Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria

artikel Martha und Maria - Vermeer


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Hl. Martha von Bethanien – Du bist der Sohn Gottes

Es ist sehr berührend, welche Worte Jesus zu den Heiligen Frauen
des Evangelium spricht, oder von ihnen erwidert bekommt.

So ist es die Heilige Martha, die – neben dem Bekenntnis des Petrus in Mt 16,16 – das einzig klare Messiasbekenntnis des Neuen Testaments leistet. Wir ehren diese bedeutende Jüngerin Jesu mit dem jährlichen Gedenktag am 29. Juli. Dem Datum nach ist sie die letzte Heilige in unserer kleinen Serie „Heilige Frauen im Monat Juli“.

Wie kommt es zu dem berühmten Bekenntnis der Martha von Bethanien? Es ist die Antwort auf das wunderbare Zeugnis des Jesus von Nazareth: „Ich bin die Auferstehung und das Leben …“, und Jesus fragt sie: “Glaubst du das?” (Joh 11, 25-26). Darauf antwortet Marta mit ihrem Bekenntnis zu Jesus als dem Messias und Gottessohn (Joh 11, 27).

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Nach dem Johannesevangelium war Martha die Schwester des Lazarus und der Maria von Bethanien, geboren um etwa 1 nach Christus in Bethanien, heute al-Eizariya in Palästina. Jesus war ein gern gesehener Gast im Haus der beiden Schwestern (vgl. Joh 11, 5). Martha scheint die Ältere gewesen zu sein; jedenfalls war sie es, die sich energisch um alles kümmerte (Lk 10, 40).

Martha gehörte zum engeren Freundeskreis Jesu; nur von diesen dreien wird – abgesehen von Johannes – berichtet, dass Jesus sie lieb hatte (Joh 11, 5). Martha bewirtete Jesus (Luk 10, 38 – 42), als er bei ihr und ihrer Schwester zu Gast war. Nach dem Johannesevangelium (12, 1 – 3) bewirtete sie Jesus auch, als er von der unbekannten Frau gesalbt wurde. Schließlich war es Martha, die nach dem Tod ihres Bruders die Initiative ergriff, Jesus um Hilfe zu bitten (Joh 11, 20).

Die Legende lässt Martha später mit ihren Geschwistern und weiteren jüdischen Begleitern in ein segel- und steuerloses Boot auf dem Meer ausgesetzt werden und durch ein Wunder in Marseille landen. Hier habe sie ein Kloster errichtet und mit gleichgesinnten Frauen mehr als 30 Jahre gelebt.

Eine provençalische Legende erzählt, dass Martha in der Nähe des später so genannten Tarascon im Rhônetal den Menschen fressenden Drachen Tarasque mit Kreuzzeichen und Weihwasser – oder Weihrauch – bändigte und an ihrem Gürtel nach Arles führte, um ihn dort seinem eigentlichen Bestimmungsort, dem breiten Fluß der Rhône, zu übereignen. Eine andere Fassung sagt, dass die Leute in Tarascon den Drachen töten wollten, weil sie Angst vor ihm hatten, Martha ihn aber in einer Höhle versteckte und so auch sein Leben rettete.

Diese Legenden entstanden, nachdem 1187 in Tarascon ein Leichnam entdeckt wurde, den man mit dem Marias identifizierte. Die voll ausgebildete Version enthält die im 12. Jahrhundert von einem Zisterziensermönch verfasste Vita SS. Mariae Magdalenae, Marthae et Lazari.

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In ihrem Beitrag über Martha von Bethanien beschreibt Braut des Lammes die Heilige in wenigen Absätzen so treffend:

Die heilige Martha dient Christus selbst und erkennt ihn als den Messias. Sie dient dem Herrn, in dem sie für ihn sorgt, ganz schlichte und alltägliche Dinge tut. Nicht deswegen wird sie von ihm getadelt. Sr. Mary Francis Aschmann PCC schreibt: Als Martha diente, tadelte unser lieber Herr sie nicht. Sie erwies ihm in der ihr bestimmten Berufung einen sehr vollkommenen Dienst. Erst als aie ein anklagendes Auge auf Maria warf, tadelte er sie.

