
Benedikt XVI. an der Klagemauer
Glücklich und erschöpft nahm Papst Benedikt XVI. als Pilger im Heiligen Land heute Morgen Abschied von Jerusalem. In der Grabeskirche verharrte er lange und tief im Gebet.
„Ich bete, dass die Kirche im Heiligen Land stets neue Kraft aus der Betrachtung des leeren Grabes des Heilands schöpfen möge“, erklärte er. „Sie ist gerufen, in diesem Grab all ihre Angst und Furcht zu begraben, um jeden Tag wieder aufzustehen und ihren Weg durch die Straßen von Jerusalem, Galiläa und darüber hinaus fortzusetzen und dabei den Triumph der Vergebung Christi und die Verheißung neuen Lebens zu verkünden.“
Nachfolgend der Text seiner Ansprache in der Grabeskirche.
…Vor diesem Heiligen Grab, wo der Herr „des Todes Stachel bezwungen und denen, die glauben, die Reiche der Himmel aufgetan hat“, grüße ich euch alle in österlicher Freude.
Das Johannesevangelium hat uns einen sinnträchtigen Bericht über den Besuch des Petrus und des Jüngers, den Jesus liebte, am Ostermorgen am leeren Grab hinterlassen. Heute, nach ungefähr zwanzig Jahrhunderten, steht der Nachfolger Petri, der Bischof von Rom, vor demselben leeren Grab und betrachtet das Geheimnis der Auferstehung.
Den Fußspuren der Apostel folgend,
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