Warum betest Du?

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Das Stoßgebet bei der Suche nach dem Handy. Das innige Bittgebet in einer Notsituation. Der Dank nach einer bestandenen Prüfung. Das Vaterunser im Gottesdienst. Oder einfach das Innehalten in einem Moment der Stille. Gebete haben tausend Gesichter.

Warum betest Du? Klar, die Frage könnte auch lauten: Wie, oder wann, oder was betest Du. Aber machen wir es nicht unnötig kompliziert; mit ein wenig Fantasie und Freiheit läßt sich alles Wichtige in meine und Deine Antwort miteinschließen.

Eine erste kurze Antwort aus meinem Beten möchte ich euch nicht vorenthalten….

Sie trifft meinen Wunsch, meine Sehnsucht:

„Ich bete, um Verbindung zu halten zu dem, dessen Gedanke ich bin.“

“Jeder von uns ist Frucht eines Gedanken Gottes. Jeder ist gewollt, jeder ist geliebt, jeder ist gebraucht”, hat Benedikt XVI. 2007 in seiner Mariazeller Predigt gesprochen. Verbindung zu halten zu dem, der uns alle vom Ursprung her gedacht hat, das macht stark, und es findet den direkten Weg zu Gott. Aber es gibt sicher ganz viele Antworten, persönliche Motive und individuelle Gründe, zu Gott (zu Jesus, dem Heiligen Geist, Maria, oder bestimmten Heiligen) zu beten.

Gebete haben 1000 Gesichter. Kannst Du uns beschenken, mit einigen Deiner Gedanken?

Mit Deinen Erfahrungen geben wir anderen Menschen eine Hilfe, zum Gebet zu finden…

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36 Gedanken zu “Warum betest Du?

  1. Woran ich gerne denke, ist einfach Zeit mit Gott, Zeit mit Jesus zu verbringen.
    Diese Zeit ist ohnehin nur ein kleiner Teil der Zeit, die mir (für mich, die Familie, die Freunde) zur Verfügung steht…

    1. Wie kann das sein, wenn Gott überall ist, ist er dann nicht auch in Deiner übrigen Zeit?
      Ich verstehe diese merkwürdige Trennung nicht. Wo die Liebe ist, da ist doch Gott, oder liebst Du Deine Familie und Deine Freunde nicht?

      1. Das will ich gerne aufklären: Es gibt keine Trennung, da kann ich dir nur zustimmen, Gott ist immer und überall. Ich meine ja auch etwas anderes:
        +
        Die Rede ist von meiner Bereitschaft, auf den dreieinigen Gott zuzugehen. Also ganz bewusst im Gebet und in der Anbetung meine Zeit zu schenken.
        +
        Es gibt genug Menschen, die sich diese Zeit nicht oder nicht mehr nehmen. „Ich will nicht.“ „Was bringt das.“ „Ich habe einfach keine Zeit.“ Diese Antworten sind ganz typisch, wenn sie zu einer Anbetung eingeladen werden.
        +
        Für meinen Teil möchte ich Gott immer wieder „zeitzubeten“ anbieten, eben weil ER immer da ist, und ich bewusst darauf antworten möchte.
        +
        Danke für dein Nachfragen :-)
        LG, Stefan

  2. Ich bete machmal, wenn ich für Kleinigkeiten dankbar bin, aber auch für den Segen und Schutz und Leitung Gottes für mich und die mir anvertrauten Menschen.

    1. „Beten für die mir anvertrauten Menschen…“ das ist ja auch eine Art Sühnegebet:

      So wie Christus für uns gehandelt und gebetet hat, können wir das für unsere Lieben, unsere Nächsten und Fernsten tun, und nehmen dabei ein klein wenig am Erlösungswerk Christi teil…. ein schöner Gedanke finde ich, besser gesagt eine schöne Chance, Jesus näher zu kommen!

      Danke für Deinen Beitrag, Marc!

  3. Ich bete abends, weil ich dabei innerlich zur Ruhe komme. Ich spreche mit Gott und danke ihm für den Tag. Ich bitte darum, dass er mir Energie schenkt und dass er mich weiterhin auf meinem Weg begleitet. Zum Schluss sage ich ihm Dank dafür, dass er für uns einfach da ist!

