Zeit zu beten – Dialog durch Gebete

Beten, katholische Gebete, christliche Spiritualität, Online Gebetskreis, Jesus Christus, Gottesmutter Maria


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Fruchtgenuss und Hoffnungslosigkeit (Teil 9)

13. und 14. Station

13. und 14. Station

Jesus ist gestorben, sein Herz wird von der Lanze des römischen Soldaten durchbohrt, und es entströmen ihm Blut und Wasser: geheimnisvolle Darstellung des Stroms der Sakramente, der Taufe und der Eucharistie, aus denen von dem geöffneten Herzen des Herrn her immer neu die Kirche geboren wird. JESUS WIRD VOM KREUZ ABGENOMMEN UND IN DEN SCHOß SEINER JUNGFRÄULICHEN MUTTER GELEGT. Seine Gebeine werden nicht, wie die der beiden anderen Gekreuzigten, zerbrochen; so erweist er sich als das wahre Osterlamm, an dem kein Gebein zerbrochen werden darf (Ex 12,46). Und nun, da alles durchlitten ist, zeigt sich, dass er trotz aller Verwirrung der Herzen, trotz der Macht von Hass und Feigheit nicht allein geblieben ist. Es gibt die Getreuen. Unter dem Kreuz waren Maria, seine Mutter, ihre Schwester Maria, Maria Magdalena und der Jünger gestanden, den er liebte.

Nun kommt auch ein reicher Mann, Josef von Arimathäa: Der Reiche findet durch das Nadelöhr, weil Gott ihm die Gnade dazu schenkt. JESUS WIRD INS GRAB GELEGT. Er bestattet Jesus in seinem noch unberührten Grab in einem Garten: Der Friedhof wird zum Garten, wo Jesus begraben wird – zum Garten, aus dem Adam vertrieben wurde, als er sich von der Fülle des Lebens, von seinem Schöpfer losgerissen hatte. Das Grab im Garten lässt uns wissen, dass die Herrschaft des Todes zu Ende geht.

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Von der Erhöhung und dem Sterben am Kreuz (Teil 8)

11. und 12. Station

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet“ (Ps 22,7). Im Buch der Propheten heißt es weiter: „Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet …Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen“ (Jes 53,3f).

Halten wir inne vor diesem Bild des Schmerzes, vor dem leidenden Gottessohn. JESUS WIRD ANS KREUZ GENAGELT. Schauen wir auf ihn hin in den Stunden der Selbstgerechtigkeit und des Genusses, damit wir lernen, Grenzen einzuhalten, das Vordergründige unseres materiellen Lebens zu durchschauen. Blicken wir auf ihn hin in den Augenblicken der Not und der Anfechtung, um zu erkennen, dass wir gerade dann Gott nahe sind. Versuchen wir, sein Gesicht zu erkennen in denen, die wir verachten möchten. Beten wir zu Jesus Christus, unserem Herrn, der seine Macht nicht gebrauchen wollte, um vom Kreuz herabzusteigen, sondern die Not des Kreuzes bis zum Ende durchgelitten hat. JESUS STIRBT AM KREUZE.

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Von der totalen Niederlage und Entehrung (Teil 7)

9. und 10. Station

Müssen wir nicht auch daran denken, wie viel Christus in seiner Kirche selbst erleiden muss? Wie oft wird das heilige Sakrament seiner Gegenwart missbraucht, in welche Leere und Bosheit des Herzens tritt er da oft hinein? Wie oft feiern wir nur uns selbst und nehmen ihn gar nicht wahr? Wie oft wird sein Wort verdreht und missbraucht? Wie wenig Glaube ist in so vielen Theorien, wie viel leeres Gerede gibt es?Benedikt XVI., auf dem Kreuzweg 2005, spricht weiter:

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Vom Rückfällig werden und vom Trösten (Teil 6)

7. und 8. Station

Der Mensch liegt im Staube. Der Herr trägt diese Last und fällt und stürzt, um zu uns zu kommen. JESUS FÄLLT ZUM ZWEITEN MAL UNTER DEM KREUZ. Er schaut uns an, damit das Herz in uns wieder erwacht; er fällt, um uns aufzuheben.

