neuheit, für die Überraschungen Gottes, die so schön sind; er mache uns zu Menschen, die fähig sind, sich an das zu erinnern, was er in ihrer persönlichen Geschichte und in der Welt gewirkt hat; er mache uns fähig, ihn zu spüren als den Lebenden, der mitten unter uns lebt und wirkt; er lehre uns, liebe Brüder und Schwestern, Tag für Tag, den Lebenden nicht bei den Toten zu suchen. Amen.

(Papst Franziskus, Ostervigil, 30. März 2013)

(Hervorhebungen und Überschriften vom Autor des Artikels)

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Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Halleluja.

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Auferstehung - Christus Resurrexit

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OSTERSONNTAG

Wahres Lamm,
Hingabe und Liebesstrahlen -
- Seinem Licht folge meine Seele!

Sein Weg,
Ankunft, Kreuz und Leben -
- in Seiner Gnade will ich den Glauben bekennen!

Seine Wahrheit,
Worte, Zeichen und Auferstehung -
- aus tiefem Herzen will ich Ihm danken!

Sein Leben,
ohne Anfang, ohne Ende -
- ewig darf ich und will ich für Ihn leben!

Wahres Licht,
das ist der Tag der Tage -
- mit erlöster Seele beginne ich neu!

 (Stefan Ehrhardt)

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wpa GEBETE


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Gebet für einen gesegneten neuen Papst

Tagesevangelium nach Johannes 5,1-16

Einige Zeit später war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda. In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte. Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war. Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, daß er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein. Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh! Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat. Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen. Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh! Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh? Der Geheilte wußte aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte. Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt. Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, daß es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.

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Kommentar zum Evangelium
(12.März 2013 / Konklavebeginn)

Dieser Teich stellt die Person unseres so liebenswerten Herrn Jesus Christus dar, und das aufwallende Wasser in diesem Teich ist das gesegnete Blut des vielgeliebten Gottessohnes, des Gottmenschen, der uns alle in seinem kostbaren Blut gewaschen hat und der alle reinwaschen will, die in Einfalt zu ihn kommen. (1 Petr 1,19; Offb 7,14)… Mit den Kranken können die Menschen gemeint sein, die dem Stolz, dem Zorn, dem Hass, dem Geiz, der Ausschweifung verfallen sind; und dies lässt uns begreifen, dass alle Kranken, die sich im Blut Christi waschen können, vollkommen geheilt werden, unter der Voraussetzung, dass sie in dieses Wasser hinuntersteigen wollen. Die fünf Säulenhallen dieses Teiches können in einem gewissen Sinn die fünf heiligen Wunden unseres Herrn darstellen, durch die und in denen wir alle gerettet sind…

In diesen Säulenhallen lagen viele Kranke, und wer in den Teich hinabstieg, sobald das Wasser aufwallte, wurde vollständig geheilt. Was bedeuten denn die Wallung und der Kontakt mit dem Wasser? Doch dass der Heilige Geist sich in den Menschen hineinsenkt, das Innere des Menschen berührt, dort eine große Erschütterung hervorruft, die so stark ist, dass das Innere dieses Menschen wirklich umgestülpt und völlig verändert wird? Was ihm vorher gefallen hat, daran findet er keinen Gefallen mehr; und was er abscheulich gefunden hat, ist jetzt seine Freude. Geringes Ansehen, äußere und innere Armut, Verzicht, inneres Leben, Demut, Loslösung von allem, was geschaffen ist: das macht ihn jetzt vor allem glücklich. Wenn diese Berührung stattfindet, steigt der Kranke, also der äußere Mensch, ganz tief in den Teich hinunter, wäscht sich in Christus, in seinem kostbaren Blut, und wird auf Grund dieses Kontaktes zuverlässig geheilt, wie es auch an anderer Stelle geschrieben steht: „Alle. die ihn berührten, wurden geheilt“ (Mt 14,36).

