Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria

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Nimm teil an der Freude deines Herrn – Augustinus zum Tag

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Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.

(Tagesevangelium, vgl. Johannes 3,31-36)

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Augustinus

“Wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch”

Angenommen, in einem Menschen käme aller Aufruhr des Fleisches zum Schweigen, und alles Gepränge von Erde, Wasser, Luft, ja, des Himmelsgewölbes verginge ihm; angenommen, die Seele spräche nicht mehr zu sich selbst und überschritte selbstvergessen sich selbst;

angenommen, es verstummten in diesem Menschen Träume und Entwürfe seiner Phantasie; angenommen, jede Art Sprache, jede Geste, alles was flüchtig in ihm vorgeht, erstürbe – denn wer ein Ohr dafür hat, dem sagt das alles: „nicht wir haben uns geschaffen, sondern uns schuf Er, der in Ewigkeit bleibt“ (vgl. Ps 99,3.5) – angenommen also, alles, was ist, versänke in Schweigen, weil es nur noch dem Schöpfer von alledem lauscht;

und angenommen, Er spräche allein durch sich und nicht durch das von ihm Geschaffene, so dass wir sein Wort vernähmen nicht durch menschliche Zunge oder Engelsstimmen oder Wolkendonner (vgl Ex 19,16) oder verschlüsselte Gleichnisse; und angenommen, Er, den wir in diesen Dingen lieben, ließe sich ohne sie vernehmen… und unser Denken erreichte die ewige Weisheit, die über allem waltet…

– wäre das nicht das, was in dem Wort zusammengefasst ist: „Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn“? (Mt 25,21)

(Hl. Augustinus (354 – 430), Kirchenlehrer, Confessiones, IX, 10)

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Der heilige Augustinus schafft hier in nur einem Absatz bemerkenswertes: In wenigen Nebensätzen, wie in einer flüchtigen und doch perfekt gesetzten Skizze, wird die Kluft zwischen Geist und Materie, Gott und Mensch, Himmel und Erde deutlich. Das Bewußtwerden der menschlichen Sinne und Fertigkeiten, die zum Schweigen gebracht werden, bleibt nicht ohne Wirkung: Es gibt eine schier unvorstellbare Distanz zwischen dem, der immer war, und denen, die in Raum und Zeit leben.

Und doch ist es eine Distanz endlicher Natur, die durch die Liebe und Barmherzigkeit des EINEN in jedem Augenblick überbrückt werden kann – aber nicht notwendigerweise überwunden und versöhnt wird; allein SEINE Gerechtigkeit entscheidet darüber.

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Osterlachen – da capo

Das schönste Osterlachen durfte ich vor einigen Jahren auf der Kinderalm (eine Autostunde von Salzburg entfernt) bei den kleinen Schwestern von Bethlehem erleben. Als Teil einer langen, wunderschönen, mit großer Ehrfurcht gestalteten und zelebrierten Liturgie: Schwestern, die lachen, sich umarmen, die ganze Freude herauslassen, dass der Herr erstanden ist – halleluja!

Bethlehemschwestern

Oft wird dieses Lachen doch ein klein wenig profaner erlebt, aber immer spiegelt es die große Freude über die Auferstehung wider. Drei Gedanken möchte ich heute weitergeben, beginnend mit dem weltlichsten, in einer kleinen Steigerung bis zum heiligsten Lachen.

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Wiener Kaffee

An einem Ostermontag sitzen zwei Herren in einem Wiener Café. Der eine rührt andächtig in seiner Mélange und sagt: „Na, habt’s schön mit der Familie gefeiert, am Ostersonntag?“ Sein Freund schiebt ein ansehnliches Stück Apfelstrudel genüsslich von einer Backe zur anderen: „Ja, war schön. War ein langer und unterhaltsamer Brunch…  Apropos, weißt du eigentlich, warum Jesus so rasch auferstanden ist?“ – „Ja sicher, weil es Gottes Wille war!“ – „Unsinn, die Frauen, die Jesus gefolgt sind, hätten sowieso keine Ruhe gegeben!“

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Szenenwechsel, ein Außenbezirk von Wien, Mittagszeit.

