Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

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Kreuzweg: Im Gedenken an Christian de Chergé, Prior des Klosters Tibhirine

Christian de Chergé OCSO (* 18. Januar 1937 in Colmar, Dep. Haut-Rhin; † 21.Mai 1996 in Algerien) war ein französischer Trappist und Prior des Klosters »Notre-Dame de l’Atlas« in Tibhirine, Algerien (Erzbistum Algier).

Als Sohn eines französischen Berufssoldaten… Weiterlesen →


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Das Europäische Kruzifix-Urteil – welchen Wert hat das Kreuz noch?

Zwei Kruzifixurteile gab es in den letzten Tagen, ein nationales (Österreich) und ein europäisches, im Fall „Lautsi und andere gegen Italien“. In Bezug auf letztere Entscheidung stellt Josef Bordat eine Frage, auf die ich eingehen möchte.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte spricht den Grundrechtsschutz für ein Kultursymbol aus, dessen religiöse Strahlkraft offenbar so schwach ist, dass es nach Meinung des Gerichts nicht mehr zur Verstörung Andersglaubender taugt und damit zur Verletzung negativer Religionsfreiheit führen kann. Geht die Wirkung des Kreuzes, von der das Christentum zehrt, verloren, wenn es dem Ausdruck kultureller Identität dient? Verflacht die Religion zur Folklore? In der Welt und für die Welt – auch von der Welt?

Für diese Frage bin ich dankbar, denn so berechtigt sie ist, lässt sie sich – jedenfalls heute noch – entkräften, allerdings nicht uneingeschränkt.

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Europa: Kreuze bleiben in Klassenzimmern erlaubt

Freitag, der 18. März 2011, darf im Kalender jedes europäischen Christen einen ehrenvollen Platz einnehmen. Grund dafür ist das heute veröffentlichte Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Sachen Italien gegen Soile Lautsi.

Wie dem Bericht in DerStandard zu entnehmen ist, kam der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am heute zu dem mit Spannung erwarteten Urteil im Fall Lautsi gegen den Staat Italien. In dem Rechtsstreit um die Rechtsmäßigkeit von Kruzifixen in Klassenzimmern gab die Große Kammer des Gerichtshofs Italien Recht und sprach den Staat von einer Menschenrechtsverletzung nach Artikel 2 Protokoll 1 sowie Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention frei. 15 Richter unterstützten das Urteil, zwei stimmten dagegen. Weder das Recht auf Bildung noch auf Religionsfreiheit sahen die 17 Richter verletzt.

Anbringung liegt im “Beurteilungsspielraum” Italiens

Das Gericht kam zu der Auffassung, dass das Recht auf Bildung nach der Menschenrechtskonvention nicht verletzt wurde. Weiterlesen →


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Anbringen des Kreuzes ist nicht verfassungswidrig

Österreich hat eine Entscheidung “pro Kruzifix”, wie der Presseerklärung des VfGH zu entnehmen ist:

Der Verfassungsgerichtshof hat – aufgrund eines Antrages, der sich gegen religiöse Feiern und das Anbringen des Kreuzes in niederösterreichischen Kindergärten richtete – eine Grundsatzentscheidung zum Verhältnis von Staat und Kirche getroffen.

Auf das Wesentliche zusammengefasst, brachte das Verfahren vor dem VfGH zwei Ergebnisse:

o Der Antrag, dass religiöse Feiern wie das Nikolausfest gegen die Verfassung verstoßen, wurde als unzulässig zurückgewiesen. Die Teilnahme an solchen Festen ist nämlich nicht verpflichtend, also sind die Antragsteller davon auch nicht direkt betroffen. Im Kindergartengesetz gibt es keine Vorschrift, die besagt, dass eine solche Teilnahme verpflichtend ist.

o In der Sache entschieden hat der VfGH die Kreuz-Frage. Dass ein Kreuz anzubringen ist, wenn die Mehrheit der Kinder einem christlichen Religionsbekenntnis angehört, verstößt nicht gegen die Verfassung. Vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Trennung zwischen Kirche und Staat ist diese gesetzliche Regelung über das Anbringen eines Kreuzes nicht als Präferenz des Staates für eine bestimmte Religion zu werten.

Einige Passagen der VfGH-Entscheidung im Wortlaut:

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Die Nachfolge und das Kreuz (Nachfolge 4)

 Der Ruf in die Nachfolge steht im Zusammenhang mit der Leidensverkündigung Christi. Jesus muss leiden und verworfen werden. Es ist das Muss der Verheißung Gottes, auf das die Schrift erfüllt wird. Leiden und Verworfenwerden ist nicht dasselbe. Jesus konnte ja der im Leiden noch gefeierte Christus sein. Auf dem Leiden könnte ja noch das ganze Mitleid und die Bewunderung der Welt liegen.

Jesus ist aber der im Leiden verworfene Christus; das Verworfenwerden nimmt dem Leiden jede Würde und Ehre, es soll ein ehrloses Leiden sein. Leiden und Verworfenwerden sind im Kreuz Jesu zusammengefasst: Kreuzestod heißt als…

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