Die Himmelfahrt deines Sohnes ist bereits unser Sieg…

In einem Beitrag zu Mariä Himmelfahrt wurde dreierlei berichtet, um uns das Thema Himmelfahrt näherzubringen.

(1) Alles ist Gnade

Für Christi Himmelfahrt dürfen wir sagen, dass es weniger um Begnadetsein geht, sondern in aller nur denkbaren Form um Gnade im aktiven Sinn.

Jesus ist nicht nur begnadet, er ist reichster Gnadenspender, Mittler aller Gnaden und damit persongewordene Hoffnung und Barmherzigkeit. Danke, Herr!

(2) Der Mensch als Ganzes

So haben wir für die Himmelfahrt Mariens festgehalten: Alles geht also über den Leib und mit dem Leib. Geburt, Mutterschaft, Nächstenliebe, Leiden, Beten, Sterben… all dies ist ohne Leib nicht denkbar, wir sprechen von der Gesamtberufung des Menschen.

Was aber gilt für Jesus? Für Christus gilt, dass er ganz Mensch war und ganz Gott ist – somit dürfen wir auch in Bezug auf unseren Herrn von Gesamtberufung sprechen… doch dann müssen wir auch die Gottheit Christi ansprechen, und hier versagt alles Denken und Sprechen. Verneigen wir uns vor einem Gott, der uns seinen einzigen Sohn gesandt hat, der für uns (als Mensch) gelitten hat, schließlich gestorben, begraben, auferstanden und zum Himmel aufgefahren ist!

(3) Ziel unseres Daseins

Schließlich wird uns an diesem Hochfest erneut bewusst, welches unser Ziel ist. Immer neu tauchen die Verheißungen Gottes auf, dass unser Leben nicht in dieser Welt Vollendung findet, sondern eine neue Zukunft in einem neuen Himmel und einer neuen Erde eröffnet wird.

Es ist unser fester Glaube, dass Christus uns den Weg gewiesen hat, im Namen des Vaters. Unser Gott ist ein Gott des Lebens und der Liebe. Er will das Leben und nicht den Tod, er will das ganzheitliche und bleibende Leben. Jesus will unsere Umkehr, unser Heil, ja unsere Heiligung mit einem himmlischen Ziel: Das Heil seiner Kirche – und das ewige Leben der Kinder Gottes. Dafür ist er in den Himmel aufgefahren, sitzt zur Rechten Gottes, und hat uns seinen Heiligen Geist gesandt.

Abschließend ein Kommentar zum heutigen Evangelium:

„…wir sind die Glieder seines Leibes“

Gott und die Menschen sind zu einer Art geworden. Deshalb sagt der hl. Paulus: „Wir sind von Gottes Art“ (Apg 17,29). An einer anderen Stelle sagt er: „Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm“ (1 Kor 12,27).

Das bedeutet: Wir sind zu seinen Verwandten geworden durch das Fleisch, das er angenommen  hat. Uns ist also durch sein Verdienst der Himmel gewährleistet: das Fleisch, das er von uns genommen hat, und auf Erden der Heilige Geist, der in uns wohnt…

Was wundert ihr euch, dass der Heilige Geist mit uns ist und zugleich im Himmel, wenn der Leib Christi zugleich im Himmel und mit uns ist? Der Himmel hat den geheiligten Leib in Besitz genommen, die Erde hat den Heiligen Geist empfangen.

Christus ist gekommen und hat den Heiligen Geist gebracht, dann ist er in den Himmel aufgestiegen und hat unseren Leib dorthin mitgenommen… Welch furchterregender und erstaunlicher göttlicher Ratschluss! Wie sagt doch der Prophet: „Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!“ (Ps 8,2)…

Die Gottheit ist erhöht worden. Wörtlich heißt es: „Er wurde vor ihren Augen emporgehoben“ (Apg 1,9), er, der in allem groß ist, der große Gott, der große Herr, der auch „ein großer König über die ganze Erde“ ist (Ps 47,3). Ein großer Prophet, ein großer Priester, ein großes Licht – er ist groß in allem.

Und er ist nicht nur groß durch seine Göttlichkeit; er ist es auch in seiner Fleischlichkeit; denn er ist Hoherpriester und großer Prophet. Wie das? Hört, was der hl. Paulus sagt: „Wir haben einen erhabenen Hohenpriester, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes; lasst uns an dem Bekenntnis festhalten“ (Hebr 4,14).

Wenn er Hoherpriester und großer Prophet ist, dann ist es doch zutreffend, dass „ein großer Prophet unter uns aufgetreten ist und Gott sich seines Volkes angenommen hat“ (Lk 7,16). Wenn er ein Hoherpriester ist, ein Prophet, ein großer König, dann ist er auch ein großes Licht: „Das heidnische Galiläa, das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen“ (Jes 9,1f; Mt 4,15). Wir haben also das Unterpfand unseres Lebens im Himmel, in den wir mit Christus emporgehoben worden sind.

(dem hl. Johannes Chrysostomus zugeschrieben)

***

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s