Zwei diskutieren

Ein Lehrer und ein Jugendseelsorger stehen zusammen und debattieren angeregt. „Jesus ist auferstanden, weil es schon die Alte Schrift prophezeit hat!“, meint der Lehrer. Der Seelsorger fragt nach: „Ah ja, und dazu passt dann noch die Schlussfolgerung, dass die guten Taten der Gläubigen und Propheten das  Leben, Leiden, und vor allem die Auferstehung ausgelöst haben?“ – Ja, so kann man sich das vorstellen, so wurde Gottes Erbarmen erwirkt.“ – „Nein“, kontert der junge Seelsorger, „Es ist genau umgekehrt: Nicht weil die Menschen Gutes tun, ist Christus auferstanden. Jesus ist auferstanden, damit wir Gutes tun, damit wir uns in aller Freiheit für das Gute entscheiden!“

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Es ist Abend geworden, leichter Nieselregen,
der die U-Bahnfahrer nicht weiter stört.

Glaube vs Zukunftsvorsorge

U-Bahn Station Stephansplatz, der Zug Richtung Hauptbahnhof will einfach nicht kommen.  Eine nervöse Frau mit Rucksack, in der Hand ihr Smartphone, betrachtet das Plakat einer Versicherungsanstalt: ‚Pension & Garantie = Zukunft‘ Halblaut redet sie vor sich hin: „Wenn das mit den Banken so weiter geht, dann ist das Geld weg, bevor‘s noch eingezahlt ist!“ Ein junger Mann ganz in Schwarz, nur ein weißes Kollar blitzt hervor, lächelt und sagt: „Als katholischer Christ kann ich da viel entspannter sein!“ – Darauf sie: „So gut geht’s der Vatikanbank auch wieder nicht!“ – Der Mann in Schwarz lächelt wieder:  „Das ist nicht der Punkt: Als Christ heißt meine Zukunft ….Auferstehung!“

Jesus ist auferstanden, wahrhaft auferstanden, halleluja!

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Die Pointen aus den letzten beiden Szenen stammen aus Predigten des von mir (und natürlich vielen anderen) sehr geschätzten Pfarrers Dr. Gerhard Viehhauser, Salzburg.

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Triduum Sacrum


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Ostersonntag – Radikalität eines Neuen Bundes

Zwischen der Auferstehung Christi und der Offenbarung seiner Macht und Herrlichkeit läuft unsere Zeit, unser Weg. Wir gehen im Licht des Glaubens, oder auch: in der Dunkelheit des Glaubens.

Kein anderer Festtag des Jahres zeugt von derartiger Radikalität. ER, der allmächtige und ewige GOTT ist herabgestiegen zu den Menschen in JESUS CHRISTUS, der nun nach dem Willen des Vaters Sein Werk zum Höhepunkt bringt: Menschliche Hingabe eines Gottes, in vollendeter Liebe. Der Menschensohn opfert sich am Kreuz, und 3 Tage später ist Sein Tempel wieder aufgerichtet. Kurz zuvor hat JESUS beim letzten Abendmahl den Neuen Bund errichtet, ein weiteres Zeugnis ungekannter Radikalität. Von nun an wird sich Sein Opfer auf christlichen Altären weltweit, zu jeder Zeit und an jedem Ort, wiederholen. Mehr noch, Sein Liebesbündnis mit den Gläubigen vollzieht sich in höchster Demut: CHRISTUS vertraut sich in der Wandlung den Händen jedes einzelnen Priesters an, und verschenkt sich schließlich in kleinster Gestalt, der Hostie, an jeden, der zum Glauben an IHN gekommen ist. (Stefan Ehrhardt)

Dieser Glaube stützt sich auf das Zeugnis derer, die den Auferstandenen gesehen haben. Die Welt um uns aber und die Generation nach uns leben von dem Glauben, den wir bekennen und durch unser Leben bezeugen.

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>>> UPDATE <<<

Die Predigt des Papstes in der Osternacht:
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[ 1. GOTTES ÜBERRASCHUNG UND UNSERE OFFENHEIT ]

Im Evangelium dieser lichtvollen Osternacht begegnen wir als ersten den Frauen, die sich mit den wohlriechenden Salben zum Grab Jesu begeben, um seinen Leichnam zu salben (vgl. Lk 24,1-3). Sie gehen, um eine Geste des Mitleids, der Zuneigung, der Liebe auszuführen, eine traditionelle Geste gegenüber einem lieben Verstorbenen, wie auch wir sie zu tun pflegen. Sie waren Jesus gefolgt, hatten ihm zugehört, hatten sich von ihm in ihrer Würde verstanden gefühlt und hatten ihn bis zum Ende begleitet, bis auf den Kalvarienberg und bis zum Moment der Kreuzesabnahme. Wir können uns ihre Gefühle vorstellen, während sie zum Grab gehen: eine gewisse Traurigkeit, der Schmerz, weil Jesus sie verlassen hatte, tot war; seine Geschichte war zu Ende. Nun kehrte man zu dem vorigen Leben zurück. Doch in den Frauen blieb die Liebe wach, und die Liebe zu Jesus ist es, die sie gedrängt hatte, zum Grab zu gehen.

