Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria

wpa Impuls des Bischofs


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Geweihtes Leben heute – ein päpstlicher Kommentar

Am Palmsonntag predigte Papst Franziskus zu den Jugendlichen: “Ihr bekennt euch zu ihm, denn ihr habt begriffen, dass in der Selbsthingabe – im Verschenken des eigenen Selbst, im Herausgehen aus sich selbst – die wahre Freude liegt” und schließt an: “Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern” (Mt 28,19).

Priester - geweihtes Leben

Wer denkt dabei nicht daran, wie sehr Europa nach Berufungen dürstet! In einem Kommentar zum heutigen Evangelium (Maria salbt Jesus mit dem Nardenöl, Joh 12,1-11) wird eine Brücke zum geweihten Leben geschlagen; man darf diesen Kommentar als ungewollte, aber passende Fortsetzung der gestrigen Predigt des Papstes verstehen:

Nicht wenige fragen sich heutzutage ratlos: Wozu soll das geweihte Leben gut sein? Warum lassen sich Menschen auf diese Lebensform ein, wo es doch… so viele dringende Notwendigkeiten gibt, auf die man auch antworten kann, ohne die besonderen Verpflichtungen des geweihten Lebens zu übernehmen? Ist das geweihte Leben nicht vielleicht so etwas wie eine »Verschwendung« menschlicher Kräfte, die, würde man einem Wirksamkeitskriterium folgen, für ein größeres Gut zum Vorteil der Menschheit und der Kirche nutzbar wären?… Solche Fragen hat es immer gegeben, wie die Episode der Salbung in Betanien aus dem Evangelium anschaulich beweist: »Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt« (Joh 12,3). Als Judas unter dem Vorwand der Not der Armen diese Verschwendung beklagte, antwortete ihm Jesus: »Lass sie gewähren!« (Joh 12,7).

Das ist die noch immer gültige Antwort auf die Frage, die sich, und sei es auch in gutem Glauben, so viele in Bezug auf die Aktualität des geweihten Lebens stellen:… »Lass sie gewähren«. Wem das unschätzbare Geschenk gewährt wird, dem Herrn Jesus mehr aus der Nähe zu folgen, dem erscheint es klar, daß er mit ungeteiltem Herzen geliebt werden kann und muß, daß man ihm das ganze Leben und nicht nur einige Gesten, einige Momente oder einige Aktivitäten widmen kann. Das kostbare Salböl, das als reiner Akt von Liebe und daher fern jeder »utilitaristischen« Überlegung vergossen wurde, ist Zeichen von Übermaß an Unentgeltlichkeit, wie es in einem Leben zum Ausdruck kommt, das hingegeben wird, um den Herrn zu lieben und ihm zu dienen, um sich seiner Person und seinem mystischen Leib zu widmen. Aber von diesem »verschwendeten« Leben verbreitet sich ein Duft, der das ganze Haus erfüllt. Das Haus Gottes, die Kirche, ist durch das Vorhandensein des geweihten Lebens… geschmückt…  Das geweihte Leben [ist] gerade in seinem Übermaß an Unentgeltlichkeit und Liebe von Bedeutung, und das um so mehr in einer Welt, die Gefahr läuft, im Strudel des Vergänglichen zu ersticken.

(Sel. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben „Vita Consecrata“, §104-105)

Wie hieß es gestern am Petersplatz? “Bitte lasst euch die Hoffnung nicht nehmen! Lasst nicht zu, dass die Hoffnung geraubt wird! Jene, die Jesus uns schenkt… um allen zu sagen, dass Jesus am Kreuz die Mauer der Feindschaft, die Menschen und Völker voneinander trennt, niedergerissen und Versöhnung und Frieden gestiftet hat.”

Worauf wartet ihr?
Lasst euch nicht ablenken von dieser Welt und lebt eure Berufung!

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Fastenwoche 5 (2013): DIE FREIHEIT DER LEEREN HÄNDE

In der fünften Fastenwoche richten wir die Scheinwerfer auf einen Vorhang, hinter dem manche eine Kunst vermuten: Die Kunst, die das Leben zu einem auf Gott gerichtetes Leben macht.

