Deshalb schlägt mein Herz für Ihn (Herz-Jesu-Fest)

»Deshalb schlägt mein Herz für ihn, ich muss mich seiner erbarmen« (Jer 31,20). Im Neuen Bund erfahren die Menschen, die sich solange nach dem Messias gesehnt haben, die überreiche Erfüllung dieses Prophetenwortes. Darum bildete die dankbare und sühnende Anbetung der erbarmenden Liebe Gottes von den Anfängen des kirchlichen Lebens an eine ganz besondere Form der christlichen Spiritualität.

Je nach spirituellem Empfinden der Zeit blickten die Gläubigen dabei mehr auf die Liebe des Guten Hirten, die geöffnete Seite des Herrn am Kreuz, und schließlich das Herz des Erlösers, das Sinnbild seiner Liebe und seines Erbarmens.

Der katholische Theologe Hugo Rahner hat in seinem Werk »Fons vitae« dargelegt, dass eine Spiritualität des Herzens in der frühen Kirche ihre Wurzeln hat – also vorreformatorisch ist – und nicht erst in der neuzeitlichen Herz-Jesu-Verehrung.

Am dritten Freitag nach Pfingsten, dem Freitag nach der früheren Oktav von Fronleichnam ist das Hochfest Heiligstes Herz Jesu, das Papst Pius IX. im Jahr 1856 für die ganze Kirche einführte.

Herz Jesu Gebet

Jesus, Du willst Dich uns nicht nur in der Heiligen Eucharistie schenken, sondern Du willst auch in uns im Tabernakel unseres Herzens wohnen. Du erwartest alle, die Du liebst, um diesen Austausch „von Herz zu Herz“ geschehen zu lassen. Wie sagt der gute Papst Johannes XXIII.: „Mein Leben scheint dazu bestimmt zu sein, sich im Lichte, das vom Tabernakel ausgeht, zu verschenken. Zum Herzen Jesu muß ich meine Zuflucht nehmen, um die Lösung aller meiner Schwierigkeiten zu finden.“

Jesus, erfülle mein Herz mit Vertrauen auf Deine eucharistische Gegenwart. Jesus, gib mir ein solches Vertrauen, dass ich regelmäßig komme, um Dir zu begegnen. Gib mir die Gnade, dass ich komme, Dich anzubeten, Dich zu loben und lass mich auch alles, was notwendig ist, aus dieser Begegnung der Liebe schöpfen, damit mein Leben Gott, unseren Vater, verherrliche!

In der Heiligen Eucharistie feiern wir die immer wieder sich erneuernde und wirksame Gegenwart des einmaligen Kreuzesopfers, in dem die Erlösung ein ewig gegenwärtiges Ereignis ist, das unlösbar an das vermittelnde Einschreiten des Erlösers selbst gebunden ist. In der Heiligen Eucharistie treten wir in Vereinigung mit Christus selbst, dem einzigen Priester und der einzigen Hostie, die uns in die Bewegung seiner Hingabe und Anbetung hineinzieht, Er, der die Quelle jeglicher Gnade ist.

In der Heiligen Eucharistie — das ist auch der Sinn der ewigen Anbetung — treten wir in die Bewegung der Liebe ein, aus der jeder innere Fortschritt und apostolische Erfolg kommt: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.“ (Joh 12, 32)
(Johannes Paul II. in der Basilika Sacré-Coeur auf dem Montmartre in Paris, 1. Juni 1980)

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Das oben gezeigte Bild ist eine Collage aus dem Nagelbild der Münchner Herz-Jesu-Kirche und dem hinzugefügten Herz-Jesu-Motiv, das etwa 1875 entstand.

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