Johannes Tauler (um 1300-1361) Dominikaner in Straßburg

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Petrus Ikone

Gebet für einen gesegneten neuen Papst

Großer Gott, wir bitten Dich um Deinen heiligen Segen:
Auf den Felsen des neuen Petrus baue Deine Kirche,
und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Bitte gib ihm die Schlüssel des Himmelreichs;
was er auf Erden binde, das sei auch im Himmel gebunden,
und was er auf Erden löse, das sei auch im Himmel gelöst.

Herr, wir bitten Dich um die Gnade des Heiligen Geistes,
lass den kommenden Petrus hinabsteigen
in den Teich Betesda der fünf heiligen Wunden
unseres Herrn Jesus Christus, dessen gesegnetes Blut
den neuen Diener des dreifältigen Gottes reinwaschen möge.

Mit dem Strahl des Wassers der Seite Christi
senke sich der Heilige Geist in das Innerste des Petrus,
damit die Tugenden Demut, Verstand und Stärke,
Rat, Glaube, Erkenntnis  und Weisheit
den neuen Diener Gottes bewohnen und leiten mögen.

Ewiger Gott, Du bist der ewige und gute Hirte,
der seine Herde beschützt und durch die Zeiten führt.
Schenke Deiner heiligen Kirche einen Papst,
dessen heiliges Leben Dir gefällt und dessen Hirtensorge
Deinem Volk den rechten und fruchtbaren Weg weist.

Allmächtiger Gott, sieh gnädig auf deine Kirche und gib,
dass sie allezeit jenes heilige Volk bleibt, dessen Einheit
ihren Ursprung hat in der Einheit des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Offenbare durch sie der Welt das Geheimnis
deiner Einheit und Heiligkeit und vollende uns in deiner Liebe.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

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wpa GEBETE


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Gebet für den Papst …und die Ärmsten Europas

Benedikt XVI.

Über eine der vielen Gebetsinitiativen (Kirche in Not) für Papst Benedikt XVI. und die Zukunft der katholischen Kirche wurde auf diesem Blog bereits berichtet. Darüber hinaus dürfen wir besonders in der Fastenzeit – bei aller berechtigten Anteilnahme für das zu Ende gehende und das kommende Pontifikat – auf eines nicht vergessen: Das Gebet für die Ärmsten. Weiterlesen →

Glaube und Gesellschaft


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Drei starke Texte für das Leben

Sterbehilfe mit Rose

Der in Deutschland geplante § 217 StGB ist ein Todesgesetz. Es stellt die Weichen so, dass ein kostengünstiger Suizid gesellschaftsfähig wird. Das Verbot gewerblicher Sterbehilfe führt nicht nur dazu, nicht-gewerbliche Sterbehilfe zu erlauben, sondern diese rechtlich und moralisch zu stärken.

Der Todeswunsch wird als Norm verankert, er wird normal. Schließlich wird der Entsorgung kosteninternsiver und unliebsamer alter Menschen Tür und Tor geöffnet. Mit diesem Gesetz wird die Grundlage geschaffen, dass ein freiwilliger Suizid nach einem erfüllten Leben zur Tugend oder sogar zur sozialen Verpflichtung hochstilisiert wird. In einem der drei von Josef Bordat vorgestellten Texte (Andreas Krause, Warum die Mitwirkung am Suizid verboten werden muss) heißt es:

Wird der Todeswunsch jedoch gesellschaftsfähig gemacht, gewissermaßen „normal“ – das Programm dazu ist nach Krause Landt so subtil wie vielschichtig –, und wird dann unter der Maßgabe eines falsch verstandenen Konzepts von „Freiheit“ festgelegt, dass ihm grundsätzlich zu entsprechen ist, dann wird der Umgang mit dem Suizid affirmativ und geht an den Umständen, unter denen er sich als „Lösung“ entwickelt, völlig vorbei. Das Augenmerk liegt auf dem Tod, nicht auf dem Leben des Menschen. Die „Humanisierung“ des Sterbens hat somit etwas zutiefst Unmenschliches.

Den Artikel von Josef Bordat >>> findest du hier.

