CHRISTEN IN DER ISLAMISCHEN WELT?

Auf opendoors-de.org gibt es den Aufruf, für Christen in der islamischen Welt zu beten. Daraus ergeben sich ganz konkrete Gebetsanliegen:

Wenn Adventwachbleiben“ bedeutet, dann findet sich hier eine gute Gelegenheit, bewusst für diese Christen zu beten. Eine Woche hat über 10.000 Minuten, wie wäre es mit 10 Minuten für die folgenden Gebetsanliegen?

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In westlichen Staaten ist ein Religionswechsel Ausdruck einer persönlichen Entscheidung. Doch obwohl viele muslimische Staaten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und damit das Recht auf Religionsfreiheit bzw. -wechsel anerkannt haben, ermöglicht dies nach islamischem Verständnis zwar einem Juden oder Christen Muslim zu werden, nicht aber einem Muslim Christ zu werden. Die Verfassung Afghanistans etwa schreibt vor, dass «kein Gesetz dem Glauben und den Bestimmungen der heiligen Religion des Islam widersprechen» darf.

Freiheit zum Religionswechsel

opendoors-hegazy-bIn Ägypten kämpft der ehemalige Muslim Muhammad Hegazy (vor der Konvertierung Maher Ahmad El-Mo’otahssem Bellah El-Gohary) derzeit um die offizielle Anerkennung seiner Hinwendung zum Christentum.

Nach Todesdrohungen von Islamisten musste er mit seiner Frau untertauchen. (Siehe auch den Bericht von livenet.de)

Bitte betet dafür, dass jeder Muslim ungestraft seine Religion selbst wählen darf, und dass Muslime, die Christen wurden, offen und ungefährdet ihr Christsein bekennen dürfen.

Integration in Gemeinden

Als Sara und ihr Mann Christen wurden, lebten sie in Oberägypten. Von ihrer Familie wurden sie schikaniert. Zudem war es schwer, eine Gemeinde zu finden. Die Leiter ethnischer Gemeinden – nicht nur in Ägypten – haben Angst, ehemalige Muslime aufzunehmen. «In jeder Kirche gibt es getarnte Spitzel, die die Gemeinden überwachen und ehemalige Muslime ausspähen», berichtete sie. Sara zog mit ihrer Familie in die Hauptstadt Kairo, wo sie in einer mitgliederstarken Gemeinde untertauchen konnten, wo niemand ihre Herkunft kennt.

Bitte betet dafür, dass ethnische Gemeinden den Mut haben, ehemalige Muslime aufzunehmen, damit sie von der Gemeinschaft der Gläubigen nicht ausgeschlossen sind. Betet bitte auch für ehemalige Muslime, die andere Muslime, die Jesus begegneten, in ihrem neuen Glauben begleiten.

Schande für die Familie

Die Familie hat in der islamischen Welt einen hohen Stellenwert. Verlässt ein Muslim den «rechten Weg» gilt es, die Familienehre wiederherzustellen. Es kommt vor, dass ein Abtrünniger tagelang ohne Essen eingesperrt, misshandelt und gezwungen wird, zum Islam zurückzukehren. Einige haben ihre Entscheidung, Jesus nachzufolgen, mit dem Leben bezahlt.

«Du bringst Schande über uns.» Mit diesen Worten verstieß Achmeds Vater seinen Sohn; er verlor jeglichen Erbanspruch und wurde aus dem engen Familienverbund verstossen. Achmed stammt aus einem Land im Mittleren Osten und stellte nach seiner Bekehrung kritische Fragen über den Islam. Wegen Gotteslästerung kam er mehrmals ins Gefängnis und wurde gefoltert. Man verwies den Studenten der Universität. Oft musste er den Wohnort wechseln, wenn bekannt wurde, dass er früher Muslim war. Seine Frau ließ sich scheiden und kehrte zu ihrer muslimischen Familie zurück.

In Jordanien wurde die Ehe von Mohammad Abbad (40) von einem Scharia-Gericht annulliert. Sein Vater hatte ihn wegen Abfall vom Islam angezeigt. Ihm droht, das Sorgerecht für seine Kinder zu verlieren. Die Familie musste ins Ausland fliehen. (siehe auch bei CSI.)

