Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

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Triduum Sacrum


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Ostersonntag – Radikalität eines Neuen Bundes

Zwischen der Auferstehung Christi und der Offenbarung seiner Macht und Herrlichkeit läuft unsere Zeit, unser Weg. Wir gehen im Licht des Glaubens, oder auch: in der Dunkelheit des Glaubens.

Kein anderer Festtag des Jahres zeugt von derartiger Radikalität. ER, der allmächtige und ewige GOTT ist herabgestiegen zu den Menschen in JESUS CHRISTUS, der nun nach dem Willen des Vaters Sein Werk zum Höhepunkt bringt: Menschliche Hingabe eines Gottes, in vollendeter Liebe. Der Menschensohn opfert sich am Kreuz, und 3 Tage später ist Sein Tempel wieder aufgerichtet. Kurz zuvor hat JESUS beim letzten Abendmahl den Neuen Bund errichtet, ein weiteres Zeugnis ungekannter Radikalität. Von nun an wird sich Sein Opfer auf christlichen Altären weltweit, zu jeder Zeit und an jedem Ort, wiederholen. Mehr noch, Sein Liebesbündnis mit den Gläubigen vollzieht sich in höchster Demut: CHRISTUS vertraut sich in der Wandlung den Händen jedes einzelnen Priesters an, und verschenkt sich schließlich in kleinster Gestalt, der Hostie, an jeden, der zum Glauben an IHN gekommen ist. (Stefan Ehrhardt)

Dieser Glaube stützt sich auf das Zeugnis derer, die den Auferstandenen gesehen haben. Die Welt um uns aber und die Generation nach uns leben von dem Glauben, den wir bekennen und durch unser Leben bezeugen.

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>>> UPDATE <<<

Die Predigt des Papstes in der Osternacht:
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[ 1. GOTTES ÜBERRASCHUNG UND UNSERE OFFENHEIT ]

Im Evangelium dieser lichtvollen Osternacht begegnen wir als ersten den Frauen, die sich mit den wohlriechenden Salben zum Grab Jesu begeben, um seinen Leichnam zu salben (vgl. Lk 24,1-3). Sie gehen, um eine Geste des Mitleids, der Zuneigung, der Liebe auszuführen, eine traditionelle Geste gegenüber einem lieben Verstorbenen, wie auch wir sie zu tun pflegen. Sie waren Jesus gefolgt, hatten ihm zugehört, hatten sich von ihm in ihrer Würde verstanden gefühlt und hatten ihn bis zum Ende begleitet, bis auf den Kalvarienberg und bis zum Moment der Kreuzesabnahme. Wir können uns ihre Gefühle vorstellen, während sie zum Grab gehen: eine gewisse Traurigkeit, der Schmerz, weil Jesus sie verlassen hatte, tot war; seine Geschichte war zu Ende. Nun kehrte man zu dem vorigen Leben zurück. Doch in den Frauen blieb die Liebe wach, und die Liebe zu Jesus ist es, die sie gedrängt hatte, zum Grab zu gehen.

Doch an diesem Punkt geschieht etwas völlig Unerwartetes, Neues, das ihre Herzen erschüttert und ihre Pläne umstößt und das auch ihr Leben in andere Bahnen werfen wird: Sie sehen den Stein weggewälzt vom Grab, kommen näher und finden den Leichnam des Herrn nicht. Das ist etwas, das sie ratlos macht, Zweifel aufkommen lässt, sie mit Fragen erfüllt: „Was ist los?”, „Was soll das alles bedeuten?” (vgl. Lk 24,4). Geht es nicht auch uns so, wenn im täglichen Ablauf der Dinge etwas wirklich Neues geschieht? Wir halten inne, verstehen nicht, wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Das Neue macht uns häufig Angst, auch das Neue, was Gott uns bringt, das Neue, das Gott von uns verlangt. Wir sind wie die Apostel aus dem Evangelium: Oft ziehen wir es vor, unsere Sicherheiten beizubehalten, bei einem Grab stehenzubleiben im Gedanken an den Verstorbenen, der schließlich nur in der Erinnerung der Geschichte lebt wie die großen Persönlichkeiten der Vergangenheit. Wir haben Angst vor den Überraschungen Gottes; liebe Schwestern und Brüder, in unserem Leben haben wir Angst vor den Überraschungen Gottes! Er überrascht uns immer! So ist der Herr.

