Moderne GEBETE

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BITTE arbeitet mit an dieser Sammlung von “modernen Gebeten”,
die in einfacher und zeitgemäßer Sprache gehalten sind !!

Das erste Gebet geht zum Beispiel auf einen Beitrag zurück, den der Blogleser “Bruder Matty” vorgeschlagen hat.
Wir freuen uns auf eure Ideen und Anregungen!!

Alle Ideen und Beiträge bitte in die Kommentarbox ganz unten!

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In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. (Joh 1,4)

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[ Gott begegnen ]

…denen wir lieber
nicht begegnen
sind Dein weg.

die wir lieber
nicht sehen möchten
sind Dein anblick.

die wir lieber nicht
hören möchten
sind Deine stimme.

das was wir lieber
nicht sehen
sind Deine
werke…

(Bruder Matty, gepostet unter “EURE GEBETE“, 18. Okt. 2010)

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Damit ich Dich spüre

Begegnen wolltest du mir,
und ich habe dich nicht erkannt?
Vielleicht weil ich dich dachte, ich wüßte,
wie das ist: Dir zu begegnen?

Vielleicht kommst du ganz anders,
sprengst meine Vorstellungen.
kommst als das Überraschende im Gewohnten,
als das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen,
als das Göttliche im Menschen?

Reiss meinen Blick auf,
damit ich dich erkenne,
wenn du mir begegnen willst.

Reiss meine Haut auf,
damit ich dich spüre
in meiner Hilflosigkeit
in meinem Zweifel,
in meiner Liebe
in meiner Angst.

Reiss mein Herz auf,
damit ich dich nicht verschatte.
Ich will: Komm bitte,
öffne mich für die Begegnung mit dir!

(Hildegard Nies, Stundenbuch Te Deum, Februar 2009)

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Wie schön dass du mich siehst

Herr, mein Gott, mein Vater im Himmel,
wie schön, dass du mich siehst.
Du kennst mich.
Du siehst mich, wenn ich Angst habe,
du siehst mich, wenn ich mich verstecke
und nicht zugebe, was ich getan habe.
Du siehst mich, wenn ich allein bin und von großen Dingen träume
und von dem Leben, das vor mir liegt.

Wie gut, dass du mich siehst!
Ich kann ja keinen Schritt tun,
bei dem du mich nicht begleitest.
Ich kann kein Wort denken,
das du nicht hörst, ehe ich es ausspreche.
Wie in zwei großen Händen hältst du mich.
Ich bin darin geborgen wie ein Vogel im Nest,
und manchmal scheint mir, ich sei darin gefangen wie ein Vogel im Käfig.

Herr, manchmal ist mir unheimlich vor deiner großen Hand,
in der ich gefangen bin, und ich möchte ihr gerne entrinnen.
Ich denke über die große Welt nach,
über die künstlichen Monde, die die Menschen machen,
über die Raumschiffe, die in den Weltraum hinausjagen,
und denke mir, dass wir Menschen dich eigentlich nicht mehr nötig haben.

Aber während ich das denke, bist du um mich
und ich bin in deinen beiden großen Händen.
Ich denke manchmal auch, es habe eigentlich gar keinen Sinn, dass es mich gibt.
Dann habe ich dieses Leben satt und würde es gerne wegwerfen,
denn ich habe es mir nicht selber ausgesucht.
Aber ich weiß: Wenn ich mein Leben wegwerfe und zu den Toten komme,
dann begegne ich dort doch wieder dir
und ich bin wieder in deinen Händen gefangen
und bin weder meinen Aufgaben noch dir entflohen.

Manchmal träume ich vom großen Leben.
Ich träume davon,
reich oder schön oder mächtig zu sein,
so dass mich die Menschen sehen und bewundern und von mir reden.
Nicht nur die in meiner Straße,
sondern alle, alle Menschen in der ganzen Welt,
dann kommt es mir so dumm und klein vor,
das Leben, das ich führen soll, in dem es immer heißt:
Du sollst, du sollst nicht.
Du darfst, du darfst nicht.
Und ich möchte dem allen davonlaufen.

Aber ich weiß, das sind Träume.
Deine Hand ist starker.
Deine Hand hält mich fest in meiner Schule
oder in meiner Arbeit
oder in Deinem Hause,
und auf alle Fälle dort, wo meine kleinen Aufgaben sind.
Es ist gut, Herr, dass du mich festhältst.