Geht der Vorhang erst einmal hoch, heißt es in gut lesbaren Lettern auf einer riesigen Tafel: Die Kunst des Loslassens. Nichts passiert; nach einigen Augenblicken der Stille wird der Vorhang losgelassen und dieser rauscht mit großer Geschwindigkeit herunter – bis er für das nächste Publikum wieder gehoben wird.

Wer loslässt, wird frei. Mit leeren Händen ergibt sich die Freiheit, losgelöst von Zwängen entscheiden zu können, für mich selbst, aber auch in Bezug auf meine Mitmenschen. Die “Kunst des Loslassens” bedeutet zunächst einmal, dass wir die Steine fallen lassen, die wir schon zum Wurf auf andere in die Hand genommen haben:

Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete [Jesus] sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr. (Joh 8,7-11)

Sind wir bereit, uns mit diesem Thema – Die Freiheit der leeren Hände - näher auseinanderzusetzen? Somit haben wir es auch diese Woche mit einer herausfordernden Aufgabe zu tun! Meine Erfahrung ist es jedenfalls, dass gerade die Dinge, die einem viel bedeuten, so ungern aus der Hand rutschen…

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Es folgen 6 Gedanken für die Woche

Ob du für jeden Wochentag (Mo-Sa) einen Gedanken
in den Mittelpunkt stellst, oder aus diesen Vorschlägen
ein “Fastenprogramm” nach eigenen Vorstellungen
zusammenstellst, bleibt dir überlassen.

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leere Hand

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1. LOSLASSEN – KUNST DES LEBENS

Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. (Mt 19,29)

Ewigkeit und Endlichkeit, Werden und Vergehen, Festhalten und Loslassen – das ist die Sprache der Schöpfung…

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FASTEN


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Fastenwoche 4 (2013): GRENZEN DER FREIHEIT

Die vierte Fastenwoche steht vor uns, in der wir uns mit den Grenzen der Freiheit auseinandersetzen werden. Letzte Woche ging es um die Bedrohung der Freiheit; geraten wir langsam aber sicher in ein negatives Fahrwasser?

Die Gefahr ist dann nicht gegeben, wenn wir das Ziel – die Erkenntnis, was die gottgeschenkte Freiheit nun eigentlich ist – nicht aus den Augen verlieren.

Diese besondere Freiheit hat offenbar viel mit dem Herzen zu tun, wenn wir das Sonntagsevangelium betrachten. In diesem Gleichnis macht der Vater Gebrauch von dieser Freiheit, in dem er den einen Sohn als “mein Kind, das immer bei mir ist” anspricht, und sein Herz für die Rückkehr des anderen, des “toten Bruders” öffnet – ein freudiges Fest soll gefeiert werden!

Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. (Lk 15,31f)

Josef Bordat hat es in seinem Kommentar zum Evangelium das “Gleichnis vom barmherzigen Vater” genannt. Im Bild des Vaters mit seinen Söhnen sehen und spüren wir, dass christliche Freiheit mit Barmherzigkeit zusammenhängt, und ohne Liebe passiert sowieso gar nichts.

Aber der durchaus mühselige Weg der Erkenntnis soll an dieser Stelle nicht abgekürzt werden, ganz im Gegenteil werden wir uns in den folgenden Impulsen mit den Grenzen der Freiheit auseinandersetzen, und unserem Ziel wieder ein Stück näherkommen.

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Es folgen 6 Gedanken für die Woche

Ob du für jeden Wochentag (Mo-Sa) einen Gedanken
in den Mittelpunkt stellst, oder aus diesen Vorschlägen
ein “Fastenprogramm” nach eigenen Vorstellungen
zusammenstellst, bleibt dir überlassen.

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homo homini lupus est

“Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf” …siehe dazu den 2. Impuls

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1. LIEBE, UND DANN TUE WAS DU WILLST!

Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! (Gal 5,13f)

“Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan”, formuliert Martin Luther in einer seiner wichtigsten Thesen. Und fährt dann fort: “Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.” (Kirchen-und Theologiegeschichte in Quellen, Bd.3, 1981)

Welcher Freiheitsanspruch aber herrscht in unserer Gesellschaft? Für das Individuum ist zu allererst der Ellbogen gefragt, der die “Freiheit” und den Freiraum für den Einzelnen gewährleisten soll. In der Gesellschaft steht ein Anspruch an vordester Stelle, der in den letzten Jahrzehnten scheinbar alles rechtfertigt: Gleichheit.