Bitte betet für die vielen Konvertiten, die allein und von ihrer Familie verstoßen leben müssen. Unter der Isolation leiden sie sehr. Betet bitte für ihre Versöhnung mit den Verwandten.

Gewalt gegen Frauen

opendoors-jamilaIn Nigeria sollte eine 14-jährige Muslima, die Christin wurde, gezwungen werden, einen Muslim zu heiraten. Jamila Nomas (Foto) Vater brachte seine Tochter wegen ihres Abfalls vom Islam vor ein Scharia-Gericht. Sie protestierte im Gerichtssaal: «Wenn du mich wegen meiner Entscheidung Christ zu werden zwingst, einen Muslim zu heiraten, möchte ich lieber von dir getötet werden.» Nach mehreren Vergewaltigungsversuchen des künftigen Ehemannes floh sie und konnte untertauchen. (Siehe auch die Petition durch CSI.)

In Pakistan vergewaltigten Familienangehörige die 24-jährige Sehar Mohammed Shafi. Sie konnte mit ihrem Mann und den Kindern aus Karachi fliehen. Doch lebt sie heute in Angst, von ihrer Familie entdeckt zu werden. Ihre Rückkehr zum Islam würde ihre Probleme lösen. Doch Sehar sagt: «Wir lieben Jesus; wie könnten wir ihn verraten?»

Betet bitte für ehemalige Muslimas, die Christinnen wurden. Sie erfahren nicht selten sexuelle Gewalt, um ihre Rückkehr zum Islam zu erzwingen oder werden in ihren Familien wie Sklaven gehalten. Gelingt ihnen die Flucht, brauchen sie Christen, die ihnen an sicheren Orten Zuflucht gewähren. Betet, dass ihnen geholfen wird, mit einer neuen Identität, einem Arbeitsplatz und einer Wohnung.

Heimlicher Glaube

In streng islamischen Ländern wie dem Jemen, Somalia oder auch Saudi-Arabien können Muslime, die Christen wurden, nur im Untergrund leben. Vielen erschien Jesus in Träumen und Visionen als Gottes Sohn. Manchmal gelingt es, Kontakte zu anderen Neubekehrten zu knüpfen, die sich vorsichtig in Hausgemeinden treffen. Manche leben weiter in ihrer muslimischen Familie. Niemand weiß, dass sie Christen sind. In Somalia forderte ein islamischer Geistlicher die Todesstrafe für Nicht-Beter. «Wer seine Gebete nicht spricht, wird als Ungläubiger betrachtet und muss nach der Scharia getötet werden.»

Gezwungen ein Doppelleben zu führen, besuchen deshalb neue Christen weiter die Moschee, aber bei den rituellen Gebeten rufen sie Jesus an. Ali Mustaf Maka’il wurde in der somalischen Hauptstadt Mogadischu von einem Islamisten erschossen (ermordet am 18.09.200 siehe CSI). Der Muslim, der Christ wurde, weigerte sich, Koranverse zu singen. Andererseits gibt es im Jemen ehemalige Muslime, die mit Imamen über die Bibel sprechen.

Bitte betet für die heimlichen Christen, die ihrem Glauben treu bleiben wollen und unter Lebensgefahr das Evangelium weitergeben. Betet dafür, dass sie Bibeln erhalten und für Kontakte zu Christen, um im Glauben zu wachsen und ermutigt zu werden.

Wege der Evangelisation

Etablierten ethnischen Kirchen etwa im Iran ist es verboten, ehemalige Muslime zu unterstützen. Werden sie dennoch aufgenommen, droht die Schließung der Kirche. Viele Neubekehrte leben daher verstreut im Land oder bilden kleine Hausgemeinden. Oft mangelt es ihnen an fundierter biblischer Unterweisung, was zu Sektenbildung führen kann. Viele Iraner – wie auch Muslime in anderen Ländern – finden durch persönliche Kontakte zum Glauben. Ein Bibelkurier im Iran etwa liest im Bus im Neuen Testament. Zeigt ein Mitreisender Interesse, spricht er über das Evangelium. Eine Muslima erzählte ihm bei solch einem Gespräch, dass sie seit zwei Jahren eine Bibel suche. Vor wenigen Tagen habe sie den Propheten Isa (Jesus im Koran) gebeten, ihr eine zu schenken.