    1. „Innerlich zur Ruhe kommen…“ Ist das nicht schön? Und es erinnert an Augustinus, der sagt: Erst wenn wir wirklich bei Dir, großer Gott, ankommen, findet unser Herz Ruhe…!

      Danke, querkraft!

  4. Ich antworte mit dem Beginn des heutigen Tagesevangeliums:“Als Jesus nach Karfanaum zurückkam, wurde bekannt, daß er wieder zuhause war und es versammelten sich viele Menschen…..“(Mk 2)
    Beten ist für mich in erster Linie: diese Freundschaft mit dem Herrn zu pflegen,bei Ihm zuhause zu sein, ihn hören, ihn betrachten, mit ihm reden, auch von ihm beten zu lernen, …zum Beispiel mit ihm die Psalmen beten, mit Ihm in die „Einsamkeit“ gehen, besonders gern in der Nacht oder sehr früh am morgen, bevor es hell wird… Mich fasziniert der Gedanke, dass Jesus offensichtlich im Haus des Petrus in Kafarnaum zuhause war und dass sich da ein richtiger Freundeskreis um ihn bildete… genau das ist auch beten für mich: in der Gemeinschaft der Freunde Jesu, die er selber seine Familie nennt (vgl. auch Ratzinger/Benedikt XVI, Jesus von Nazareth) zu sein und gemeinsam zu beten….
    Heute nachmittag fiel mir die Geschichte einer Seele der Hl.Therese von Lisieux in die Hand und da beschreibt sie auch die dunkle Seite des Betens, wo sie keinen klaren Gedanken fassen kann (und derlei Erfahrungen mache ich auch phasenweise — wer nicht?) da schreibt sie:
    In solchen Situationen nimmt sie das Vater unser und das Gegrüßet seist du Maria und betet es langsam — wie ein Kind das die Worte seiner Mutter/seines Vaters nachahmt; was gibt es Schöneres?….

    1. Danke auch für den Hinweis auf die „kleine Therese“ (heilige Theresia vom Kinde Jesu).
      +
      Für mich wird sie so unwahrscheinlich „groß“, wenn sie uns mit kleinen Anleitungen und Erfahrungen hilft, z.B. über kurze Stoßgebete Gott wieder anzusprechen, wieder „einen Schwung des Herzens“ zu Jesus Christus zu machen!
      +
      Danke Dir, Georg!!

  5. Ich bete, weil mein Glaube an Gott mit jedem Gebet fester und inniger wird. Beten befreit die Seele von allen Ängsten. Ich bitte Gott mit jedem Gebet um seinen Segen für meine Familie und mich.

  6. Ich habe als Kleinkind einen schrecklichen Streit zwischen meinen Eltern beobachtet; der Streit meiner Eltern ging ums Beten. Mein Vater wollte meine Mutter zwingen zu beten.
    Ich habe mir dann lange Zeit keine Gedanken um das Gebet gemacht und nach meiner 1. Bekehrung, habe ich mir dann gesagt, mein ganzes Leben ist Gebet.
    Dann ging ich in ein Kloster und fand alles herrlich. Dort wurde ich entlassen, weil mein Kontakt zu Gott nicht stimmte, wenn ich wütend wurde. Ich konnte dann keinen Psalm mehr beten ohne zu weinen. Deswegen habe ich es gelassen. Bei den kleinen Schwestern Jesu lernte ich dann das stille Verweilen vor der Eucharistie kennen und schätzen.

    Heute weiß ich Gott ist immer da. Ich muss nicht an ihn denken. Er denkt an mich und mein ganzes Leben ist wieder ein Gebet.

    1. „…nach meiner 1. Bekehrung, habe ich mir dann gesagt, mein ganzes Leben ist Gebet.“
      +
      Wie du von ‚Bekehrung‘ zu ‚das ganze Leben ist ein Gebet‘ kommst, ist für mich nicht gut verständlich… vielleicht könntest du noch etwas dazu sagen :-) ?

      Grüße, Stefan

      1. Das kann ich gut verstehen Stefan, dass Du mich nicht verstehen kannst. Mit Deiner Verteidigung und Inschutznahme der Autorität des Papstes, bist Du ja auch ganz offensichtlich blind für seine Fehler. Damit bleiben sie ja auch unkorrigiert und ungesühnt.

        Ich habe vorher einem Gott den Rücken gekehrt und von dem will ich nichts wissen, dessen Wille es sein soll das Kinder sterben und verunglücken. Der den straft den er liebt. Von einer solchen Liebe will ich nichts wissen.