Die “Gleichheit” von Mann und Frau führt dazu, dass die Stellung und das Ansehen der Familie zweitrangig wird. Weiterlesen →

FASTEN


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Fastenwoche 3 (2013): BEDROHUNG DER FREIHEIT

Wir machen Fortschritte  in der Vorbereitungszeit auf Ostern und beginnen die dritte Fastenwoche. Ein Blick in das heutige Sonntagsevangelium genügt schon, dass sich manche von uns beim unmißverständlich formulierten Anspruch Jesu umdrehen und andere Beschäftigungen suchen: Jede Umkehr ist mit Sicherheit etwas mühsames, anspruchvolles und herausforderndes!

Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. (Lk 13,2f)

Wer will angesichts der großen Aufgabe kapitulieren? Nichts da, Freunde! Wir müssen uns zumindest einmal anschauen, worum es eigentlich geht, sollten uns Zeit nehmen, herauszufinden, wo wir eigentlich stehen. Das schulden wir unserem Herrn Jesus Christus, oder können wir so einfach ausblenden, wie ER gegeißelt und mit Dornen gekrönt wurde? (Ein Blick auf das Titelbild dieses Blogs kann vielleicht hilfreich sein.)

Seid ihr bereit? Gut so! Unsere Aufgabe ist herausfordernd, denn oft ist es so, dass wir unsere Freiheit bedroht sehen! Es kann Angst sein, die uns lähmt und einschränkt. Es gibt Versuchungen, die unsere Freiheit, Gutes zu tun, auf bösartige Weise dahinschmelzen lässt. Ein anderes Mal tun wir so, als ob wir Seinen Willen nicht erkennen könnten, und fragen ganz unverschämt: Was willst Du wirklich, Herr?

Wie schon letzte Woche angemerkt, geht es zu allererst darum, keine Furcht zu haben. Und es geht darum, das Angebot Gottes auf Heilung anzunehmen.

Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen. (Lk 13, 6-9)

Furcht und Frucht – wie nahe aneinander diese beiden Begriffe zu liegen scheinen, und im religiösen Sinn hängen sie tatsächlich zusammen: Wer Furcht hat, kann keine Frucht tragen!

Weg mit der Furcht, sich mit sich selbst zu beschäftigen! Weg mit der Angst vor dem ehrlichen Spiegelbild unserer selbst! Weg mit den Bedenken, die Umkehr nicht zu schaffen! Gott ist barmherzig, nämlich dann, wenn wir wieder von vorne beginnen und unser Bestes versuchen: “Ich will den Boden um [den Feigenbaum] herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte!”

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Es folgen 6 Gedanken für die Woche

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katholisches Navigationsgerät

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1. EINE MARIONETTE DER VERSUCHUNGEN

Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. (Mk 14,38)

Wir leben in einer Gesellschaft, die das Wort Freiheit großschreibt. Viele übersehen dabei, in welchen Fangnetzen sie zappeln, und wo sie ihre Freiheit längst verspielt haben. Wer kann schon durch die Einkaufszentren und das Online-Shopping wandeln, ohne hin- und hergerissen zu werden? Oder wieviel Zeit verwenden wir darauf, allen möglichen Einladungen und Vergnügungen “zu folgen”, um dann wieder fitnessen und wellnessen “zu müssen”?

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FASTEN


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Fastenwoche 2 (2013): WEGE DER BEFREIUNG

Befreiung

Wir befinden uns in der Vorbereitungszeit auf Ostern. Wenn wir das vierzigtägige Fasten Jesu und die im heutigen Evangelium geschilderte Verklärung des Herrn, die ein großes Mysterium darstellt, betrachten, dann ist es unsere Aufgabe, Zusammenhänge mit unserem eigenen Leben zu entdecken.

In dieser zweiten Fastenwoche betrachten wir unser Leben als einen unvorhersehbaren, manchmal schmerz- und dann wieder freudvollen Pilgerweg. Brechen wir auf, um unsere Wege der Befreiung zu finden. Wie ist das zu schaffen?

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wpa GEBETE


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Gebet für den Papst …und die Ärmsten Europas

Benedikt XVI.