Die heilige Martha lehrt uns, dass die einfachsten Dinge schön, würdig und ehrenvoll sein können, wenn man sie für den Herrn tut, und inspirierte so bedeutende Heilige und Kirchenlehrerinnen – sowohl die große als auch die kleine heilige Therese waren der festen Ansicht, man könne Gott ebenso in den Alltäglichkeiten des Haushalts begegnen wie in der mystischen Versenkung. In der Tat besteht der Tag einer Karmelitin und einer Klarissin – der Karmel und die Klarissen sind die beiden größten beschaulichen Orden – zu einem guten Teil aus solch einfachen Arbeiten.

Auch wenn der Herr in der Perikope vom „besseren Teil“ dieses Maria zuschreibt, so heißt es doch im Johannesevangelium: Jesus liebte Martha, ihre Schwester Maria und Lazarus. Sicherlich war er oft bei ihnen zu Gast. Nach dem Tod des Lazarus wendet sich Martha voll Vertrauen an Christus: “Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.” Auf Jesu schier ungeheuerliche Aussage: “Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt” bekennt sie ihn als den Messias: “Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll” (Joh, 11, 5, 21-22, 27).

Allmächtiger, ewiger Gott,
die heilige Martha durfte deinen Sohn
in ihr Haus aufnehmen und bewirten.
Auf ihre Fürsprache hin mache uns bereit,
in unseren Mitmenschen Christus zu dienen,
damit wir einst bei dir Aufnahme finden.
Amen.

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Bei meinen Recherchen zu „Martha von Bethanien“ bin ich auf eine Novene zu Ehren der Heiligen gestoßen. Der Autor /die Autorin dieser Seite haben es sich zur Aufgabe gemacht, das folgende Gebet zu verbreiten – da helfe ich gerne mit.

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Die neun Dienstage zu Ehren der hl. Martha

O heilige Martha, Du Wunderbare,
ich nehme Zuflucht zu Deiner Hilfe,
mich ganz auf Dich verlassend,
dass Du mir in meinen Nöten helfen
und in meinen Prüfungen beistehen wirst.
Zum Dank verspreche ich Dir,
dieses Gebet überall zu verbreiten.
Bei der großen Freude, welche Dein Herz erfüllte,
als Du in Deinem Heim in Bethanien den Heiland der Welt beherbergtest,
flehe ich Dich an, bitte für mich und meine Familie,
dass wir unseren Gott in unseren Herzen bewahren,
und also das Heilmittel für unsere Bedürftigkeit zu erlangen verdienen,
vor allem bei dieser Sorge, welche mich gegenwärtig bedrückt …
Ich flehe Dich an, Du Helferin in aller Not,
besiege die Schwierigkeiten, so wie Du den Drachen besiegt hast,
bis er zu Deinen Füßen lag!

Vater Unser …
Gegrüßest seist Du Maria …
Ehre sei dem Vater …

Und dreimal: Heilige Martha, Bitte für uns! Amen

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Welttag der Kranken – Handeln wie die Menschen zur Zeit Jesu

Heute, Samstag, 11. Februar, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes,
wird der Welttag der Kranken begangen.
Auch wir wollen so handeln wie die Menschen zur Zeit Jesu:

Im Geiste wollen wir alle Kranken vor Ihn bringen, im Vertrauen darauf,
daß Er sie heilen will und kann.

Und wir bitten um die Fürsprache der Gottesmutter,
besonders für die Situationen tiefsten Leids und größter Verlassenheit.

Maria, Heil der Kranken, bitte für uns!

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Mit der Kälte kommt der Tod – mehr als 500 Opfer

Europaweit wurden mittlerweile mehr als 500 Kältetote gezählt. In den isolierten Dörfern von Serbien, Kroatien, Bosnien, Mazedonien und Montenegro waren immer noch mehr als 70.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. In der bosnischen Stadt Mostar waren rund 15.000 Haushalte am dritten Tag in Folge ohne Strom.

In Serbien wurden wegen der extremen Kälte Stromrationierungen eingeführt. Betroffen sind große Unternehmen, die keine strategische Bedeutung haben. Damit wollen die Behörden verhindern, dass die Versorgung überhaupt zusammenbricht. Die Gasvorräte reichen noch für 20 Tage. In Novi Sad in der Vojvodina und in Negotin an der Grenze zu Rumänien wurden am Donnerstag in der Früh minus 27 Grad registriert, die bisher tiefsten Temperaturen in diesem Winter.