        Gott der mich nach Psalm 139 geschaffen hat, bedarf meiner Gebete nicht. Er ist ein guter Vater und eine gute Mutter, der sich über die Freiheit seiner Kinder freut. Ich war einfach bloß glücklich etwas von dem wiedergefunden zu haben, was mir als Kind selbstverständlich gewesen war.

        Zu Atheisten sage ich heute: „Sie brauchen nicht an Gott zu glauben. Ich tue es für sie mit. Außerdem können sie keinen Atemzug tun ohne ihn.“

        Dann kann ich mit ihnen zusammen dem wichtigen Thema der Gerechtigkeit zu wenden und habe unnötige und überflüssige Diskussionen gespart ob es nun einen Gott gibt oder nicht.

      2. hallo graefin,
        ich kann gar nicht verstehen, dass du mich nicht verstehst *lol*
        +
        in der Papstsache, auf die ich hier nur kurz eingehe, habe ich mehrmals gesagt, dass ich ihn dienend (!) erleben durfte: er ist nach Mariazell gekommen, und hat mich in sehr schlichter Weise („Maria, zeige uns Jesus“) beeindruckt. Der Papst als Autorität? Ja, die hat er, ABER auf theolounge zeige ich gerade, dass die Unfehlbarkeitsregel eben kein Ausdruck von Autorität ist!!! und dann weise ich darauf hin, dass der Papst Mensch ist, und eben gerade deswegen Fehler macht!!!
        +
        Zurück zu meiner Frage: Wie hat dich deine Bekehrung dazu gebracht, das Leben als Gebet zu sehen?
        Grüße, Stefan

  7. Dieses Zitat habe ich bei Kerstin http://www.kerstin.down-to-earth.de/ gefunden, und es spiegelt auch bei mir bestimmte Betsituationen wider:

    „Wenn Gott auf meine Gebete hin nicht offensichtlich reagiert, fürchte ich, er hat nicht hingehört, werde drängelnder, lauter, ängstlicher…
    Vielleicht sollte ich eine andere Strategie ausprobieren. Wenn er schweigt, einfach fragen: „Magst du mir sagen, wie ich dein Schweigen deuten kann?“

    Das ist keine direkte Antwort auf die Frage „Warum bete ich“ …und doch kann ich sagen, dass ich gerade in trockenen und ungeduldigen Zeiten „um das Beten kämpfe“, weil ich dann wieder lernen kann, Gott in meiner Seele zu spüren und zu hören.

    1. „WEIL GOTT MICH HÖRT.“
      +
      Dieser kurze Kommentar soll nicht untergehen!!!
      +
      Aus diesem beitrag von alipius spricht echtes und tiefes Vertrauen, ein Trost für uns alle: ER ist immer da für uns.
      +
      Danke, alipius!!

  8. Da ich vom Yoga her kam, war für mich Meditation ganz entscheidend, es war die erste Gebetsform, die ich kannte (neben dem auswendig gelernten Vaterunser und Psalm 23, die ich aber erst jetzt wieder bete). Die Stille Anbetung fand ich deshalb ganz fantastisch für mich, und daneben half sie mir, ein Verhältnis zum Allerheiligsten zu bekommen, als ehemalige Protestantin war mir das ein echtes Anliegen. Heute bete ich besonders gerne Psalmen, traditionelle Formen wie alle möglichen Rosenkränze oder einfach mal schnell „zwischendurch“ ein Ave Maria oder den Satz des Herzensgebets. Mit dem Praktizieren wuchs mein Vertrauen, ich hatte erstaunliche Erhörungen, aber ich bete natürlich nicht nur deswegen, sondern um mein Vertrauen weiter zu entfalten (welches mir öfter und vor meiner Bekehrung absolut mangelte). Gebet ist für mich nach wie vor spirituelle Übung, etwas, was man sich jeden Tag neu aneignen kann und darf. Vom Beten ohne Unterlass bin ich noch weit entfernt, aber ich freue mich jeden Tag über die neue Gelegenheit, wieder ein Stück mehr zu erfahren dadurch.
    Lieben Gruß
    Elsa

    1. „Die Stille Anbetung … half mir, ein Verhältnis zum Allerheiligsten zu bekommen, als ehemalige Protestantin war mir das ein echtes Anliegen.“ … “ Heute… bete ich, um mein Vertrauen weiter zu entfalten (welches mir öfter und vor meiner Bekehrung absolut mangelte).
      +
      Die intensivste Gemeinschaft mit Jesus Christus einerseits, und die Entfaltung eines tiefen Vertrauens: Ist es nicht fantastisch, was durch Beten möglich werden kann?
      +
      Danke Dir sehr, Elsa!!