Über eine der vielen Gebetsinitiativen (Kirche in Not) für Papst Benedikt XVI. und die Zukunft der katholischen Kirche wurde auf diesem Blog bereits berichtet. Darüber hinaus dürfen wir besonders in der Fastenzeit – bei aller berechtigten Anteilnahme für das zu Ende gehende und das kommende Pontifikat – auf eines nicht vergessen: Das Gebet für die Ärmsten. Weiterlesen →

FASTEN


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Fastenwoche 1 (2013): SUCHE NACH FREIHEIT

Freiheit

Wir befinden uns in der Vorbereitungszeit auf Ostern. Wenn wir das vierzigtägige Fasten Jesu und seine Versuchungen in der Wüste, die Ort der Entsagung, der Einsamkeit und auch der Versuchung ist, betrachten, dann sehen wir darin einen Zusammenhang mit unserem eigenen Leben.

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Fasten im Jahr des Glaubens – Aschermittwoch und danach (2)

Fasten Brot Gestern, im 1. Teil von „Fasten im Jahr des Glaubens – warum es Sinn macht“, stellte sich die Frage, wieviel geistliche und wieviel physische (materielle) Arbeit dem rechten Fastengedanken entspricht. Den Worten des Heiligen Hieronymus haben wir als Antwort ein „sowohl als auch“ entnommen. Im weiteren haben wir gesehen, dass Selbstbeobachtung, am besten in Ruhe- und Gebetszeiten, uns in die Lage versetzt, uns nachhaltig ändern zu können!

Heute wollen wir uns mit Verzicht, Solidarität, und dem Jahr des Glaubens etwas näher beschäftigen.

4. Die Sache mit dem Verzicht – wozu eigentlich?

Ob Ski-Weltmeisteschaft, Dschungelcamp oder Besteigen eines Achttausenders: Wie oft sitzen wir vor dem TV-Gerät oder lauschen Erzählungen, und denken uns im Stillen: Wie ist das nur möglich, für mich ist das unvorstellbar! Aber auch gewöhnliche Sterbliche wissen aus Notsituationen: Da werden Kräfte frei, die man nie für möglich gehalten hätte!

Extremsituationen schärfen die Sinne, plötzlich hören, spüren und sehen wir auf eine ganz „neue“ Weise. Daraus soll nun nicht abgeleitet werden, dass wir „extrem“ fasten sollen, wer könnte das schon 40 Tage durchhalten?

Sehen wir es so: Ein gutes Maß an Verzicht (Genussmittel, TV, etc.) hilft uns die Sinne für das Besinnen zu schärfen und ist an erster Stelle ein kleines Stück Aufopferung für das unendliche Leiden unseres Herrn am Kreuz und die Erlösung, die Jesus Christus uns geschenkt hat.

5. Apropos Solidarität: Faste ich eigentlich nur für mich allein?

Das ist eine durchaus interessante Frage. Ein katholisches Glaubensziel mahnt uns, so heilig wie nur möglich zu werden. Das verlangt viel Arbeit an uns selbst. Und besonders beim Fasten „bewache“ und „beobachte“ ich doch meine Tugenden und Nichttugenden, das tue ich doch für mich! Wie verhält es sich wirklich?

Auf besondere Weise bringt uns das Aschekreuz auf die richtige Spur. Zunächst nehmen wir es zur eigenen Umkehr an. Zugleich nehmen wir alle das Zeichen, das Kain von Gott erhielt, auf uns*: Ganz unabhängig davon, ob der Mensch mit schwerer Schuld beladen ist oder nicht, zeigt sich die christliche Gemeinde als Solidargemeinschaft, in der jeder aufgenommen und aufgefangen wird. Das bringt uns ein großes Stück weiter: In Gebet und Nächstenliebe sind wir in der Fastenzeit (und darüber hinaus) aufgefordert, nicht im Eigennutz zu verharren, sondern geistlichen und tätigen Dienst am Nächsten zu üben.

