Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

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Radio Maria als Hoffnungträger – Beten um den Geist der Stärke

Wenn Christen etwas nicht zeigen sollten, dann ist es der Geist der Verzagtheit. Ausgehend vom 2. Brief an Timotheus spannte der Referent DDDr. Peter Egger* beim Einkehrtag von Radio Maria im Stift Heiligenkreuz einen weiten und spannenden Bogen: Vom weltlichen (natürlichen) Bereich zu den geistlichen (übernatürlichen) Dimensionen von Besonnenheit, Stärke und Liebe.

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2.Tim 1,7).

Vier Punkte aus den Vorträgen möchte ich herausgreifen, die hier auf der Radio Maria Webseite in Stichworten und als Podcast abrufbar sind.

1.    Verzagtheit

Heute erleben wir vielfach den Geist der Verzagtheit – also genau das, was wir (Christen) nicht wollen. Wir lassen uns von äußeren Einflüssen der Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zurückdrängen, aber auch in den ganz persönlichen Bereichen.

Arbeite ich zu viel? Erfahre ich starke psychische Belastungen? Wieweit beherrschen mich meine Gefühle? Trage ich persönliche Probleme mit mir herum? Bin ich gereizt, unfreundlich, gar lieblos?

Auch Heilige haben gestritten, beruhigt uns Dr. Peter Egger.

Was wir brauchen ist nicht so sehr der Intelligenzquotient, sondern vielmehr der HQ, der Herzquotient…!

Bewusst sein muss uns, dass der Radius unseres christlichen Wirkens mit dem Grad an Wachstum unserer Heiligkeit zusammenhängt.

Mit anderen Worten: Ohne inneres und nachhaltiges Wachstum fehlt es vielleicht nicht an Bemühung, aber an Wirkung und Frucht.

Wodurch aber wird dieses Wachstum verhindert? Es sind insbesondere diese Faktoren:
-Lauheit im Glauben
-Feindschaft in meiner Umgebung
-Probleme in der Kirche
-dämonische Versuchungen

Dabei ist die Erkenntnis wesentlich, dass geistige Versuchungen einen geistigen Ursprung haben.

So ist es klüger, nicht so sehr den Menschen die Schuld zu geben, sondern Frieden mit ihnen zu schließen, und den verantwortlichen Satan mit den geistigen Mittel zu bekämpfen, die uns der Geist der Besonnenheit, Kraft und Liebe verleiht.

2.    Der Geist der Stärke

Vergessen wir nie die Würde, die wir als Christen geschenkt bekommen haben! Unsere Selbstachtung, die Würde der Freiheit, die Würde der Gotteskindschaft, schließlich die Würde der Erlösung.

Wir sollten uns jeden Augenblick fragen: Was kann der Heilige Geist für uns tun? Was ist eigentlich im „Sonderangebot“ des Heiligen Geistes? – Es sind die 7 Gaben, die von uns Christen viel zu wenig angerufen werden:
Gabe der Weisheit
Gabe des Verstandes, der Einsicht
Gabe des Rates
Gabe der Stärke
Gabe der Erkenntnis (heilige Wissenschaft)
Gabe der Frömmigkeit
Gabe der Gottesfurcht

Über die Anrufung des Heiligen Geistes hinaus sind wir aufgerufen, unsere christlichen Schätze viel bewusster zu leben:

Eucharistie: Diesen kostbare Geschenk gilt es mit Liebe und Nachhaltigkeit aufzunehmen – Herr, nicht mehr ich bin, Du sei in mir! Beichte: Das Tote in uns, also die Sünde, sollen wir regelmäßig dem Herrn übergeben – damit wir wieder frei werden für die Liebe! Beten: Die Kraft des Gebetes ist gar nicht hoch genug einzuschätzen – insbesondere sollten wir Christen uns vermehrt an die Engel und Erzengel wenden, denn diese litten dank unserer geringen Nachfrage an „Unterbeschäftigung“! Priester: In der Regel verlangen wir unseren Priestern zu wenig ab – lassen wir uns zumindest segnen! Sakramentalien: Nehmen wir sie bewusst an, das Weihwasser, die wundertätige Medaille, geweihte Kerzen.
In all unseren Bemühungen sollen wir daran denken:

Wer das Licht heller sieht, sieht auch die Dunkelheit schärfer – suchen wir also den Geist der Stärke!

3.    Geist der Liebe

Was uns von der Liebe abhält, sind die Untugenden Selbstsucht und Nichtvergebenkönnen. Wir brauchen daher:

Liebe als Haltung! Das Gute gilt es herauszusuchen, und die Schwächen zu übersehen.

Dabei sind wir einer großen Zahl von Gefährdungen ausgesetzt, insbesondere schlechte Dinge zu sagen, Geheimnisse auszuplaudern, Missverständnisse zu transportieren.

Wie sehr sprechen wir das Gebet um Liebe? Bitten wir um die Glut und das Feuer der Liebe! Flehen wir um geistliche Liebe!
Wie sehr versuchen wir, mit den Augen Gottes zu sehen? Wie entwickelt ist unser Blick für das Gute, für das Elend, und für notwendige Hilfe?
Wie sehr beten wir um die Kraft der Vergebung? Flehen wir um die Heilung anderer Menschen, und schließlich um unsere eigene innere Heilung!

4.    Zeit der Bewährung

Wie eingangs zitiert, leben wir in einer Zeit der Verzagtheit, oder positiv ausgedrückt, in einer Zeit der Bewährung!
Die christliche Wahrheit zu verkünden, ist eine Grundaufgabe von Radio Maria! Für viele Menschen ist RM ein geistlicher Rückhalt. So sollen wir den Glauben verkünden, von der Moral erzählen, und die Wahrheit benennen!

Als Hoffnungsträger können und sollen wir Licht schaffen. Wir sollen Hoffnung verbreiten. Und von der Liebe sprechen. Dazu ist Radio Maria die Stimme!

So wird Radio Maria noch mehr das Radio, bei dem die Frequenz stimmt!

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*Kurzbiographie zu Peter Egger:

Peter Egger (*1948 Bozen, Südtirol) ist dreifacher Doktor, verheiratet und Vater einer Tochter.
Er studierte nach dem Besuch des Jesuitenkollegs “Stella Matutina” in Feldkirch (Vorarlberg) Philosophie, Geschichte, Theologie und Relgionspädagogik in Padua, Innsbruck, Salzburg und London. Danach war er in der Familienseelsorge in Wien tätig und anschließend als Religionslehrer in Innsbruck, Salzburg, Tamsweg und Padua. Er unterrichtet seit 1999 als Oberschullehrer Religion, Philosophie und Geschichte am bischöflichen Gymnasium “Vinzentinum” in Brixen. Egger hält auch Vorlesungen an der Volkshochschule in Bozen. Er gestaltet Sendungen bei Radio Horeb (besonders über die Hauskirche und Philosophie), Radio Maria Österreich und K-TV.

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