  9. Wie schon oben erwähnt haben Gebete tausende Gesichter, je nach Lebensalter, Umständen und Motivation.
    Ich denke meine Hauptgründe zu beten waren entweder weil ich auf irgendeine Weise Hilfe von Gott brauchte, oder weil ich einfach seine Nähe spüren wollte. Wenn ich seine Nähe oder Hilfe spüre danke ich ihm einfach ganz natürlich wie einem guten Freund oder Vater.
    Eine große Motivation ist auch das Leid von anderen, mögen sie mir nahestehen oder mich sonst irgendwie berühren. Außerdem liebe ich es Gottes Stimme in meinem Herzen zu hören. Ich bin einfach neugierig, was ER mir zu sagen hat.

    1. “Hilfe von Gott brauchen…” genauso einfach ist es, ER ist ja da für uns, also können wir ihn auch ansprechen.
      …sicher nicht für den neuen Flachbildfernseher, aber für geistliche und liebende Hilfe, die wir anderen weitergeben können…!
      +
      Danke Dir, DonRalfo!!

  10. Warum bete ich?

    Im Blog betezujesus wird gefragt: „Warum betest Du?“ Während über das Wie oft geredet wird, fragt man in gläubigen Kreisen meistens nicht nach dem Warum. Für mich gibt es eigentlich einen sehr guten Grund zum Beten: Jesus hat uns selbst immer wieder dazu aufgefordert. Eine sehr ‚motivierende‘ Grundlage bietet zum Beispiel Joh 15,7: „Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.“ Natürlich geht es auch darum, die Verbindung zu halten – nicht nur, weil Jesus sagt: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15,5), sondern auch, weil mir Gott wichtig ist. Wichtiger als jeder Mensch, den ich kenne. Ich möchte in einer Beziehung zu Gott stehen, ich sehne mich danach. Und da wär’s doch doof, die Verbindung abreißen zu lassen.

    1. „Ich möchte in einer Beziehung zu Gott stehen, ich sehne mich danach.“
      +
      Ist das nicht ein tiefer Grund zu Beten.? Weil das Sehnen nach Gott mit der Zeit immer stärker wird? (Und umgekehrt in Phasen der Trockenheit die Trennung von IHM umso stärker zu spüren ist?)
      +
      Danke, Amica!

  11. Ich bete, weil Gespräch ein tiefer Ausdruck einer intimen Beziehung ist. Ich bete, weil ich damit in eine fremde, neue und aufregende Realität eindringe und sie ein Stückchen auf die Erde hole: das Reich Gottes.
    Ich bete zu Vater, Sohn und Heiliger Geist (und nicht zu Maria und den Heiligen, den kleinen Seitenhieb konnte ich mir dann doch nicht verkneifen…;-D), weil sie drei Gesichter und Seinsweisen des einen Gottes sind und ich es einfach genieße, als Kind Gottes direkt mit dem Vater verbunden zu sein – unmittelbar, nackt, ungeschützt, authentisch.
    Ich bete in Sprachen, wenn es mich überkommt oder mir die Worte fehlen…

    1. (Kommentar von rotegraefin an wegbegleiter gerichtet, den ich hierher kopiert habe)
      +
      Wenn Du lieber zu dem Gott betest, der den weiblichen Teil Gottes ignoriert und damit Neid Eifersucht und Mord herauf beschwörst, ist das natürlich Deine Entscheidung. Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen und zwar als Mann und als Frau. Danach haben wir erst durch die Erkenntnis von Gut und Böse das Paradies verloren haben. Erst wer wieder erkennt, dass alles so wie es ist gut ist, weiß auch dass das Reich Gottes da ist. Um diese Erkenntnis bete ich bei allen Menschen.

  12. @ wegbegleiter
    (Deine Kommentar habe ich direkt an wegbegleiters Beitrag dranghängt: Das macht die neue Kommentarfunktion möglich, also direkt auf Beiträge zu antworten!)

