Manifest für das Kreuz

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Thema: Respekt gegenüber Religiosität und Religionen

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Christen beziehen klare Standpunkte gegenüber säkularen Bestrebungen, die sich gegen Religionen und gegen das Kreuz richten.

Es ist für Gläubige und Kirchenvertreter eine wichtige Gelegenheit, mit aller Deutlichkeit auf die Leistungen der Kirchen und Ordensgemeinschaften, wie auch auf die Rechte der freien Religionsausübung hinzuweisen.
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Manifest für das Kreuz im öffentlichen Raum

  1. Das Kreuz ist das über 2000 Jahre historisch gewachsene Logo Europas. Es ist ein religiöses Symbol von höchster Bedeutung und hat darüber hinaus in kulturhistorischer Hinsicht einen gefestigten Platz in der europäischen Gesellschaft. Im staatlichen und öffentlichen Raum steht das Kreuz für soziale und kulturelle Leistungen, die im Namen des christlichen Glaubens erbracht werden, wobei im kirchlichen und privaten Kontext die religiöse Bedeutung an erster Stelle steht.
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  2. Alle bestehenden christlichen Institutionen zusammen, namentlich Kirchen, Klöster, Orden und Gemeinschaften, Schulen, Caritas, Spitäler, Hospize, etc. leisten einen maßgeblichen, unverzichtbaren und öffentlichen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft. Das Kreuz im öffentlichen Raum erinnert an diese fortwährenden Leistungen für die Gesellschaft.
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  3. Die Würde des säkularen Staatswesens gebietet es, die religiöse Bedeutung von Glaubenssymbolen im öffentlichen Raum nicht weiter zu hinterfragen. Gegen religiöse Werte und Symbole gerichtete Initiativen sind daraufhin zu prüfen, ob deren Beweggründe im offenen oder latenten Widerstand gegen Religionen zu finden sind, und inwieweit Verletzungen der Religionsfreiheit und anderer Rechtsgrundsätze gegeben sind.
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  4. Die Europäische Menschenrechtskonvention EMRK wurde nach dem II. Weltkrieg als gesellschaftsübergreifendes Regelwerk zum Schutz aller Menschen geschaffen. Kirchliche und säkulare Ansprüche in Bezug auf religiöse Symbole und Inhalte im öffentlichen Raum sind verfassungs- und verwaltungsrechtlich in den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, darüber hinaus im Rahmen der EMRK zu beurteilen.
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  5. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit kann nur die Ausübung derselben bedeuten – nicht die Freiheit von der Begegnung mit christlichen Symbolen, Initiativen und Einrichtungen. Sinn der Religionsfreiheit ist es demgemäß nicht, eine religionsfreie Gesellschaft zu schaffen. Wechselseitiger Respekt zwischen säkularen und religiösen Teilen der Gesellschaft ist die Voraussetzung für sozio-kulturellen Frieden.
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  6. Jede verantwortungsbewusste Initiative für die Wahrung der Religionsfreiheit lehnt jede Form von Fundamentalismus mit aller gebotenen Deutlichkeit ab. Der Anspruch auf das Kreuz im öffentlichen Raum beruht auf historischen, religiösen und demokratischen Grundlagen eines offenen und freien Staatswesens.

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Von der Initiative  Europe4Christ wurden “12 Thesen für das Kreuz im öffentlichen Raum” veröffentlicht, die auf kath.net und ZENIT publiziert wurden. Diese Thesen wurden von mir in einem offenen Brief an Europe4Christ kritisiert. Als konstruktiver Vorschlag wurde das hier vorgestellte Manifest entwickelt.

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