Fährbetrieb eingestellt

In Bulgarien, wo es seit Tagen Verkehrsbehinderungen auf Straße, Schiene und auf der Donau gibt, wurde in Vidin der Fährbetrieb nach Rumänien eingestellt. Die Donaustadt war mit 28,6 Grad unter null am Donnerstag der kälteste Ort des Landes. Dutzende Kleinstädte und Dörfer in Bulgarien mussten ohne Strom auskommen – vielerorts waren die Leitungen beschädigt. Wegen stürmischer Winde wurde der Schwarzmeerhafen Varna geschlossen. An den Schulen gab es landesweit Kälteferien.

Die ohnehin erheblich beeinträchtigte Donauschifffahrt wurde in Serbien auf der gesamten Flusslänge gestoppt. Serbiens Innenminister Ivica Dacic konnte der Kälte jedoch auch Positives abgewinnen. Wegen ihr sei die Zahl der Verbrechen im Land deutlich zurückgegangen, sagte er der Nachrichtenagentur Tanjug…

Eisstürme vorausgesagt

Italien bereitete sich am Donnerstag auf eine weitere Kältewelle vor. Bereits für den Abend sagten die Meteorologen Eisstürme im Norden des Landes voraus. In Rom dürfte spätestens am Samstag Neuschnee fallen. Viele Einwohner reagierten mit Hamsterkäufen, das Rathaus ließ 4.000 Schneeschaufeln verteilen.

Selbst Nordafrika wird von der Kältewelle zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Allein in Algerien starben binnen einer Woche 44 Menschen bei Unfällen oder weil sie mit behelfsmäßigen Methoden zu Hause für Wärme sorgen wollten und erstickten. (APA)

Notschlafstellen in Wien

Auf den ersten Blick erinnert der Ort an ein großes Ferienlager: Ein 150 Quadratmeter großer Raum, in dem eine heruntergekommene Küche in Weiß und ein Fernseher stehen. Am Boden liegen Isomatten, Schlafsäcke und Wolldecken, unter denen sich vereinzelt schon Gestalten verbergen. Nur die Gesichter der Menschen passen nicht zum Ferienidyll: Müde Augen, tiefe Furchen in den Wangen, alles Männer, ungefähr zwischen 30 und 60 Jahre alt, die in abgetragener Kleidung und mit gebeugten Schultern zum Großteil um einen der sieben Tische im Raum sitzen.

Die Caritas Wien hat in der Lacknergasse 98 ein zusätzliches Notschlafquartier für Obdachlose aufgemacht. Denn seit Anfang Februar die Kältewelle Wien erreicht hat, sind die bereits bestehenden Nachtquartierplätze ständig überfüllt. Von 400 auf 560 Plätze hat die Stadt Wien deswegen aufstocken lassen. Erst gestern, Dienstag, kamen weitere 80 Plätze durch den Samariterbund hinzu.

Auch das Winternotquartier Lacknergasse – ein Ableger der zweiten Gruft in Wien – wurde in einer Spontanaktion innerhalb von vier Tagen aufgemacht und bietet jetzt 45 Menschen Essen, Duschen und einen warmen Platz zum Schlafen. „Die meisten Menschen, die herkommen, sind EU-Bürger, die keinen Anspruch auf das soziale Netz in Österreich haben. Sie sind einfach nicht inbegriffen“, sagt Bettina Schörgenhofer, Leiterin des Bereichs „Hilfe in Not“ der Caritas Wien. Die 37-Jährige koordiniert die gesamten Hilfsaktionen, die in den vergangenen Tagen angelaufen sind. Und das sind viele:

„Ich erlebe eine im Winter noch nie da gewesene Solidaritätswelle“, sagt Schörgenhofer. Fast im Minutentakt seien die Menschen vorbeigekommen und hätten Winterjacken, Socken, Unterhosen, Schlafsäcke oder Essen vorbeigebracht. So viel, dass sie mittlerweile um einen kurzfristigen Spendenstopp bittet. „Wir arbeiten im Hintergrund auf Hochtouren, um alles zu sortieren“, sagt sie, „dann wird alles an die Einrichtungen verteilt. Und wir habe wieder Platz für Spenden.“

