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Heilige Messen können so erfüllend sein. Sie sind es vor allem durch das Geschenk Jesu Christi, die eucharistische Kommunion. Aber auch der Priester – selbst erfüllt von der Gnade Gottes – hat seinen Anteil am Geschehen…
Wie diese Sonntagsmesse gezeigt hat, ist die Konzentration auf die Inhalte der Messe sehr hilfreich! Zunächst hat der junge Zisterzienserpater – dessen Namen ich noch nicht in Erfahrung gebracht habe – den Dreiklang aus Lesungen, Psalm und Evangelium ganz wunderbar dargebracht, und in der anschließenden Predigt aufgelöst.
„Warum heilte Jesus nur so wenige Menschen?”
“Warum heilte Jesus nicht so viele Menschen wie möglich? Warum ging er so unsystematisch vor?“ lauteten die Eingangsfragen.
Das Buch Levitikus (13,1-2.44-46) bereitet den Boden für das Thema „Umgang mit den Aussätzigen“. Dahinter steht das Bild der Haut als Grenze zwischen (heiliger) Seele und (unreiner) Welt, und weiter die Parallele zum Chaos der Welt, wie sie sich uns darbietet.
Der Psalmist (32[31],1-2.5.11) verdeutlicht uns den Grund für das Chaos der Welt, sprich die Wurzel allen Übels – die Sünde – und gibt uns gleichzeitig das Rezept, das Böse zu überwinden: „Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. Und du hast mir die Schuld vergeben. [Sela] Freut euch am Herrn und jauchzt, ihr Gerechten, jubelt alle, ihr Menschen mit redlichem Herzen!“ Das Bekenntnis der Sünde – des Fernseins von Gott – gibt die Kraft zur Überwindung des Chaos.
Die nachfolgende Lesung (1.Kor 10,31-33.11,1) erschließt uns eine weitere Dimension christlichen Lebens. Paulus will uns aus der Mittelmäßigkeit emporheben und erklärt: „Auch ich suche allen in allem entgegenzukommen; ich suche nicht meinen Nutzen, sondern den Nutzen aller, damit sie gerettet werden. Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.“ Wer nicht seinen Nutzen sucht, sondern Paulus und mehr noch Jesus folgt, der findet die Energie und Liebe, an der Wiederherstellung der Ordnung mitzuarbeiten.
Jetzt kann der Sinn des Evangeliums (Mk 1,40-45) erst erschlossen werden. „Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es – werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.“ Jesus heilt – scheinbar zufällig – einen der Aussätzigen. Dabei ist es nicht sein Wille, alle zu heilen, denn Er hat etwas ganz anderes im Sinn, sein Herz brennt für die Wurzel allen Übels, die Tilgung von Schuld und Sünde! Würde er auch alle heilen, die Sünde wäre weiter am Leben…
Die Schlusssätze des Evangeliums bringen es auf den Punkt, denn der Geheilte verfällt sofort wieder in das Sündigsein, indem er sich in keinster Weise an die Worte Jesu hält. „Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so daß sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.“
So nimmt Jesus selbst das Leben eines Aussätzigen – ein Leben außerhalb der Städte, in der Abgeschiedenheit – auf sich, um den Willen Gottes zu erfüllen und uns am Kreuz zu befreien.
Zusammengefasst wird klar: Es geht (Jesus) nicht um die irdische Heilung aller, das Leiden muss also sein, denn es geht um höhere Ziele: Die Abwendung von der Sünde; Die Hinwendung zu Gott; Die Arbeit gegen das Chaos; Das Mitwirken am Frieden.
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PS: Muss eigens erwähnt werden, dass diese Heilige Messe mit Schuldbekenntnis, Psalm, und Embolismus (Einschub beim Vaterunser) gefeiert wurde?
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