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Fasten im Jahr des Glaubens – warum es Sinn macht (1)

Fasten Brot Messer

Surfen am Strand Ribeira d’Ilhas, Familienurlaub auf der kroatischen Insel Hvar oder eine Studienreise durch Jordanien – wer hat nicht den Wunsch nach wunderbaren Reisen. Aber bevor es dazu kommt, gilt es Klarheit zu gewinnen, wohin die Reise gehen soll…

Fastenzeit ist eine ganz eigene Reisezeit. Aber selbst wenn wir an Santiago de Compostela, Medjugorje und andere Wallfahrtsorte denken, kommen wir unserem Thema noch nicht richtig nahe. Fasten meint zunächst eine geistliche Reise.

Wie also ist diese Reise anzulegen? An dieser Stelle ist es gut, nicht zu bescheiden zu sein. Solange wir Weihnachten nicht in eine andere Jahreszeit verlegen – was angesichts der konsumistischen Zerstörung dieses christlichen Festes durchaus überlegenswert scheint – brauchen wir nicht lange zu zögern: Das Auferstehungsfest ist unser Ziel.

Stopp, es gibt immer wieder – auch christliche – Zeitgenossen, die ganz ernsthaft einwenden: Fasten ist ein Event geworden, zum gesellschaftlichen Kult verkommen, der in einem sinnentleerten Wettbewerb endet: Wer fastet am besten, am meisten und am beeindruckendsten – deshalb mache ich dieses Spiel nicht mit!

Die Wahrnehmung dieser Wettbewerbsmentalität und dieses Gesellschaftssports ist sehr berechtigt, nicht aber die Konsequenz, das Fasten einfach sausen zu lassen. Einige Gründe, die entschieden für unser Fasten sprechen, werden im Folgenden angesprochen.

1. Apropos Maßlosigkeit: Schon die Kirchenväter empfehlen…

Mit Ehrgeiz und Wettbewerb hat Fasten nichts zu tun, schon der Heilige Hieronymus ermahnt uns: Weiterlesen →

wpa Glaube + Gesellschaft


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Newtown: Robbie Parker, danke für Dein Zeugnis

Newton Amoklauf Massaker 2012

flickr.com – bostonpeter7

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Was kann einen härter treffen als der Tod seines kleinen Kindes, eine Mutter, die ihren kleinen Sohn verliert, ein Vater, der die kleine Tochter verliert? Lassen wir die Frage so stehen, schließlich ist in den Tagen nach Newtown, Connecticut, wieder besonders deutlich geworden, wovon die Rede ist.

Robbie Parker ist ein betroffener Vater. In seiner Rede, die viele gehört und gelesen haben, kommt das zum Ausdruck, was als christliche Haltung bezeichnet werden darf. Das ist nicht vereinnahmend gemeint – seht, wie großartig christliche Menschen reagieren, wenn sie größtes Leid erfahren – sondern mahnt ein beachtenswertes Vorbild ein, für jeden Menschen.

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wpa Glaube + Gesellschaft


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Trauer in Newtown – Papst Benedikt XVI. spricht sein Beileid aus

Papst Benedikt XVI. sandte ein Kondolenzschreiben an die trauernde Stadt Newtown:

„Ich bitte Gott, unseren Vater, all denen Trost zu spenden, die trauern, und der gesamten Gemeinde die spirituelle Kraft zu geben, die mit der Macht der Vergebung, Hoffnung und versöhnender Liebe über Gewalt triumphiert.”

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Gebet für Betroffene von Katastrophen

O Jesus,
Du Spender der Gnade und Barmherzigkeit,
höre unser demütiges Gebet
für die Toten und Leidenden in Newtown.