Hilfe durch Facebook

Möglich haben das große Engagement der Bevölkerung nicht zuletzt soziale Netzwerke wie Facebook gemacht. Auf den Aufruf einer Facebook-Gruppe, die Bahnhöfe für Obdachlose zu öffnen, haben die ÖBB reagiert und elf Räume in ganz Österreich für Notunterkünfte zur Verfügung gestellt. Sie werden bei Bedarf geöffnet. Andere wiederum organisieren private Spendenaktionen.

Und die Caritas Wien hat über Facebook viele ihre freiwilligen Helfer gefunden, die für das Aufrechterhalten der Notquartiere notwendig sind. „Die Hilfe, die wir so bekommen, ist enorm“, sagt Schörgenhofer. Als am Freitag der Geschirrspüler in der Gruft kaputtging, habe man durch Facebook einen Techniker organisieren können. „Die Serviceline hätte uns den Mann erst am Montag geschickt.“

Vorwiegend Bulgaren, Rumänen, Slowaken oder Ungarn tummeln sich in den Räumen. Menschen, die legal nach Österreich gekommen sind, um Arbeit zu finden, und schließlich auf der Straße gelandet sind. „Im Moment ist es schwierig, Arbeit zu finden. Wegen der Kälte“, sagt der 38-jährige Slowake Rudolf in gebrochenem Deutsch. Er sitzt gemeinsam mit seinem Freund, dem 43-jährigen Zoltan aus Ungarn, an einem Tisch in der Ecke und trinkt Tee – mit so viel Zucker, als wolle er mit dem Getränk die Bitterkeit der Situation verscheuchen. „In Österreich gibt es immer etwas zu essen und zu schlafen. In Ungarn gibt es gar nichts“, sagt er.

Keine Entspannung in Sicht

Beschweren über die karge Unterkunft will sich daher niemand. Auch wenn der Raum voller Männer, die zum Teil alkoholisiert sind, gut gefüllt ist. „Die Lage ist angespannt, aber unter Kontrolle“, sagt Schörgenhofer in Hinblick auf die überfüllten Notlager in ganz Wien. Ob weitere Quartiere notwendig sein werden, wagt sie nicht zu sagen:

„Immerhin gibt es noch immer Menschen, die auf der Straße leben.“ Platz sei jedenfalls genug da. „Im Notfall rutschen die Leute ja auch zusammen.“ Mit den Schneefällen wird sich die Lage jedenfalls auch in den kommenden zwei Tagen nicht entspannen. Was das Notquartier in der Lacknergasse betrifft, muss es das aber auch nicht. Es ist bis April geöffnet.

Schließen wir die Opfer in unsere Gebete mit ein!
Für diese besondere Notfälle darf Judas Thaddäus angerufen werden!

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Alzheimer Alzpoetry artikel2


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Schöne Worte für die Alten – Alzpoetry kann mehr!


Gedichte sind nicht nur die hohe Kunst der Literatur, Sprache in ihrer verdichtetsten Form – Gedichte können auch Therapie sein. Sie können Menschen helfen, die den Bezug zur Realität verloren haben. Worte, Verse, die sie noch aus der Kindheit kennen, öffnen plötzlich den Weg ins Hier und Jetzt.

Bei Alzheimer- und Demenzkranken wird in den USA schon seit Jahren Poesie eingesetzt – die sogenannte “Alzpoetry“. In Deutschland gibt es das nun auch – “Weckworte” nennt sich das Projekt, bei dem junge Menschen die Kranken besuchen.

Mit Poetry Slams tritt Lars Ruppel regelmäßig in Clubs und Literaturhäusern auf. Mit dem Projekt “Alzpoetry” besucht er Altenheime und hilft Demenzkranken sich zu erinnern. Lars Ruppel ist einer der wenigen hauptberuflichen Poetry Slammer. 2009 machte er einen Workshop zu “Alzpoetry” und fand seine Berufung.

“Das hat mich gefesselt und so in seiner Wirkung überzeugt, dass ich dabei geblieben bin und das zu meinem Beruf gemacht habe.”