*

Schließlich bleiben noch jene (christlichen) Zweifler, die meinen, wir möchten uns bemühen wie wir wollen, am Ende könnten wir uns doch nicht des Herrn würdig erweisen. Diesen Zeitgenossen will ich einerseits zustimmen, da wir uns das Himmelreich nicht verdienen können. Aber widersprechen muss ich ihnen umso deutlicher, als es ja beim Fasten ohnehin nicht auf Zahl und Umfang der guten Werke ankommt:

Am Ende der Fastenreise heißt es nicht zu messen und zu wiegen, was wir getan haben; nach dem Fasten gilt es vielmehr über das Gebet zu erspüren und in den Augen der anderen zu erkennen, ob und wie wir uns verändert haben, ob uns der eine oder andere Schritt in Richtung Heiligkeit gelungen ist. Da unterscheiden wir uns nicht im Geringsten von den Christen der ersten Stunde, wenn wir an den Ursprung des Fastens denken:

In der Urkirche bestand das Hauptziel der Fastenzeit in der Vorbereitung der Katechumenen – der neu zum Christentum Übergetretenen – auf die Taufe, die in jener Zeit während der Osterliturgie vollzogen wurde. Dieser Gedanke passt besonders gut zum Jahr des Glaubens, in dem wir uns befinden.

Wie die Katechumenen des frühen Christentums sind wir heute aufgerufen, uns mit unserem Glauben auseinanderzusetzen. Nicht um einem scheinbar abstrakten Gebot im Jahr des Glaubens nachzukommen, sondern um uns soweit in Form zu bringen, dass wir IHN und uns selbst in unserem Glauben wiedererkennen, und diesen Glauben – Stichwort Neuevangelisation – schließlich auch bezeugen können!

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zurüch zu Teil 1:
Fasten im Jahr des Glaubens – warum es Sinn macht

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Auf ZEIT ZU BETEN erwarten dich

regelmäßige Impulse für Dein Fasten:

Immer am Sonntag!

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Hier geht’s zur Fastenbotschaft >>> von Papst Benedikt XVI.

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*Der Bezug auf das Kainszeichen stammt aus einer Predigt, die von der Katholischen Akademie Berlin veröffentlicht wurde. Einer der Ausgangspunkte der Predigt ist das Gedicht „Aschermittwoch – Ash Wednesday“ von T. S. Eliot mit den Themen Spiritualität, Vergänglichkeit und Buße. Vor einem Jahr hatte der Morgenländer schon auf die Eignung Eliot’scher Lyrik für die Fastenzeit verwiesen.

Anhang:

Auszug aus “Ash-Wednesday

by T. S. Eliot

…and pray to God to have mercy upon us
And pray that I may forget
These matters that with myself I too much discuss
Too much explain
Because I do not hope to turn again
Let these words answer
For what is done, not to be done again
May the judgement not be too heavy upon us

Because these wings are no longer wings to fly
But merely vans to beat the air
The air which is now thoroughly small and dry
Smaller and dryer than the will
Teach us to care and not to care
Teach us to sit still.

Pray for us sinners now and at the hour of our death
Pray for us now and at the hour of our death.

***

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Fasten im Jahr des Glaubens – warum es Sinn macht (1)

Fasten Brot Messer

Surfen am Strand Ribeira d’Ilhas, Familienurlaub auf der kroatischen Insel Hvar oder eine Studienreise durch Jordanien – wer hat nicht den Wunsch nach wunderbaren Reisen. Aber bevor es dazu kommt, gilt es Klarheit zu gewinnen, wohin die Reise gehen soll…

Fastenzeit ist eine ganz eigene Reisezeit. Aber selbst wenn wir an Santiago de Compostela, Medjugorje und andere Wallfahrtsorte denken, kommen wir unserem Thema noch nicht richtig nahe. Fasten meint zunächst eine geistliche Reise.

Wie also ist diese Reise anzulegen? An dieser Stelle ist es gut, nicht zu bescheiden zu sein. Solange wir Weihnachten nicht in eine andere Jahreszeit verlegen – was angesichts der konsumistischen Zerstörung dieses christlichen Festes durchaus überlegenswert scheint – brauchen wir nicht lange zu zögern: Das Auferstehungsfest ist unser Ziel.

Stopp, es gibt immer wieder – auch christliche – Zeitgenossen, die ganz ernsthaft einwenden: Fasten ist ein Event geworden, zum gesellschaftlichen Kult verkommen, der in einem sinnentleerten Wettbewerb endet: Wer fastet am besten, am meisten und am beeindruckendsten – deshalb mache ich dieses Spiel nicht mit!

Die Wahrnehmung dieser Wettbewerbsmentalität und dieses Gesellschaftssports ist sehr berechtigt, nicht aber die Konsequenz, das Fasten einfach sausen zu lassen. Einige Gründe, die entschieden für unser Fasten sprechen, werden im Folgenden angesprochen.