Brüder und Schwestern, verschließen wir uns nicht dem Neuen, das Gott in unser Leben bringen will! Sind wir oft müde, enttäuscht, traurig, spüren wir die Last unserer Sünden, meinen wir, es nicht zu schaffen? Verschließen wir uns nicht in uns selbst, verlieren wir nicht die Zuversicht, geben wir niemals auf: Es gibt keine Situation, die Gott nicht ändern kann, es gibt keine Sünde, die er nicht vergeben kann, wenn wir uns ihm öffnen.
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[ 2. JESUS ZULASSEN, AUF JESUS ZUGEHEN ]

2. Doch kehren wir zum Evangelium zurück, zu den Frauen, und gehen wir einen Schritt weiter. Sie finden das leere Grab, der Leichnam Jesu ist nicht da, etwas Neues ist geschehen, aber all das besagt noch nichts Klares – es löst Fragen aus, Ratlosigkeit, ohne eine Antwort zu bieten. Und siehe da, plötzlich zwei Männer in leuchtenden Gewändern, die sagen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden” (Lk 24,5-6). Was eine einfache Geste, eine Tat, sicher aus Liebe getan – das Gehen zum Grab – verwandelt sich jetzt in ein Ereignis, in ein Geschehnis, das wirklich das Leben verändert. Nichts bleibt wie zuvor, nicht nur im Leben jener Frauen, sondern auch in unserem Leben und in unserer Menschheitsgeschichte. Jesus ist nicht ein Toter, er ist auferstanden, er ist der Lebende! Er ist nicht einfach ins Leben zurückgekehrt, sondern er ist das Leben selbst, denn er ist der Sohn Gottes, des Lebendigen (vgl. Num 14,21-28; Dtn 5,26; Jos 3,10).

Jesus ist nicht mehr in der Vergangenheit, sondern er lebt in der Gegenwart und ist auf die Zukunft hin ausgerichtet, Jesus ist das ewige „Heute” Gottes. So zeigt sich die Neuheit Gottes vor den Augen der Frauen, der Jünger, vor unser aller Augen: der Sieg über die Sünde, über das Böse, über den Tod, über alles, was das Leben belastet und ihm ein weniger menschliches Aussehen verleiht. Und das ist eine Botschaft, die an mich, an dich, liebe Schwester, lieber Bruder, gerichtet ist. Wie oft brauchen wir es, dass die Liebe uns sagt: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Die Probleme, die Sorgen des Alltags können und leicht dazu bringen, uns in uns selbst, in der Traurigkeit, in der Bitterkeit zu verschließen… und darin liegt der Tod. Suchen wir nicht dort den Lebenden!

Lass also zu, dass der auferstandene Jesus in dein Leben eintritt, nimm ihn auf als Freund, mit Vertrauen: Er ist das Leben! Wenn du bis jetzt fern von ihm warst, tu einen kleinen Schritt: Er wird dich mit offenen Armen empfangen. Wenn du gleichgültig bist, akzeptiere das Risiko: Du wirst nicht enttäuscht sein. Wenn es dir schwierig erscheint, ihm zu folgen, hab’ keine Angst, vertrau’ dich ihm an, sei sicher, dass er dir nahe ist, er ist auf deiner Seite und wird dir den Frieden geben, den du suchst, und die Kraft, so zu leben, wie er will.
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[ 3. SICH-ERINNERN AN GOTT, HOFFNUNG SCHÖPFEN ]

3. Da ist noch ein letztes Element im Evangelium dieser lichtvollen Osternacht, das ich hervorheben möchte. Die Frauen begegnen der Neuheit Gottes: Jesus ist auferstanden, er ist der Lebende! Aber angesichts des leeren Grabes und der beiden Männer in leuchtenden Gewändern ist ihre erste Reaktion ein Erschrecken: Sie „blickten zu Boden” – bemerkt der heilige Lukas –, hatten nicht einmal den Mut aufzusehen. Als sie aber die Verkündigung von der Auferstehung hören, nehmen sie sie gläubig an. Und die beiden Männer in leuchtenden Gewändern führen ein grundlegendes Verb ein: erinnern.Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war …Da erinnerten sie sich an seine Worte” (Lk 24,6.8).

Dies ist die Einladung, sich an die Begegnung mit Jesus, an seine Worte, seine Taten, sein Leben zu erinnern; und gerade dieses liebevolle Sich-Erinnern an die Erfahrung mit dem Meister ist es, was die Frauen dazu bringt, jegliche Furcht zu überwinden und die Verkündigung von der Auferstehung zu den Aposteln und zu allen anderen zu bringen (vgl. Lk 24,9). Sich an das erinnern, was Gott für mich, für uns getan hat und tut, sich an den zurückgelegten Weg erinnern – das öffnet das Herz für die Hoffnung auf die Zukunft. Lernen wir, uns an das zu erinnern, was Gott in unserem Leben getan hat.

In dieser Nacht des Lichtes bitten wir auf die Fürsprache der Jungfrau Maria, die alle Ereignisse in ihrem Herzen bewahrte (vgl. Lk 2,19.51), dass der Herr uns an seiner Auferstehung teilhaben lasse: Er öffne uns für die verwandelnde Neuheit, für die Überraschungen Gottes, die so schön sind; er mache uns zu Menschen, die fähig sind, sich an das zu erinnern, was er in ihrer persönlichen Geschichte und in der Welt gewirkt hat; er mache uns fähig, ihn zu spüren als den Lebenden, der mitten unter uns lebt und wirkt; er lehre uns, liebe Brüder und Schwestern, Tag für Tag, den Lebenden nicht bei den Toten zu suchen. Amen.

(Papst Franziskus, Ostervigil, 30. März 2013)

(Hervorhebungen und Überschriften vom Autor des Artikels)

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Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Halleluja.

