Aschermittwoch – Beginn einer Reise!

Die Fastenzeit will uns zu neuen Menschen formen, in denen Christus sichtbar wird. Der ganze Mensch soll frei und gesund werden; sich selbst wiederfinden; das einüben und verwirklichen, was wir durch die Taufe geworden sind.

Das Gesetz Christi weist uns den Weg: nicht fordern, sondern schenken; loslassen, sich selber lassen und wie durch den Tod hindurch das neue, größere Leben gewinnen.

Am Aschermittwoch beginnt die Kirche mit einem strengen Fast- und Abstinenztag ihren gemeinsamen österlichen Weg. Nach Möglichkeit nehmen die Gläubigen an diesem Tag am Gottesdienst teil und lassen sich als äußeres Zeichen der Bußgesinnung die Asche auflegen.

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Das Evangelium führt uns zu rechtem Beten;
wie aber soll die die stille Zwiesprache mit Gott beschaffen sein?

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. […] Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Matthäus 6,1-6.16-18)

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Wie verhalten wir uns in der Fastenzeit, was sind die Schlüsselfragen?

„Liebe Brüder, heute beginnen wir die große Reise der Fastenzeit. Schaffen wir also auf unser Schiff unseren ganzen Vorrat an Essen und Trinken und verstauen wir die reiche Barmherzigkeit, derer wir bedürfen werden.

Denn unser Fasten hat Hunger, unser Fasten hat Durst, wenn es sich nicht von Güte ernährt, wenn es sich nicht an der Barmherzigkeit erquickt. Unserem Fasten ist kalt und es erlischt, wenn es nicht vom wärmenden Fell des Almosens bedeckt ist, wenn es nicht vom Gewand des Mitleids eingehüllt ist.

Was das Öl für die Lampe ist, ist die Güte für das Fasten. Wie das Fett des Öles das Licht der Lampe zum Leuchten bringt und sie zum Trost einer ganzen Nacht leuchten lässt, so bringt die Güte das Fasten zum Leuchten: es sendet Strahlen aus, die in der Enthaltsamkeit ihren vollen Glanz entfalten.

Dieselbe Bedeutung also, die der Leib für die Seele hat, hat die Großherzigkeit für das Fasten. Wenn die Seele den Körper verlässt, bringt sie ihm den Tod; wenn die Großherzigkeit das Fasten nicht mehr begleitet, ist das der Tod des Fastens.“

(Hl. Petrus Chrysologus, um 406-450, Bischof von Ravenna)

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Der folgende Psalm führt mitten hinein in unser Beten:

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab, und mach mich rein von meiner Sünde!
Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was dir mißfällt.
So behältst du recht mit deinem Urteil, rein stehst du da als Richter.
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
Mach mich wieder froh mit deinem Heil; mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.
(Psalm 51[50])

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Es folgen weitere Impulse zur Fastenzeit!

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