1. Apropos Maßlosigkeit: Schon die Kirchenväter empfehlen…

Mit Ehrgeiz und Wettbewerb hat Fasten nichts zu tun, schon der Heilige Hieronymus ermahnt uns: Weiterlesen →

artikel Maria Dolorosa - schmerzensreich - Pieta


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Gedächtnis der Schmerzen Mariens

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Gebet der Ostkirche

Als deine Mutter, o Wort,
dich mit Nägeln ans Kreuz geheftet sah,
da ward ihre Seele
mit den Nägeln bitterer Trauer und mit Pfeilen verwundet.
Als dich, du Süßigkeit aller, die Mutter erblickte
wie du mit bitterem Tranke getränkt wardst,
rannen aus ihren Augen bittere Ströme von Tränen.
Furchtbar bin ich verwundet.
Mein Inneres zerreißt es, o Wort,
da deinen ungerechten Tod ich schaue,
so sagte die Allheilige weinend.
Wehe, Simeons Weissagung ist nun erfüllt;
denn dein Schwert, o Emmanuel,
durchbohrte mein Herz.

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Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Im Osten ist die Verehrung der schmerzhaften Muttergottes schon in frühesten Zeiten bekannt. Der große Dichter Ephräm der Syrer (+ 373) besingt die Schmerzensmutter unter dem Kreuz und eine große Anzahl Schriftsteller des christlichen Altertums weisen auf die Schmerzen Mariens hin. Diese Texte gehen dann in die Liturgie des Ostens ein. Im 6. Jahrhundert ist dort die Darstellung Mariens unter dem Kreuz allgemein verbreitet.

Im Westen breitet sich die Verehrung der schmerzhaften Muttergottes erst ab dem 12. Jahrhundert aus. Der um 1240 gegründete Orden der Mariendiener (Serviten) machte die Andacht zur “mater dolorosa” in weiten Schichten des Volkes bekannt. In dieser Zeit entstand auch der berühmte Hymnus an die Schmerzensmutter, das “Stabat Mater”. Seit dem Mittelalter ist die Verehrung der schmerzhaften Muttergottes tief im Herzen der Menschen verwurzelt. Wallfahrten entstehen zu den Gnadenbildern, die Jesus nach der Kreuzabnahme im Schoß seiner betrübten Mutter zeigen.

Ein eigener Festtag zu Ehren der Schmerzen Mariens ist im 15. Jahrhundert in Köln belegt, 1721 führt Papst Benedikt XIII. das “Fest der sieben Schmerzen der seligen Jungfrau Maria” für die ganze Kirche ein. Das Fest wurde zunächst am Freitag vor dem Palmsonntag gefeiert, 1913 legte Papst Pius X. das Fest auf den 15. September, dem Oktavtag von Mariä Geburt und dem Tag nach dem Fest der Kreuzerhöhung. 1960 wurde es vom Rang eines Festes auf einen Gedenktag herabgestuft und erhielt die offizielle Bezeichnung “Gedächtnis der Schmerzen Mariens”.

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Litanei von der Schmerzhaften Mutter

Du schmerzensreiche Mutter, du Mutter des Gekreuzigten,

du Königin der Märtyrer, du Mutter der Bedrängten,

du Trösterin der Betrübten, du Hilfe aller, die in Not sind,

du Schutz der Verlassenen, du Stütze der Witwen und Waisen,

du Stärke der Verzagten, du Zuflucht der Sünder,

du Heil der Kranken, du Hoffnung der Sterbenden.

Du Mutter der Barmherzigkeit, du warst im Stall von Bethlehem,

du hörtest die Worte des Simeon, du warst auf der Flucht vor Herodes,

du suchtest Jesus in Jerusalem, du erlebtest die Verurteilung Jesu,

du standest an seinem Kreuzweg, du standest unter seinem Kreuz,

du warst zugegen beim Sterben deines Sohnes,

dein toter Sohn lag auf deinem Schoße,

du hast deinen Sohn zum Grab geleitet.

Du Mutter der Schmerzen,

in Angst und Schrecken, in Krankheit und Schmerzen,

in Kummer und Bedrängnis, in Verfolgung und Unterdrückung,

in Gefahr und Versuchung, in Kleinmut und Ungeduld,

in aller Einsamkeit, in der Stunde des Todes.

Du Mutter des Erlösers: Bitte für uns!