Über Satelliten-Fernsehen, Radioprogramme oder in Chatrooms im Internet erfahren Muslime vom Evangelium. Neue Gläubige werden durch ermutigende Predigten gestärkt und unterwiesen. Ein Muslim stahl im Iran eine Satellitenschüssel. Beim Fernsehen stieß er auf eine Predigt in Farsi über Sünde und Vergebung. Die Botschaft brachte ihn zur Umkehr. Heute gehört er zu einer Gruppe von zwölf ehemaligen Kriminellen, die Christen wurden.

Betet bitte für Freundschaften und Begegnungen, die Produktion von christlichen Programmen und die Verteilung von Bibeln, DVDs und CDs, durch die Muslime wie junge Christen das Wort Gottes kennenlernen und darin geschult werden.

Kirchenschließungen

In Algerien sind die meisten evangelischen Christen ehemalige Muslime. Sie bilden eine Minderheit im Land. Der Religionsminister bezeichnete sie als eine Bedrohung für die Staatssicherheit, viele Kirchen wurden angewiesen zu schliessen. Was den Lehren des Islam entgegensteht, ist verboten. Nur Kirchen mit Registrierung sind erlaubt, doch die ist kaum zu bekommen. Eine offizielle Registrierung bedeutet staatliche Kontrolle, Unabhängigkeit heißt, illegal zu bleiben. Bestraft werden kann jede Handlung, die «ermutigt, zwingt oder Mittel zur Verführung gebraucht, einen Muslim zu einer anderen Religion zu bekehren.» Vier vom Islam konvertierte Christen wurden zu Geld- bzw. Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt. Ihnen wurde die illegale Religionsausübung und das Verteilen von evangelistischen Schriften vorgeworfen. Sie hatten sich ohne staatliche Erlaubnis in einem Privathaus zum Gebet getroffen. Verhaftet wurde auch eine Lehrerin, die mehrere Bibeln bei sich trug. Der Staatsanwalt bot an, die Anklage im Falle einer Rückkehr zum Islam fallen zu lassen. Habiba Kouider lehnte ab. (Benedikt XVI. für Habiba Kouider.)

Bitte betet um Weisheit für die Gemeindeleiter, die vor der Entscheidung stehen, ihre Kirchen registrieren zu lassen.

Geistliche Führer

Es gibt durchaus Muslime, die den Islam lediglich als ihre kulturelle, traditionelle Religion und als einendes Band ihrer Nation verstehen. Doch gläubige, konservative Muslime studieren eifrig im Koran und anderen Schriften. Sie stutzen bei ihren Studien manchmal über die Darstellung von Isa (Jesus im Koran), der von Allah hoch geachtet wird. Auf der Suche nach Antworten schenken sie der Bibel, die im Islam als gefälscht gilt, doch Glauben. Der ägyptische Scheich Bahaa el-Din Ahmed (59) wurde so Christ (siehe auch wikipedia). Wegen Geringschätzung des Islam saß er zwei Jahre im Gefängnis.

Der ehemalige Leiter einer Moschee gehörte 20 Jahre lang einer islamischen Fundamentalistengruppe an. Nach seiner Freilassung sagte er: «Jesus war in dieser schweren Zeit immer an meiner Seite.»

Bitte betet für Ahmed, der weiter bedroht wird. Auch andere muslimische geistliche Führer, die Christen wurden, brauchen Beistand, Schutz und oft eine neue Identität. Betet dafür, dass die Bekehrung von einflussreichen Islamgelehrten Neugier für das Christentum weckt und nicht zu Gewalt führt.

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opendoors Gebetsanliegen und Patenschaften

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Bilder: opendoors-de.org

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