150 Workshops leitet der 26-Jährige jährlich, schult Schüler und Pflegepersonal – mit durchdringendem Erfolg.

Positive Gedichte, die jeder kennt

Lars Ruppel hat “Weckworte” zu seinem Beruf gemacht. Jede Session beginnt mit einem Handschlag: Die Schüler stellen sich persönlich und direkt vor. Das hilft ihnen ihre Scheu abzubauen. Mit den Dementen überhaupt in Kontakt zu treten, ist ein erster Brückenschlag.

“Wir versuchen für demente Menschen Erinnerungsprozesse in Gang zu setzen, ihnen eine gute Zeit zu bieten, Texte mitzusprechen, bei der Entstehung von Gedichten dabei zu sein und sie so von den Demenz-typischen Symptomen aufzuwecken”

Damit das überhaupt gelingen kann, gibt es feste Regeln: Alle vorgetragenen Gedichte müssen positiv sein, zur Jahreszeit passen und bekannt sein – sei es Sinnspruch, Gebet oder Klassiker.

Während einer Session spricht Lars Ruppel die Dementen auch direkt an und fragt sie: “Was ist das Schönste in Ihrem Leben?” Und plötzlich haben die Senioren ganz klare Momente.

“Für mich zeigt das immer wieder, wie mächtig diese Sprache, die wir haben, wirklich ist und was wir damit erreichen können – dass wir Menschen damit beschenken können”.

Die Schüler sind übrigens alle freiwillig dabei. Häufig begleiten sie die Senioren noch auf ihre Zimmer. “Weckworte” sind für sie sowie für die Dementen eine ganz besondere Erfahrung.

“Kampf gegen das Vergessen”
3SAT Dienstag, 7.02.2012, um 18.30 Uhr

Danke, Gott, für die vielen Menschen, die ihre Kreativität in den Dienst an Menschen stellen!

artikel Impuls des Bischofs


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“Heiligkeit ist mehr”: Kardinal Schönborn bei der Seligsprechung Hildegard Burjans

An diesem Nachmittag wurde die Sozialpolitikerin und Caritas Socialis Gründerin, Hildegard Burjan, die 1883 in Görlitz geboren wurde und 1933 in Wien starb, feierlich in das Buch der Seligen eingeschrieben. Für den Wiener Stephansdom, Schauplatz des feierlichen Aktes, ist es die erste Seligsprechung überhaupt in seiner Geschichte. Die Worte von Christoph Kardinal Schönborn können als Impuls zum Thema Heiligkeit verstanden werden. Die Predigt in Stichworten:

“Heiligkeit ist mehr.

Es gibt viele bewundernswerte Menschen und Christen, für die wir sehr dankbar sein dürfen.

Aber was ist dieses Mehr, das Selige und Heilige ausmacht? Was ist der Stoff, aus dem Heilige bestehen?

Da ist eine Quelle, eine Dynamik, eine Kraft – ein nicht versiegender Impuls, der wunderbares bewirkt. Gott wird durch diese Menschen wahrhaft sichtbar.

Es gibt ein Ereignis, das für die geborene Jüdin Hildegard prägend wird. Es ist der 2. Oktober 1908. Hildegard musste sich schwer erkrankt in das katholische St. Hedwigs Spital in Berlin begeben. Am Karsamstag ist sie dem Tod nahe, von den Ärzten aufgegeben.

Doch am Ostersonntag ist die 25-jährige auf dem Weg der Heilung. Hildegard wird die pflegenden Schwestern in ihrer Aufopferung nie vergessen. Sie erfährt und erkennt die Wirkung der Gnade.

Später, nachdem Gott sie weitere 25 Jahre auf den Armen durch das Leben getragen hat, wird Hildegard sagen:

Mein Sterben ist ein einziges Deo Gratia!

Hildegard hatte nicht nur Kraft für ihre Familie, Ehe, Kind, sondern auch für ihr besonderes christliches Werk: Die Gründung und Führung der Gemeinschaft Caritas Socialis.

Ich habe nie etwas anderes gemacht, als den Willen Gottes zu suchen.

Als persönliches Leitwort wählt Hildegard einen Vers von Paulus:

Die Liebe Christi drängt uns (2.Kor 5,14).