Manchmal denke ich: Jetzt sieht mich niemand.
Kein Mensch sieht mich und auch du, Herr, bist nicht dabei.
Wenn es dunkel ist oder wenn die Vorhänge an meinem Fenster zugezogen sind.

Und doch weiß ich, wie dumm es ist, zu meinen,
dass du, Gott das Tageslicht brauchst oder eine Lampe, um mich zu sehen,
als ob du Augen hättest wie ein Mensch.

Aber es ist gut, Herr, dass du mich siehst.
Wie sollte ich leben können, wenn du nicht auf mich acht hättest,
wenn du mit deinen großen Händen und mit deiner Liebe
nicht immer und überall um mich her wärest?

Wenn ich mich selbst betrachte und meine Hand ansehe
oder im Spiegel mein Gesicht oder meine Gestalt,
dann weiß ich: Das alles hast du gemacht. Es ist gut, das zu wissen.

Ich weiß nichts davon,
was mit mir geschehen ist, als ich klein war,
als ich noch nicht gehen und noch nicht sprechen konnte.
Ich weiß auch nicht, wie es zuging, dass ich im Leib meiner Mutter wuchs.
Auch das hast du getan.
Aus deinen guten und großen Gedanken bin ich entstanden.
Gib mir Ehrfurcht in mein Herz und in meine Gedanken.
Ehrfurcht vor dem Leibe, in dem meine Mutter mich getragen hat,
und Ehrfurcht vor deinen geheimnisvollen Gedanken.
Denn ich möchte dir danken für alles, was du mir gegeben hast,
für meinen Leib, für Geist und Seele,
für meine Geschicklichkeit und meine gesunde Kraft.

Ich möchte dir für vieles andere mehr danken.
Ich danke dir, dass du meinen Weg bestimmt hast
und nicht der Zufall, nicht die Sterne, die die Leute um mich her befragen,
auch nicht die fremde Macht, die wir das Schicksal nennen.
Ich danke dir für jeden Tag, den ich erlebe, denn er kommt aus deiner guten Hand.
Ich bitte dich, mein Gott, hilf mir, dass ich mich nicht beklage,
weil ich nicht so begabt,
nicht so schön
oder nicht so gesund bin wie andere.
Lass mich dankbar sein, dass du mich so gemacht hast, wie ich bin,
lass mich dankbar sein und dich preisen.

(Autor unbekannt, nach Psalm 139)

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Tägliche Gebete

Gott aller Lebenden, gib, dass wir uns dir in Stille und Liebe überlassen. Du rührst an unser Innerstes und willst, daß wir im Licht der Hoffnung leben können.

Jesus, Licht unserer Herzen, seit deiner Auferstehung kommst du durch den Heiligen Geist immer zu uns. Wo wir auch sind, stets erwartest du uns. – Und du sagst: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.”

Jesus, unser Friede, wenn unsere Lippen stumm bleiben, hört das Herz auf dich und spricht zu dir. Und du sagst zu jedem Menschen: Überlasse dich ganz einfach dem Heiligen Geist, dein geringer Glaube ist dafür genug.

Heiliger Geist, in dir finden wir den Trost, mit dem Christus unser Leben überfluten kann. Deine Gegenwart wird keinem Menschen vorenthalten… und wir ahnen, daß wir dir im Gebet alles anvertrauen können.

Jesus, unsere Freude, du willst, daß wir im Herzen einfach sind, du bereitest uns einen Frühling im Herzen. Dann lähmen uns die schwierigen Dinge im Leben weniger. Du sagst zu uns: Mach dir keine Sorgen; wenn ich auch unsichtbar bleibe – ich, Christus, bin stets bei dir.

Jesus Christus, laß uns in jedem Augenblick auf dich schauen. Wie oft vergessen wir, daß wir bewohnt sind von deinem Heiligen Geist, daß du in uns betest, dass du auf geheimnisvolle Weise mit jedem Menschen vereint bist.

Heiliger Geist, du hauchst über alles, was zerbrechlich ist. Du entzündest die Flamme brennender Liebe, die in uns unter der Asche glimmt. Selbst die Ängste und Nächte im Herzen können durch dich zum Morgen eines neuen Lebens werden.