Es reicht nicht, mit Worten und Gefühlen über die Leiden dieser Welt zu klagen, während unser Leben doch weitergeht, wie es immer war. Deswegen macht uns der Herr auf die Gefahr aufmerksam, in der wir selber leben. Er zeigt uns den Ernst der Sünde und den Ernst des Gerichts. Sind wir nicht allzu sehr versucht, bei allen Worten der Empörung über das Böse und über das Leid der Unschuldigen das Geheimnis des Bösen zu verharmlosen?

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Vom Zulassen der Hilfe, auch ohne Gegenleistung (Teil 5)

5. und 6. Station

Männer und Frauen stehen Jesus auf seinem Kreuzweg zur Seite, so gut sie es können: So stellen sich die Stationen V und VI dar. SIMON VON ZYRENE HILFT JESUS DAS KREUZ TRAGEN. Auch wenn du gerade nicht daran gedacht hast, kann sich die Gelegenheit zu helfen ergeben. Nütze diese Chance! VERONIKA REICHT JESUS DAS SCHWEISSTUCH. Vielleicht hast du nichts in der Hand, wenn du Hilfe erhältst. Dann gib als Gegenleistung dich selbst, einen Teil von dir, so gut du es kannst.

Simon und Veronika helfen auf ihre Weise, so wie sie es können. Keine Geschlechterbenachteiligung in diesem Fall, und schon gar nicht zulasten der Frauen – im Gegenteil:

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Vom Mut zu fallen und zu enttäuschen (Teil 4)

3. und 4. Station

Zwei Liebesbotschaften, die uns Mut machen! Auf diesen gemeinsamen Nenner lassen sich die Stationen III und IV bringen. JESUS FÄLLT ZUM ERSTEN MAL UNTER DEM KREUZ. Wenn wir den Mut haben, zu fallen, sind wir auch fähig zu lieben. In der Schwachheit liegt die Stärke, und in der Erniedrigung liegt der Keim zur Liebe. JESUS BEGEGNET SEINER BETRÜBTEN MUTTER. Wenn wir uns eingestehen, dass wir geliebte Menschen auch enttäuschen,

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Vom Annehmen des Kreuzes (Teil 3)

2. Station

Christus geht offenen Auges auf den Tod zu. Er handelt nach dem Willen des Vaters: JESUS NIMMT DAS KREUZ AUF SICH. Einige derer, die seinen Tod verlangen, haben den Messias noch wenige Tage zuvor erlebt, waren vielleicht sogar berührt von seinen überzeugenden und gnadenreichen Worten und Taten. Man muss dabei unwillkürlich beten: “Herr, sie wußten nicht, was sie taten!” …und doch musste es geschehen, für die Erlösung aller Menschen.

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

KREUZWEG. Eine Hinführung (Teil 1)

Kreuzweg: BXVI trägt das Kreuz

10 Tage noch bis zur Osternacht, bis zur Befreiung. Jedes Jahr wieder, und doch: Was für eine fantastische Erwartung, und was für ein traumatischer Weg bis dorthin! Mein Vorhaben lautet, bis Samstag die ersten beiden, und Sonntag bis Karfreitag jeweils zwei Stationen pro Tag zu durchwandern – jeder ist herzlich willkommen, den Weg mitzugehen! Als Inspiration nehme ich den Kreuzweg von  Tomislav Ivančić, den viele von Medjugorje her kennen, und den Kreuzweg, den Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. im Jahr 2005 veröffentlicht hat.

Das Kreuz ist die Tür, die uns den Weg zum Heiligen Geist öffnet (T.Ivančić) , doch zuvor gilt es, das Kreuz anzunehmen. (Ja, ich habe lange gebraucht, um das Kreuz anzunehmen…) Um das Kreuz annehmen zu können, bedarf es einer Umkehr: Das ist die Entscheidung, Gott nicht mehr davonzulaufen, sondern…

Weiterlesen →