Ohne viele Worte hat sie die Predigt der Tat gelebt, in der Liebe zu den Menschen.

In die Schule Jesu gehen, diese Botschaft können wir von der seligen Hildegard – auch für die Erneuerung der Kirche Österreichs – aufnehmen:

Es wäre doch so einfach, sich einmal von Jesus an der Hand nehmen zu lassen, und sehen, wohin es führt!

Die neue Selige ist - ohne viele Worte – eine große Frau der sozialen Tat!”

Auch Papst Benedikt dachte am Sonntag Mittag beim Angelusgebet in Rom an die neue Selige:

„Ganz herzlich grüße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache und verbinde mich in besonderer Weise mit allen Gläubigen, die heute nachmittag im Wiener Stephansdom an der Seligsprechung von Hildegard Burjan teilnehmen. Sie sagte: „Ich weiß sicher, daß es nur ein wahres Glück gibt, und das ist die Liebe Gottes! Alles andere kann erfreuen, aber Wert hat es nur, wenn es aus dieser Liebe stammt, in ihr begründet ist.“ Aus dieser Liebe hat sie gelebt. Und als Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis hat sie Frauen um sich geschart, die bis heute Quelle dieser Liebe sein wollen, um den notleidenden Menschen Trost und Hilfe zukommen zu lassen. Nach dem Beispiel von Hildegard Burjan laßt auch uns Boten der helfenden Liebe Gottes sein. Gott segne euch alle!”

Selige Hildegard Burjan, bitte für uns!

Quelle: Eigene Aufzeichnungen

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“Hildegard Burjan ist Vorbild für Christen im 21. Jahrhundert” (Caritas Socialis)

Die Sozialpionierin, Politikerin und CS-Ordensgründerin Hildegard Burjan (1883-1933) wird am Sonntag, 29. Jänner, im Stephansdom selig gesprochen. Die neue Selige zeigte soziale Probleme auf, die bis heute nicht gelöst sind.

Eine Frau und eine Christin, die sich aus tiefem Glauben heraus in Politik und Gesellschaft eingebracht habe. So charakterisierten Ingeborg Schödl, Vizepostulatorin im Seligsprechungsprozess, sowie die Generalleiterin der Caritas Socialis (CS) Judith Tappeiner und Kardinal Christoph Schönborn die neue Selige bei einem Pressegespräch am Montag, 23. Jänner 2012.

Die Gemeinschaft Caritas Socialis wurde am 4. Oktober 1919 von Hildegard Burjan mit Unterstützung von Prälat Ignaz Seipel in Wien gegründet und ging aus dem 1918 errichteten Verein „Soziale Hilfe“ hervor. Die Gemeinschaft wurde am 10. Juni 1936 kanonisch errichtet und erhielt am 2. Februar 1960 die päpstliche Anerkennung.

Nach der Gründung standen die Altenbetreuung, der Mädchenschutz, der Wiederaufbau der Bahnhofsmission und die Fürsorge für Gefährdete im Vordergrund. Beim „St.-Elisabeth-Tisch“ erhielten Menschen warmes Essen, der „Krankentisch“ brachte das Essen für Kranke und Alleinstehende ins Haus. Die Schwerpunkte lagen bei der Familien- und Altenhilfe, Hospizarbeit, Jugendarbeit, Lebens- und Sozialberatung, dem Schutz für das ungeborene Leben und in der Unterstützung von Alleinerzieherinnen. Die Caritas Socialis leitete bis 1998 eine Lehranstalt für Sozialberufe in Wien.

Etwa 105 Schwestern gehören der Gemeinschaft an, Niederlassungen gibt es in Wien, Niederösterreich, Tirol, Kärnten, Deutschland, Italien und Brasilien. Am 21. Juni 1998 besuchte Papst Johannes Paul II. das Hospiz Rennweg der CS (3. Wiener Gemeindebezirk) und hielt eine Ansprache an alle, die in der Welt der Krankheit und des Leidens leben und arbeiten (Text der Ansprache).