Jesus, Liebe aller Liebe, du warst stets in mir, und ich vergaß es. Du warst zutiefst in meinem Herzen, und ich suchte dich anderswo. Als ich fern von dir war, hast du mich erwartet. Und jetzt wage ich, zu dir zu sagen: Auferstandener, du bist mein Leben.

Jesus, unser Friede, du verläßt uns nie. Und stets bahnt uns der Heilige Geist den Weg, uns in Gott zu werfen wie in einen Abgrund. Staunen kommt auf: der Abgrund ist nicht bodenloses Dunkel, sondern er ist Gott, Abgrund an Erbarmen und Schuldlosigkeit.

Jesus, unsere Freude, wenn wir begreifen, daß du uns liebst, kommt etwas in unserem Leben zur Ruhe und verwandelt sich sogar. Wir fragen dich: Was erwartest du von mir? Und durch den Heiligen Geist antwortest Du: Nichts soll dich verwirren, ich bete in dir, wage es, dein Leben zu geben.


(Tägliche Gebete, Taizé, www.taize.fr)

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Mein Gott, wenn Du willst

Mein Gott, wenn Du willst,
rufst Du mich bei meinem Namen.

Ich vertraue darauf, dass der Name, mit dem Du mich rufst,
dass alles, was mich ausmacht, von Dir gewollt und gut ist.
Nichts kann mich wirklich aus der Bahn werfen,
keine noch so schlimme Krankheit,
und auch nicht der Tod.

Du hast den Kosmos und uns erschaffen.
Wir Menschen sind Früchte Deiner Gedanken.

Nicht unsere Leistung macht uns zu Menschen.
Nicht unsere Arbeit, nicht unsere Äußerlichkeiten.
Was uns zu Menschen macht, ist die Liebe,
die Du jedem von uns eingehaucht hast,
und die nicht mehr von uns genommen werden kann.
Dafür danken wir Dir, so oft wir können.

In dieser Zuversicht leben wir miteinander,
auch wenn unsere Liebe oft im Dunkeln bleibt.
Hilf uns, unsere Sorgen und Nöte zu teilen.
Stärke uns, unsere Freude und Fröhlichkeit zu teilen.
Trage uns, unsere Liebe wirken zu lassen.

Ewig leben wir in Deiner unaussprechlichen Liebe,
So stärke uns bitte jeden Tag für das Miteinander,
als Junge und Alte, Kranke und Gesunde.
Amen.

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Lass mich Dir begegnen

Lass mich dir in deinem Kreuz begegnen,
damit ich mit mehr Hoffnung
und in mehr Freiheit weiterleben kann.
Amen.

(Elmar Gruber, 1931-2011, Priester)

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Herr befreie mich

Herr,
befreie mich aus der Verwirrung des Alltags,
schärfe meine Sinne
und gib mir waches Denken,
damit mir aufgeht,
wo die Wurzeln meiner Nöte liegen.
Amen.

(Elmar Gruber, 1931-2011, Priester)

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Ich lobe meinen Gott

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.
Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, damit ich frei bin.
Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist, damit ich handle.
Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht, damit ich rede.
Ich lobe meinen Gott, der meine Tränen trocknet, dass ich lache.
Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt, damit ich atme.
Ehre sei Gott auf der Erde
in allen Straßen und Häusern,
die Menschen werden singen,
bis das Lied zum Himmel steigt:
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Frieden auf Erden.
Amen

(Evangelisches Gesangbuch, Nr. 321)

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Herr gib mir Vertrauen

Herr,
du warst deiner Mutter anvertraut vom Vater,
sie hat dich angenommen als Geschenk.

Gib, dass ich alle Menschen,
besonders die mir anvertrauten,
als Geschenk betrachte.
Gib mir das Vertrauen,
dass Gott alle Menschen führt,
auch wenn ich ihre Wege nicht verstehe
und für mich nicht akzeptieren kann.
Amen.

(Elmar Gruber, 1931-2011, Priester)

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3 Antworten zu “Moderne GEBETE”

  1. Vielen Dank! Die Gebete auf diesen Seiten haben mir sehr geholfen. Ich habe heute ein Holy Hour vorbeitet und brauchte noch ein paar passende Gebete.
    Ich hoffe, es kommen noch viele schöne Gebete dazu.

  2. Die Gebete sind sehr innerlich gestaltet und rühren an dem geheimnis Gottes näher zu kommen.

  3. Ich bin sehr beeindruckt und versuche täglich daraus Kraft und die Liebe zu Gott zu finden.

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