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Hier sind wesentliche Aussagen aus diesem Artikel von Guido Horst (Tagespost) zitiert:
IN DER WELT, ABER NICHT VON DIESER WELT
Der Besuch des Papstes in Deutschland war ein erstaunlicher Erfolg
Die sperrig klingende Weisheit von Fachleuten der Öffentlichkeitsarbeit – „Der erste Eindruck ist entscheidend, der letzte bleibt haften“ – hat sich wieder einmal bewahrheitet: Mit seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag hat Papst Benedikt seine Visitenkarte abgegeben und die Stimmung im Lande zu seinen Gunsten gewendet. Und an seiner Ansprache vor „engagierten Katholiken“ im Konzerthaus in Freiburg, in der er die zweitausend Jahre alte Einsicht, dass die Christen in der Welt, aber nicht von dieser Welt seien, nochmals entfaltet und bekräftigt hat, wird eine bleibende Orientierung für die einen und ein Ärgernis für die anderen bleiben.
Während sich Benedikt XVI. in Rom auf das Friedenstreffen in Assisi und seine Afrikareise mit Ziel Benin vorbereitet – zwei Brennpunkte, wo wiederum ganz andere Sorgen der Kirche und der um Frieden ringenden Welt im Mittelpunkt stehen –, wird sich die katholische Kirche in Deutschland noch eine Zeit lang mit dem auseinandersetzen müssen, was ihnen Benedikt XVI. hinterlassen hat. Wie soll es weitergehen? Wären die deutschen Bischöfe nicht gut beraten, den von Erzbischof Robert Zollitsch initiierten Dialogprozess nun auch für die Gläubigen zu öffnen, die den Besuch des Papstes so massenhaft umrahmten? Nimmt man den Papst ernst, so muss man seine „Botschaft“ so zusammenfassen: Bei euch, in Deutschland, sind die Strukturen gut entwickelt, aber im Inneren, da fehlt es an Geist. Die Hülle steht, aber im Kern mangelt es an Glauben. Darum müsste eine Konsequenz des Papstbesuchs eigentlich die sein, die Mechanismen zu überprüfen, mit denen der Glaube weitergegeben wird: die Vorbereitung auf die Erstkommunion, den Religionsunterricht, die Neuevangelisierung durch die Gemeinden, das theologische Studium, die katholische Erwachsenenbildung, die Ausbildung der Seminaristen und jungen Ordensleute, die kirchliche Jugendarbeit. Der Papstbesuch hat gezeigt, dass es in diesem Land noch viele engagierte Katholiken gibt, die einen Aufbruch des Katholischen mittragen würden. Aber sind die wirklich beteiligt, wenn es in den Gremien und Verbänden, wenn es in den Ordinariaten oder im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz um die Zukunft der Kirche in Deutschland geht?
Es war, wie es war, und die Bilder haben es dem ganzen Land gezeigt: Da gibt es noch eine gesunde, selbstbewusste und fröhliche Kirche, die vom Missmut des deutschen Gremienkatholizismus, der sich im Verbund mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen so gerne in den Vordergrund spielt, offensichtlich nicht vertreten wird. Die Rede vom Volk, das der Kirche wegläuft, ist eine falsche Rede. Da ist noch viel Substanz und wegen dieser Substanz ist der Papst gekommen, nicht wegen denen, die sich innerlich schon längst von der katholischen Weltkirche verabschiedet haben.
Katholische Kirche ist eben doch etwas anderes als das, was einem die säkularen Medien oft vormachen wollen. Sie ist nicht eine von vielen Großorganisationen, wie sie die moderne Gesellschaft kennt. Sie ist – Benedikt XVI. hat es immer wieder hervorgehoben – ein Mysterium, das von einem Anderen lebt. Und in diesem gnadenhaften Mysterium kommt hier auf Erden – das wird solange so sein, solange die katholische eine apostolische Kirche ist – den Bischöfen die Aufgabe zu, den engsten Jüngerkreis zu bilden, aus dem die Gemeinschaft der Glaubenden lebt.
Dieses Resüme kann ich – nicht als Teilnehmer, aber zumindest als Beobachter via TV – vollinhaltlich unterschreiben. Eine kleine Ausnahme gibt es: Wer den ganzen Artikel liest, findet einen Hinweis auf eine “Gruppe von Jesuiten”, die angeblich den Diskurs über die Missbrauchsdebatte für eigene Zwecke instrumentalisiert habe. Entweder Guido Horst zitiert Namen, oder aber er lässt den Hinweis fallen; jedenfalls ist es nicht in Ordnung, einen verdienten und papsttreuen Orden dem Generalverdacht auszusetzen.
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