Doch an diesem Punkt geschieht etwas völlig Unerwartetes, Neues, das ihre Herzen erschüttert und ihre Pläne umstößt und das auch ihr Leben in andere Bahnen werfen wird: Sie sehen den Stein weggewälzt vom Grab, kommen näher und finden den Leichnam des Herrn nicht. Das ist etwas, das sie ratlos macht, Zweifel aufkommen lässt, sie mit Fragen erfüllt: „Was ist los?”, „Was soll das alles bedeuten?” (vgl. Lk 24,4). Geht es nicht auch uns so, wenn im täglichen Ablauf der Dinge etwas wirklich Neues geschieht? Wir halten inne, verstehen nicht, wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Das Neue macht uns häufig Angst, auch das Neue, was Gott uns bringt, das Neue, das Gott von uns verlangt. Wir sind wie die Apostel aus dem Evangelium: Oft ziehen wir es vor, unsere Sicherheiten beizubehalten, bei einem Grab stehenzubleiben im Gedanken an den Verstorbenen, der schließlich nur in der Erinnerung der Geschichte lebt wie die großen Persönlichkeiten der Vergangenheit. Wir haben Angst vor den Überraschungen Gottes; liebe Schwestern und Brüder, in unserem Leben haben wir Angst vor den Überraschungen Gottes! Er überrascht uns immer! So ist der Herr.

Brüder und Schwestern, verschließen wir uns nicht dem Neuen, das Gott in unser Leben bringen will! Sind wir oft müde, enttäuscht, traurig, spüren wir die Last unserer Sünden, meinen wir, es nicht zu schaffen? Verschließen wir uns nicht in uns selbst, verlieren wir nicht die Zuversicht, geben wir niemals auf: Es gibt keine Situation, die Gott nicht ändern kann, es gibt keine Sünde, die er nicht vergeben kann, wenn wir uns ihm öffnen.
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[ 2. JESUS ZULASSEN, AUF JESUS ZUGEHEN ]

2. Doch kehren wir zum Evangelium zurück, zu den Frauen, und gehen wir einen Schritt weiter. Sie finden das leere Grab, der Leichnam Jesu ist nicht da, etwas Neues ist geschehen, aber all das besagt noch nichts Klares – es löst Fragen aus, Ratlosigkeit, ohne eine Antwort zu bieten. Und siehe da, plötzlich zwei Männer in leuchtenden Gewändern, die sagen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden” (Lk 24,5-6). Was eine einfache Geste, eine Tat, sicher aus Liebe getan – das Gehen zum Grab – verwandelt sich jetzt in ein Ereignis, in ein Geschehnis, das wirklich das Leben verändert. Nichts bleibt wie zuvor, nicht nur im Leben jener Frauen, sondern auch in unserem Leben und in unserer Menschheitsgeschichte. Jesus ist nicht ein Toter, er ist auferstanden, er ist der Lebende! Er ist nicht einfach ins Leben zurückgekehrt, sondern er ist das Leben selbst, denn er ist der Sohn Gottes, des Lebendigen (vgl. Num 14,21-28; Dtn 5,26; Jos 3,10).

Jesus ist nicht mehr in der Vergangenheit, sondern er lebt in der Gegenwart und ist auf die Zukunft hin ausgerichtet, Jesus ist das ewige „Heute” Gottes. So zeigt sich die Neuheit Gottes vor den Augen der Frauen, der Jünger, vor unser aller Augen: der Sieg über die Sünde, über das Böse, über den Tod, über alles, was das Leben belastet und ihm ein weniger menschliches Aussehen verleiht. Und das ist eine Botschaft, die an mich, an dich, liebe Schwester, lieber Bruder, gerichtet ist. Wie oft brauchen wir es, dass die Liebe uns sagt: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Die Probleme, die Sorgen des Alltags können und leicht dazu bringen, uns in uns selbst, in der Traurigkeit, in der Bitterkeit zu verschließen… und darin liegt der Tod. Suchen wir nicht dort den Lebenden!