  13. Beten ist für mich heute in erster Linie Austausch mit Gott.
    Früher wurde ich dazu erzogen, eine gewisse Gebetshaltung (knien, Hände falten) einzunehmen, ehrerbietige Worte zu benutzen und möglichst „geistliche“ Inhalte zu formulieren.
    Heute bete ich weniger zu bestimmten Zeiten oder Gelegenheiten, sondern rede oft – einfach so – mit meinem Herrn. Sage ihm, wenn ich mich über den Sonnenuntergang freue oder den guten Wein, bringe ihm meinen Ärger oder Frust. Manchmal auch ohne Worte mit dem „Du weisst schon…“.
    Im Vergleich ist Beten für mich ähnlich wie das Leben mit meiner Frau: Auf mehreren Kommunikationsebenen, aber man muss und darf sich artikulieren, damit der Andere weiss, was mich beschäftigt. Und Gott nutzt ja wiederum auch seine Möglichkeiten, mich zu kontaktieren…

    1. Das wäre ja auch interessant, wie Gott „die Möglichkeiten nutzt, Dich zu kontaktieren“ – auch daraus ergibt sich vermutlich ein Grund oder jedenfalls ein Anlaß, wieder zu beten..
      +
      Danke für Deinen Beitrag, andy55!

  14. Uhhh warum ich bete, darüber habe ich mir nie wirklich Gedanken gemacht… vermutlich, weil es ein völlig natürlicher Teil des Lebens mit Jesus ist … oder sein sollte.
    Es gibt Situationen, da bete ich unbewusst, ganz von selbst, wenn ich z.B. von einem wunderschönen Anblick in der Natur überwältigt werde (ich bete nicht die Natur an, sondern ihren Schöpfer!). Ich kenne die Stoßgebete, überschäumenden Dank, Fürbitte für andere und auch das ganz simple Verharren in Gottes Gegenwart – ohne dabei viele Worte zu machen.

    1. Interessant ist ja, dass noch keiner der lesenswerten (!) Beiträge als Grund für ein Gebet davon spricht, mit Gott und sich selber ins Reine zu kommen… dabei ist das sicher auch einer der vielen Gründe, mit Gott ins Gespräch zu kommen.

      Danke jedenfalls, curioustraveller, für Deinen Beitrag!!

      1. Hm, kann daran liegen, dass das mit Gott und sich ins Reine kommen schon etwas spezifischer ist bzw. verstanden wird. Gebet ist hat ja so viel mehr Facetten… Aber Du hast natürlich recht. Wobei andere das vielleicht anders umschreiben würden…

        Schönes Thema b.t.w.

  15. „Unbeflecktes Herz Mariens, sei unsere Rettung. Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf Dich.“
    +
    Dieses Gebet spreche ich öfters am Tag in den unterschiedlichsten Situationen, um uns – alle Kinder Gottes – immer wieder neu dem Schutz Mariens anzuempfehlen. Dabei ist ein wichtiger Gedanke für mich, mit Maria auf Jesus zu schauen.
    Mit diesem kurzen Gebet wächst mein Vertrauen auf die Barmherzigkeit Jesu und ich fühle, dass ich Gottes geliebtes Kind bin.

    1. Diese Form des Betens zeigt, dass man mit wenigen Worten immer und überall eine Verbindung zu Jesus herstellen kann.
      +
      Das Bild, mit Maria auf den Gottessohn schauen zu dürfen, ist auch mir eine Hilfe geworden: Wenn nicht die Mutter, wer sonst könnte uns das Kind liebevoller zeigen und näher bringen?

  16. Mein Leben ist mein Gebet … hört sich komisch irgendwie an und war für mich als Christ nicht immer so. Ich bin auch nicht heilig abgesondert, sondern stinknormal. Aber eines habe ich mittlerweile begriffen: wenn mein Gott und Vater jedoch alles von mir weiß, mich geschaffen hat und mich schon im Mutterleib gesehen und geformt hat, er mein Leben auch in der Zukunft kennt und lenkt und Jesus all mein Mist getragen und mir genommen hat, ich rein gewaschen wurde und täglich den Staub an meinen Füssen ihn bringen darf … vor wem soll ich mich dann noch verstecken?

    Und so ist auch Zwiesprache zwischendurch oder hinter dem Steuer im Auto für mich „Dialog mit Gott“.

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