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Schlussgebet

Gott, nach deinem Willen stand die Mutter bei ihrem am Kreuz erhöhten Sohn. Lass deine Kirche, die wie Maria Anteil am Leiden Christi hat, auch an der Herrlichkeit seiner Auferstehung teilnehmen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

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artikel - Kreuzerhöhung mit Christoph Kardinal Schönborn in Heiligenkreuz


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Fest Kreuzerhöhung – das Kreuz als Brücke über den Abgrund

Et ego si exaltatus fuero a terra, omnia traham ad meipsum.
Ich aber werde, wenn ich von der Erde erhöht bin, alle an mich ziehen.
(Joh 12,32)

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Am 14. September feiern wir mit der Kirche das Fest Kreuzerhöhung. Der historische Ursprung liegt in der öffentlichen Verehrung des wieder aufgefundenen Kreuzesholzes, das am 14. September 335 – einen Tag nach der Weihe der Konstantinischen Basilika über dem Heiligen Grab zu Jerusalem – feierlich den Gläubigen gezeigt und somit “erhöht” wurde.

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TAGESGEBET

Allmächtiger Gott,
deinem Willen gehorsam,
hat dein geliebter Sohn
den Tod am Kreuz auf sich genommen,
um alle Menschen zu erlösen.
Gib, dass wir in der Torheit des Kreuzes
deine Macht und Weisheit erkennen
und in Ewigkeit teilhaben
an der Frucht der Erlösung.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

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Mit dem Bekenntnis zum Kreuz steht und fällt unser Bekenntnis zu Jesus Christus, der für uns Menschen am Kreuz gestorben ist. Von der gläubigen Annahme des Kreuzestodes unseres Herrn Jesus Christus hängt unser christlicher Glaube ab, durch den wir das Heil erlangen sollen.

Uns ist diese Herausforderung durch das Kreuz weitgehend verlorengegangen. Wir fühlen uns durch das Kreuz normalerweise nicht in Frage gestellt in unserem alltäglichen Leben. Doch vielleicht wäre es hilfreich, sich dem Ärgernis des Kreuzes wieder bewusst zu stellen, um zum eigentlichen Geheimnis des Kreuzes, das nur im Glauben erfassbar ist, vorzudringen!

So schwer verständlich uns das Kreuz auch auf den ersten Blick erscheint, es ist doch – im Lichte der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus – ein Geheimnis des Lebens und der Liebe. Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern das Leben! Eben darum ist der Sohn Gottes, der das ewige Leben in sich trägt, Mensch geworden, um durch sein menschliches Leiden und Sterben den Tod zu besiegen.

 Gerade indem er den Tod auf sich nahm, hat er Sünde und Tod entmachtet. In seiner Auferstehung hat Jesus, der Herr, siegreich über den Tod triumphiert. So hat auch unser Tod seinen letzten Schrecken verloren: Wenn wir an Jesus Christus glauben, dann sind wir eins mit ihm nicht nur im Sterben, sondern auch in seiner Auferstehung!

Auch die Liebe Gottes wird am Kreuz sichtbar: Wehrlos setzte sich der Sohn Gottes den grausamen und qualvollen Misshandlungen der verblendeten Menschen aus, die seinen Tod verlangten und bei seiner Kreuzigung mitwirkten. Er verzieh seinen Peinigern und betete für sie am Kreuz: “Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun” (Lk 23,34). Er litt als Sündeloser und vollkommen Gerechter aus Liebe zu den Sündern stellvertretend für sie deren verdiente Strafe.

Damit eröffnete er der verlorenen Menschheit wieder den Weg zum Heil: “Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.”

Wenn wir im Glauben und in der Liebe das Geheimnis des Kreuzes in unser Leben hineinnehmen, dann werden wir auch Anteil am Ostersieg unseres Herrn Jesus Christus erhalten.

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EVANGELIUM

Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird (Johannes 3,13-17).