Lass also zu, dass der auferstandene Jesus in dein Leben eintritt, nimm ihn auf als Freund, mit Vertrauen: Er ist das Leben! Wenn du bis jetzt fern von ihm warst, tu einen kleinen Schritt: Er wird dich mit offenen Armen empfangen. Wenn du gleichgültig bist, akzeptiere das Risiko: Du wirst nicht enttäuscht sein. Wenn es dir schwierig erscheint, ihm zu folgen, hab’ keine Angst, vertrau’ dich ihm an, sei sicher, dass er dir nahe ist, er ist auf deiner Seite und wird dir den Frieden geben, den du suchst, und die Kraft, so zu leben, wie er will.
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[ 3. SICH-ERINNERN AN GOTT, HOFFNUNG SCHÖPFEN ]

3. Da ist noch ein letztes Element im Evangelium dieser lichtvollen Osternacht, das ich hervorheben möchte. Die Frauen begegnen der Neuheit Gottes: Jesus ist auferstanden, er ist der Lebende! Aber angesichts des leeren Grabes und der beiden Männer in leuchtenden Gewändern ist ihre erste Reaktion ein Erschrecken: Sie „blickten zu Boden” – bemerkt der heilige Lukas –, hatten nicht einmal den Mut aufzusehen. Als sie aber die Verkündigung von der Auferstehung hören, nehmen sie sie gläubig an. Und die beiden Männer in leuchtenden Gewändern führen ein grundlegendes Verb ein: erinnern.Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war …Da erinnerten sie sich an seine Worte” (Lk 24,6.8).

Dies ist die Einladung, sich an die Begegnung mit Jesus, an seine Worte, seine Taten, sein Leben zu erinnern; und gerade dieses liebevolle Sich-Erinnern an die Erfahrung mit dem Meister ist es, was die Frauen dazu bringt, jegliche Furcht zu überwinden und die Verkündigung von der Auferstehung zu den Aposteln und zu allen anderen zu bringen (vgl. Lk 24,9). Sich an das erinnern, was Gott für mich, für uns getan hat und tut, sich an den zurückgelegten Weg erinnern – das öffnet das Herz für die Hoffnung auf die Zukunft. Lernen wir, uns an das zu erinnern, was Gott in unserem Leben getan hat.

In dieser Nacht des Lichtes bitten wir auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, die alle Ereignisse in ihrem Herzen bewahrte (vgl. Lk 2,19.51), dass der Herr uns an seiner Auferstehung teilhaben lasse: Er öffne uns für die verwandelnde Neuheit, für die Überraschungen Gottes, die so schön sind; er mache uns zu Menschen, die fähig sind, sich an das zu erinnern, was er in ihrer persönlichen Geschichte und in der Welt gewirkt hat; er mache uns fähig, ihn zu spüren als den Lebenden, der mitten unter uns lebt und wirkt; er lehre uns, liebe Brüder und Schwestern, Tag für Tag, den Lebenden nicht bei den Toten zu suchen. Amen.

(Papst Franziskus, Ostervigil, 30. März 2013)

(Hervorhebungen und Überschriften vom Autor des Artikels)

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Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Halleluja.

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Auferstehung - Christus Resurrexit

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OSTERSONNTAG

Wahres Lamm,
Hingabe und Liebesstrahlen -
- Seinem Licht folge meine Seele!

Sein Weg,
Ankunft, Kreuz und Leben -
- in Seiner Gnade will ich den Glauben bekennen!

Seine Wahrheit,
Worte, Zeichen und Auferstehung -
- aus tiefem Herzen will ich Ihm danken!

Sein Leben,
ohne Anfang, ohne Ende -
- ewig darf ich und will ich für Ihn leben!

Wahres Licht,
das ist der Tag der Tage -
- mit erlöster Seele beginne ich neu!

 (Stefan Ehrhardt)

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Fasten im Jahr des Glaubens – warum es Sinn macht (1)

Fasten Brot Messer

Surfen am Strand Ribeira d’Ilhas, Familienurlaub auf der kroatischen Insel Hvar oder eine Studienreise durch Jordanien – wer hat nicht den Wunsch nach wunderbaren Reisen. Aber bevor es dazu kommt, gilt es Klarheit zu gewinnen, wohin die Reise gehen soll…

Fastenzeit ist eine ganz eigene Reisezeit. Aber selbst wenn wir an Santiago de Compostela, Medjugorje und andere Wallfahrtsorte denken, kommen wir unserem Thema noch nicht richtig nahe. Fasten meint zunächst eine geistliche Reise.

Wie also ist diese Reise anzulegen? An dieser Stelle ist es gut, nicht zu bescheiden zu sein. Solange wir Weihnachten nicht in eine andere Jahreszeit verlegen – was angesichts der konsumistischen Zerstörung dieses christlichen Festes durchaus überlegenswert scheint – brauchen wir nicht lange zu zögern: Das Auferstehungsfest ist unser Ziel.