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artikel Glaube + Gesellschaft


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Gendermainstreaming und Adoptionsrechte

“Karl Huß, geboren am 3. Januar in Brüx, gestorben am 19. Dezember auf Schloss Königswart in Westböhmen, war ein Scharfrichter der Stadt Eger, Heilkundiger und Sammler. Er war mit Johann Wolfgang von Goethe befreundet und nach dem Jahr 1828 Kustos der Fürst Metternich’schen Sammlungen auf Schloss Königswart… Mit fünfzehn Jahren führte er die erste Hinrichtung mit dem Schwert durch und wurde, gerade achtzehnjährig, letzter Scharfrichter in Eger, da nach dem Jahr 1788 die Todesstrafe nicht mehr mit dem Richtschwert oder am Galgen vollstreckt wurde.” (Wikipedia-Eintrag)

Hazel Rosenstrauch, als Kind österreichisch-jüdischer Kommunisten 1945 in London geboren, hat gerade ihr neues Buch über den zitierten Karl Huß veröffentlicht. Beim Lesen eines Feuilletonbeitrags zur Veröffentlichung des Buches durchfährt mich ein Gedanke, wie ein kurzes Wetterleuchten: Sollte es auch in unserer Zeit Scharfrichter geben, allerdings nicht in physischer sondern geistiger Ausübung, um die eine oder andere geistige Fehlentwicklung unserer Gesellschaft zur Strecke zu bringen? Aber da Wetterleuchten nicht von langer Dauer sind, verfliegt der „böse Gedanke“ so rasch wie er gekommen ist.

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artikel Kreuzerhöhung Ikone


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Kreuzerhöhung: Gebete und Wünsche

Ecce lignum crucis, in quo salus mundi pependit.

Seht, das Holz des Kreuzes, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.

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„Wir beten dich an Herr Jesus Christus,
hier und in allen deinen Kirchen auf der ganzen Welt und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.“

(Franz von Assisi)

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Christus hat keine Hände,
nur unsere Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füße,
nur unsere Füße,
um Menschen auf seinen Weg zu führen.
Christus hat keine Lippen,
nur unsere Lippen,
um Menschen von ihm zu erzählen.
Er hat keine Hilfe,
nur unsere Hilfe,
um Menschen an seine Seite zu bringen.
Wir sind die einzige Bibel,
die die Öffentlichkeit noch häufig liest.
Wir sind Gottes Botschaft,
in Taten und Worten geschrieben.
Amen.

 (Gebet aus dem 14. Jhdt. Das Gebet wird mit einem Fragment eines “Corpus Christi” aus spätgotischer Zeit aus dem Kloster Volkenroda in Verbindung gebracht. Die Figur vom Kreuz hatte keine Hände mehr und nur Fragemente von Füßen.)

Fragment des Corpus Christi aus spätgotischer Zeit (um 1480), vermutlich schon als Leidenskreuz in der Klosterkirche der Volkenrodaer Zisterziensermönche; 1971 aus dem Schutt der geschlossenen Kirche gerettet und auf einem Dachboden in Leipzig aufbewahrt; 1996 wieder nach Volkenroda gebracht und restauriert. (P. Heribert Graab SJ)

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Der Christus-Pavillon ist eine Glas-Stahl-Konstruktion des Architekten Meinhard von Gerkan, die auf der Expo 2000 in Hannover von der evangelischen und katholischen Kirche errichtet wurde. Im Jahr 2001 wurde sie im Kloster Volkenroda in Thüringen wiedererrichtet und übernimmt die Funktion des nicht mehr erhaltenen Längsschiffs der historischen Klosterkirche.

Von Volkenroda aus wurde 1163 das Zisterzienserkloster Loccum gegründet. Daher wandte sich die Jesus-Bruderschaft Gnadenthal an Abt, Prior und Konvent dieses seit über 400 Jahren lutherischen Klosters in der Evangelischen Lutherischen Landeskirche Hannovers mit der Anfrage um Unterstützung, Sponsoren für den Wiederaufbau von Klosterkirche und Kreuzgang in Volkenroda zu gewinnen. Diese Anfrage traf mitten in die Diskussion des Jahres 1996, wie der Beitrag der christlichen Kirchen auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover aussehen könnte. Es hat sich daraus der ungewöhnliche Plan entwickelt, einen Kirchenbau für Volkenroda zuerst als christlichen Pavillon auf der EXPO 2000 zu errichten, um ihn anschließend nach Volkenroda zu translozieren und dort dauerhaft nachzunutzen.