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In seinem Kommentar zum heutigen Evangelium spricht der Heilige Ephräm mit aufwühlenden Worten – und hebt sich wohltuend von heutigen (im Vergleich oft nüchternen) Predigten ab:

Das Kreuz – eine über den Abgrund des Todes aufgerichtete Brücke

Unser Herr wurde vom Tod überrannt, doch hat er im Gegenzug einen Weg gebahnt, der den Tod zerschmettert. Er hat sich dem Tod untertan gemacht und hat ihn willentlich erlitten, um ihn gegen dessen Willen zu zerstören. Denn, dem Tod untertan, ist unser Herr „hinausgegangen und trug sein Kreuz“ (vgl. Joh 19,17). Aber er schrie auch am Kreuz und entriss die Toten der Hölle…

Er ist der herrliche „Sohn des Zimmermanns“ (Mt 13,55), der auf dem Kampfwagen seines Kreuzes über den unersättlich verschlingenden Schlund des Totenreichs fuhr und das Menschengeschlecht in die himmlische Wohnung überführte (Kol 1,13). Und weil das Menschengeschlecht durch den Baum des Paradieses in das Reich der Toten gestürzt war, gelangte es durch den Baum des Kreuzes zur Wohnstatt des Lebens. Jenem Baum war eigen die Bitterkeit, diesem jedoch die Süßigkeit, damit wir in ihr das Haupt erkennen mögen, dem nichts widerstehen kann, was geschaffen worden ist.

Ehre sei Dir! Du hast Dein Kreuz wie eine Brücke über den Tod gespannt, damit die Menschen darüber vom Land des Todes in das des Lebens schreiten können… Ehre sei Dir! Du hast Dich mit dem Leib des sterblichen Adam bekleidet und hast ihn zur Quelle des Lebens werden lassen für alle Sterblichen. Ja, Du lebst! Denn Deine Peiniger wurden für Dein Leben zu Sämännern: Sie säten Dein Leben in die Tiefe der Erde, wie man den Weizen aussät, damit er von sich aus aufgeht und viele Körner hervorbringt (vgl. Joh 12,24).

Macht euch auf! Machen wir unsere Liebe zu einem gewaltigen und allumfassenden Weihrauchfass. Ersinnen wir geistliche Lieder und Gebete zu Ehren dessen, der Sein Kreuz zu einem Weihrauchfass für die Gottheit machte und uns alle mit überbordender Fülle beschenkte mit den Reichtümern Seines Blutes.

(Hl. Ephräm [um 306 – 373], Diakon in Syrien und Kirchenlehrer)

*

Folgen wir abschließend noch einigen ausgewählten Teilen der Liturgie,
die unser Gebet zu Jesus Christus tragen und um den Segen des Vaters bitten.

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FÜRBITTEN

Zu Jesus Christus, der gehorsam war bis zum Tod am Kreuz, beten wir:
Mach alle Gläubigen bereit, in deiner Nachfolge ihr Kreuz zu tragen.

A.: Herr, erhöre unser Gebet.

Gieße deinen Geist aus, dass die Menschen in deinem Kreuz
die Quelle des Lebens erfahren.
Tröste die Kranken durch das Gedächtnis deines Todes am Kreuz.
Schenke den Verstorbenen nach den Leiden dieser Zeit
die Herrlichkeit des ewigen Lebens.
Herr Jesus Christus, wir beten dich an und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Dir sei Dank in alle Ewigkeit.    

A.: Amen.

 *

PRÄFATION

Das Kreuz als Zeichen des Sieges

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Denn du hast das Heil der Welt auf das Holz des Kreuzes gegründet. Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben. Der Feind, der am Holz gesiegt hat, wurde auch am Holze besiegt durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn loben die Engel deine Herrlichkeit, beten dich an die Mächte, erbeben die Gewalten. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Serafim feiern dich jubelnd im Chore. Mit ihrem Lobgesang lass auch unsere Stimmen sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen: Heilig …

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FEIERLICHER SCHLUSSSEGEN

Vom Leiden des Herrn

Der barmherzige Gott, der seinen Sohn für uns dahingegeben
und uns in ihm ein Beispiel der Liebe geschenkt hat,
segne euch und mache euch bereit, Gott und den Menschen zu dienen.

A.: Amen.

Und Christus, der Herr,
der uns durch sein Sterben dem ewigen Tode entrissen hat,
stärke euren Glauben und führe euch zur unvergänglichen Herrlichkeit.

A.: Amen.

Und allen, die ihm folgen auf dem Weg der Entäußerung,
gebe er Anteil an seiner Auferstehung und an seiner Herrlichkeit.

A.: Amen.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn
und der Heilige Geist.

A.: Amen.

V.: Gehet hin in Frieden.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn.

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