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Auferstehung - Christus Resurrexit

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OSTERSONNTAG

Wahres Lamm,
Hingabe und Liebesstrahlen -
- Seinem Licht folge meine Seele!

Sein Weg,
Ankunft, Kreuz und Leben -
- in Seiner Gnade will ich den Glauben bekennen!

Seine Wahrheit,
Worte, Zeichen und Auferstehung -
- aus tiefem Herzen will ich Ihm danken!

Sein Leben,
ohne Anfang, ohne Ende -
- ewig darf ich und will ich für Ihn leben!

Wahres Licht,
das ist der Tag der Tage -
- mit erlöster Seele beginne ich neu!

 (Stefan Ehrhardt)

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Emmaus: Geschichte des Unwahrscheinlichen


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Die Heilige Schrift bewahrt viele Geschichten, in denen Menschen traurig, perspektivlos, ja lebensmüde sind, doch in der Begegnung mit Gott wieder Mut finden. All diese Menschen machen im Grunde die Erfahrung der beiden Emmaus-Jünger: Wir sind nicht allein…

Kürzlich lese ich, dass man bei der Suche im Heiligen Land nach dem Ort Emmaus gar nicht fündig werden kann. Genauer gesagt sind es drei Ortschaften, die für sich beanspruchen, das Dorf zu sein, in das die beiden Jünger an jenem Sonntag gegangen sind. Drei Kirchen kennzeichnen den Ort, an dem das Haus des Kleopas gestanden haben soll, drei Ausgrabungen bestätigen, dass es genau dieser Ort gewesen sein muss. Drei verschiedene Orte! Und ob es am Ende nicht gar an einem vierten, einem ganz anderen Ort gewesen ist, das weiß im Grunde niemand zu sagen.

Was die beiden Jünger, die sich auf den Weg nach Emmaus machen, bewegt, ist die Bewältigung ihrer Enttäuschung und tiefen Trauer…

Welcher von all diesen Orten das biblische Emmaus war, muss uns im Grunde genommen gar nicht wichtig sein. Eigentlich finde ich es – je länger ich darüber nachdenke – sogar ganz gut, dass das historische Emmaus, gar nicht zu finden ist: Das Evangelium vom Erkennen Jesu beim Brotbrechen handelt schließlich von keinem Ort, es handelt nicht von Emmaus. Dieses Emmaus, von dem das Evangelium berichtet, dieses Emmaus ist überall.

Emmaus ist dort, wo Menschen spüren, dass Jesus Christus lebt und dass er für uns lebt. Dort, wo einem die Augen aufgehen, wo man plötzlich keine Angst mehr hat, wo man aufhört zu weinen und die Sonne wieder lacht, dort ist Emmaus. Emmaus ist dort, wo Menschen wieder begreifen, dass der Herr schon lange bei uns ist.

Emmaus ist überall dort, wo Menschen spüren, dass ihnen das Herz brennt!

Das Emmaus der Bibel, das finde ich nicht in den Steinen irgendwelcher Ausgrabungen, das Emmaus der Bibel, das finde ich in den Herzen der Menschen. Und deshalb finde ich es überall.

Wenn Emmaus also überall ist, wenn sich das Geschehen, das durch das Lukasevangelium geschildert wird, überall ereignen kann, und auch zu allen Zeiten, wenn das, was das Evangelium berichtet, auch für unseren Ort und für unsere Zeit geschrieben ist, dann darf ich hoffen – darauf hoffen, dass auch wir dort, wo nichts zu sehen ist, dass wir dort, wo alles düster ist, wo wir allein sind, Angst haben und traurig sind, dass wir dort nicht zwangsläufig schon in Sackgassen stecken, oder im tiefen Tal der Sinnlosigkeit, in dem nichts mehr weitergeht.

Mehr noch, dank Christus gibt es die Gewißheit, dass auch wir uns, wie der Jünger Kleopas mit seinem Freund damals, auf einer Reise befinden – im festen Glauben, dass Jesus das Leid schon durchbrochen hat, dass er wiederum – und oft ganz unbemerkt – an unserer Seite geht, während wir noch unterwegs sind, unterwegs nach “Emmaus”…


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Ostern – was antwortet ein Christ auf die Frage nach der Zukunft?

Es gibt sie noch, Priester, die mit offensichtlicher Liebe und einfachen Worten überzeugen können. Dr. Gerhard Viehhauser, Pfarrer von St.Blasius in Salzburg, ist so ein “Geschenk des Himmels”. Gerade sind wir aus der Auferstehungsmesse zurück, und die Botschaften klingen nach…
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FASTEN: DIE VERKLÄRUNG als Auszeit oder was sagt Ambrosius? (KW.10)

verklaerung-savoldo

Nach einigen Tagen des Fastens (für meinen Teil bin noch nicht dort, wo ich sein möchte…) überfällt uns die Geschichte der Verklärung.

“Und Jesus wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann” (Mk 9,3).

Der eher nüchterne Markus versetzt uns mit wenigen Sätzen in Festtagsstimmung; ist also Feiern angesagt? Es ist wohl eher…

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