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Die freudenreichen Geheimnisse
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9. Tag / 4. freudenreiches Geheimnis
„Jesus, den Maria im Tempel aufgeopfert hat.“
Vierzig Tage nach seiner Geburt bringen die Eltern Jesus in den Tempel, um ihn Gott zu weihen. Obwohl er der Gottmensch ist, nehmen sich Josef und Maria keine Ausnahme heraus, sondern erfüllen das vorgeschriebene Gesetz. Der Heilige Geist hat einem alten, heiligmäßigen Mann namens Simeon eingegeben, dass er vor seinem Tod den Erlöser noch sehen wird. Er kommt in den Tempel, erkennt ihn und preist ihn als das Heil der Welt. Er sagt auch voraus, dass dieser Neugeborene Zustimmung und Ablehnung hervorrufen wird. Und Maria wird einen großen Schmerz erleben: „Ein Schwert wird dir durch die Seele dringen“. Bei Jesu Tod am Kreuz wird sich dieses Wort bewahrheiten.
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In einer Beziehung gebe ich etwas von mir. Wenn ich auf etwas „Ich“ verzichte, es „opfere“, kann ich ein Stück vom „Du“ Gottes empfangen. Wenn ich selbst kleiner werde, kann Gott in meinem Leben wachsen. Jede Beziehung lebt davon, dass die Partner einander von sich geben, einander am eigenen Leben teilhaben lassen. Das erfordert Respekt voreinander und Vertrauen ineinander.
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Jesus kam nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann
namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er
wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte
ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf
einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.
Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus,
komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.
Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem
Sünder eingekehrt.
Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines
Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel
gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.
Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden,
weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist.
Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was
verloren ist.
(Lukasevangelium Kapitel 19, Verse 1 bis 10)
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- Ich bringe meine tiefste Sehnsucht vor Gott zu Sprache.
- Ich stelle mir die Szene aus dem Neuen Testament in meiner Phantasie vor. Was empfinde ich, was rede ich, worum bitte ich?
- Zachäus kletterte entschlossen auf den Baum und zog seine Konsequenzen aus der Begegnung mit Jesus. Und ich?
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Die Welt, o Gott, ist Deiner so voll.
Aus allen Poren der Dinge quillst Du gleichsam uns entgegen.
Wir aber sind oft blind.
Wir bleiben in den guten und schlechten Stunden hängen.
Wir erleben sie nicht durch bis zu dem Brunnenpunkt,
an dem sie aus Dir hervorgehen.
Das gilt für das Gute und für das Elend.
In allem willst Du mit uns Begegnung feiern
und erwartest die anbetende und liebende Antwort.
Dann wird das Leben frei in der Freiheit,
die wir so oft gesucht haben.
(P. Alfred Delp, 1907 – 1945)
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Bete nun das entsprechende Gesätz des Rosenkranzes, also das Vaterunser, dann 10 Gegrüßet seist du Maria, indem du jeweils an ‘Jesus‘ das Geheimnis anhängst (…die Frucht deines Leibes Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für…), nach dem zehnten Gegrüßet seist du Maria folgt das Ehre sei dem Vater, und du schließt mit dem Fatimagebet (O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen). - Gottes Segen sei mit dir!
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Jeden Tag folgen weitere Geheimnisse, die zum Meditieren und Beten einladen!
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Bestellung für das Heft Zeit zu beten – 15 Tage mit dem Rosenkranz:
Diakon Markus M. Riccabona, Tel.: 0676/82 66 15 335,
E‐Mail: m.riccabona@kirche.at
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