„Der Christus-Pavillon – die EXPO-Kirche – gemeinsam verantwortet von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der evangelischen lutherischen Landeskirche Hannovers und dem Bistum Hildesheim – gib dem Willen und der Bereitschaft der evangelischen und katholischen Christen in Deutschland Ausdruck, den Besuchern der Weltausstellung die gemeinsame Vision eines auf Glaube, Hoffnung und Liebe gegründeten Lebens in der Welt von heute vor Augen zu führen.“ (Horst Hirschler, lutherischer Theologe und Bischof im Ruhestand, Abt des Klosters Loccum)

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Texte und Kommentar zum Evangelium
des Festes der Kreuzerhöhung
findest du hier.

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Trotz der erfreulichen Entwicklung der letzten Jahre in Volkenroda möchte ich die Geschichte des Klosters Loccum als Beitrag zur wiederaufgeflammten ökumenischen Debatte sehen – aus katholischer Sicht. Dazu muss man die Geschichte des Klosters etwas näher kennen:

Im 15. Jahrhundert befand sich das 1131 gegründete Zisterzienserkloster in Krisensituationen, da die Schuldenlast für Ländereien groß geworden war. Der Erfolg anschließender Reformen ist im 1504 entstandenen Visitationsbericht des Abts Nicolaus von Volkenroda anlässlich der Einführung des neuen Abts Boldewin Clausing dokumentiert. Nun lebten wieder 40 Chormönche in Loccum und die wirtschaftlichen Verhältnisse waren gut. Mit der Reformation änderte sich die Geschichte des Klosters dramatisch.

1585 kam das Loccumer Kloster bei Bestätigung aller bisherigen Rechte unter die Hoheit der welfischen Landesherren. Ende des 16. Jahrhunderts nahm es die Augsburger Konfession, also das Luthertum, an. Im Dreißigjährigen Krieg fanden die „Loccumer evangelischen Konventualen“ zeitweilig auf dem Loccumer Hof in Hannover Zuflucht, nachdem das Kloster durch den Restitutionsedikt eine Zeit lang durch einen katholischen Zisterzienser-Konvent besetzt war.

Mit dem Übertritt zur evangelischen Kirche war naturgemäß ein Ende des mönchischen Lebens im ursprünglichen Sinn verbunden. Die Konventsmitglieder, jetzt lutherische Geistliche, legten nicht mehr die klassischen, für die gesamte Lebenszeit bindenden Mönchsgelübde der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit ab; sie hatten das Recht, sich zu verheiraten, in diesem Fall mussten sie jedoch aus dem Konvent wieder austreten. Austritte sind überhaupt aus verschiedensten Gründen bezeugt und waren unproblematisch. Die Mitgliedschaft im Konvent hatte den Charakter einer zumindest potentiell zeitlich begrenzten beruflichen Stellung angenommen und war in der Regel keine Lebensentscheidung mehr.

Hier ist auf nachhaltige Weise zerstört worden, was heute beispielsweise im Zisterzienserstift Heiligenkreuz so wunderbare Frucht trägt: Eine katholische Klosterkultur, die heute den wichtigsten institutionellen Träger der Priesterausbildung darstellt (Stift Heiligenkreuz ist zur größten Priesterausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum herangereift).

Nicht auszudenken, wo die christliche Kirche in Deutschland heute stünde, gäbe es keine deutsche katholische Kirche. Selbst eine zum Teil sehr fruchtbare orthodoxe Kirche hat größte Probleme – aufgrund ihrer synodalen Struktur. Am heutigen Festtag kann ich mir aus dieser Sicht nur eine Rückkehr verschiedenster protestantischer Kirchen unter das eine – katholische – Kreuz wünschen. Alle Christen vereint unter einem Kreuz – was für ein Fest der Kreuzerhöhung.

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