Einsatz für ein menschenwürdiges Leben

Als eine “Selige für heute”, die mit Spannungen lebte, beschreibt Schwester Judith Tappeiner CS die Gründerin ihrer Ordensgemeinschaft. Zwischen Politik und Kirche, zwischen Familie und Ordensgründung, zwischen einem gutbürgerlichen Haushalt und ihrem Engagement für die Ärmsten der Gesellschaft lebte sie ihren Glauben. Burjans Engagement wirkt fort in den Einrichtungen der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, die sich für “die Würde des Menschen am Beginn und am Ende des Lebens” einsetzt.

Die CS-Pflege- und Sozialzentren, das CS-Hospiz Rennweg, die Demenzwohngemeinschaften sowie stationäre und mobile Betreuung bieten Hilfe für alte und chronisch kranke Menschen. Außerdem führt die CS Kindergärten und Horte, ein Mutter-Kind-Wohnheim und eine Beratungsstelle. Nach den blinden Flecken der heutigen Gesellschaft befragt, wies die CS-Generalleiterin auf den Menschenhandel hin, gegen den sich die CS gemeinsam mit anderen Frauenorden in Österreich einsetze.

“Sie zeigt, wie Christsein heute aussieht”

Das tatkräftige Wirken Burjans hob auch Kardinal Christoph Schönborn hervor und verwies auf ein Wort des heiligen Franziskus, der in der Spiritualität der neuen Seligen eine wichtige Rolle gespielt hat: “Verkündet allen das Evangelium, wenn notwendig auch mit Worten.”

Durch die Seligsprechung werde Brujan zu einer “qualifizierten Fürsprecherin”. Von ihr könne man sagen, “das meinen wir, wenn wir Christsein sagen, sie zeigt, wie Christsein heute aussieht”.

Bedeutung für die Erzdiözese Wien

Im Blick auf den Strukturreformprozess in der Erzdiözese Wien und dessen Kernanliegen der Jüngerschaftsschulung sei an der neuen Seligen ablesbar, was Christsein heute bedeute. Die Kirche sei in verschiedenen Bereichen einerseits mit Schrumpfungen andererseits mit Wachstum konfrontiert. Zu letzterem gehöre der karitative Bereich, zu dem auch die Caritas Socialis zähle. “Hildegard Burjan ist eine Christin für unsere Zeit. Es fügt sich gut, dass uns gerade jetzt so eine Person vor Augen gestellt wird, die uns zeigt: So sieht Christsein aus.”

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Hildegard Burjan Website

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Buchtipp:

Hildegard Burjan-Biographie im Wiener Dom-Verlag

Die “Frau zwischen Politik und Kirche” beschreibt die katholische Publizistin Ingeborg Schödl in ihrer Burjan-Biographie, die im Wiener Dom-Verlag erschienen ist. Darin gibt die Autorin Einblicke in das Wien des beginnenden 19. Jahrhunderts, das von Armut, Hunger und – besonders für Frauen – unvorstellbaren Arbeitsbedingungen bestimmt war.

“Eine moderne Selige”

“In ihrem Mut sich für eine Sache einzusetzten, kann sie uns Frauen auch im 21. Jahrhundert etwas vorzeigen”, sagt die Biographin Ingeborg Schödl. “Hildegard Burjan wird eine ‘moderne Selige zum Anfassen’ sein.”
Ingeborg Schödl

Hildegard Burjan. Frau zwischen Politik und Kirche.
Überarbeitete und aktualisierte Neuauflage
Wiener Dom-Verlag
ISBN: 978-3-85351-204-3

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CARITAS IN VERITATE – Die Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI.

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An dieser Stelle seht ihr den Link zum vollständigen Text der Enzyklika

CARITAS IN VERITATE

Es ist ein umfassender und richtungsweisender Text, der uns länger beschäftigen wird.  Kommentare und weitere Links folgen…
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Hier ein paar erste Links zu Reaktionen auf die neue Enzyklika (für weitere Hinweise zu fundierten Kommentaren bin ich sehr dankbar):

Bericht auf n-tv

Spiegel Online

Süddeutsche Zeitung

Stephanscom “Dialogbereitschaft”

Stephanscom “Mehr-wert”

Zenit “Kardinal Martino”

Zenit “Enzyklika fördert Ökumene”

Radio Vatikan “Vatikan-Kardinal Cordes”

Radio Vatikan “Eine Zusammenfassung der Enzyklika”

Kathweb