Stopp, es gibt immer wieder – auch christliche – Zeitgenossen, die ganz ernsthaft einwenden: Fasten ist ein Event geworden, zum gesellschaftlichen Kult verkommen, der in einem sinnentleerten Wettbewerb endet: Wer fastet am besten, am meisten und am beeindruckendsten – deshalb mache ich dieses Spiel nicht mit!

Die Wahrnehmung dieser Wettbewerbsmentalität und dieses Gesellschaftssports ist sehr berechtigt, nicht aber die Konsequenz, das Fasten einfach sausen zu lassen. Einige Gründe, die entschieden für unser Fasten sprechen, werden im Folgenden angesprochen.

1. Apropos Maßlosigkeit: Schon die Kirchenväter empfehlen…

Mit Ehrgeiz und Wettbewerb hat Fasten nichts zu tun, schon der Heilige Hieronymus ermahnt uns: Weiterlesen →

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Ostern. Und was jetzt?

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Vielleicht ist nicht jeder von uns in der Auferstehungsfeier so berührt worden, wie es möglich und wünschenswert wäre. Selber darf ich sehr dankbar sein, dass Pfarrer Gerhard* auch dieses Jahr mit sehr viel Herz und Überzeugung gesprochen hat. Hier ein kleiner Versuch, “seine Botschaft” wiederzugeben.

Jesus war menschengleich, nicht ähnlich sondern gleich. Das “Wort ist Fleisch geworden”, so wie wir Menschen es in unseren kühnsten Träumen nicht voraussehen konnten. Jesus war tatsächlich – Schulter an Schulter, Geschöpf neben Geschöpf – mit uns unterwegs. So sagt der Apostel Paulus:

“Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht … er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.” (Phil 2,5-8)

Doch es muss umgekehrt mit derselben Kraft und Bestimmtheit gesagt werden: Jesus war Gott nicht ähnlich, sondern gottgleich; Er ist Gott!

 Deshalb sagt der Apostel Paulus: “Er war Gott gleich” (Phil 2,6), so wie wir auch im großen Glaubensbekenntnis sprechen:

“Jesus Christus, Gottes eingeborener Sohn aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.”

Wenn es also wahr ist, diesen Jesus Christus in einer Person “gottgleich und menschengleich” zu nennen, dann hat Gott uns mit dem Leben seines Sohnes auf eine Weise beschenkt, wie kein anderer es jemals getan hat.

Bei Paulus heisst es:

“Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt “Jesus Christus ist der Herr” – zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil 2,9-11)

So eine Religion kann man nicht erfinden, eine Religion, die eine schändliche Kreuzigung und eine unglaubliche Auferstehung zu einem einzigartigen Ganzen verbindet:

Die Erlösung des Menschen von Sünde und Tod.

“…der Mensch, der berührt wurde vom Geheimnis der Menschwerdung, indem der Sohn Gottes, »der Unsichtbare, sichtbar wurde, der Unbegreifbare begreifbar, der Leidensunfähige leidensfähig, das Wort Mensch. So faßte er in sich das All zusammen, damit er, wie das Wort in den überhimmlischen und geistigen Dingen Herrscher ist, ebenso in den sichtbaren und körperlichen Dingen herrsche, indem er auf sich die Herrschaft nahm und sich zum Haupte der Kirche einsetzte, und damit er alles an sich ziehe zu der passenden Zeit.” (Hl. Irenäus, Kirchenvater)

Vor dieser Wahrheit, die wir im Glauben annehmen, können wir nur in die Knie sinken: Unser Gott verbindet uns mit seinen Gliedern zu dem einen mystischen Leib, der am Ende der Zeiten erstehen wird, als Ziel der Schöpfung.

Ostern – und was jetzt?

Wenn wir diese Botschaft aufgenommen und verinnerlicht haben, kann uns nichts mehr aufhalten:  Der Christ hat nur eine Zukunft: Auferstehung…! Die Freude muss raus…! Nichts darf uns zurückhalten…! Mit allen anderen gehen wir auf das Ziel des einen Leibes zu – unser Gott wird es an Gnade nicht fehlen lassen…!

So dürfen wir mehr und mehr dafür dankbar sein, an diesen Jesus glauben zu dürfen, Ihn als Freund zu gewinnen, Ihn (sowie uns selbst und unseren Nächsten) lieben zu dürfen.

Danke, Jesus!

*Pfarrer Dr. Gerhard Viehhauser, St. Blasius, Salzburg (aus der Karfreitagspredigt 2012)
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