Weljugendtag Madrid – Rückblick (1) in Bild und Wort

Was vom Weltjugendtag in Köln 2005 geblieben ist, darüber lässt sich viel sagen, aber unbestritten ist dabei die sich weiterausbreitende „Flamme des eucharistischen Feuers“ zu nennen. Die Suche nach der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus und die Verehrung des Heiligsten Sakrament des Altars erleben eine Renaissance, denken wir nur an Nightfever (leider ein eher unglücklicher Terminus) bzw. die Abende der Barmherzigkeit, wie sie auch auf diesem Blog ausführlich beschrieben sind.

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Was aber wird von Madrid 2011 in die Welt hinausgetragen? Diese Frage wird in einem weiteren Beitrag zu stellen sein, an dieser Stelle geht es um Bildeindrücke (aus verschiedenen Quellen) und kurze Textbeschreibungen, einige Zitate stammen aus einem Bericht von Kristin Schulze, der in der WN/MV abgedruckt wurde, sowie dem Tagebuch der Salesianischen Jugendbewegung.

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Eine Million Menschen feierte laut spanischen Medienberichten die hl. Messe mit, mit der in Madrid der Weltjugendtag 2011 offiziell begonnen wurde. Antonio Maria Rouco Varela, Erzbischof von Madrid, stand der Feier vor, mehr als 8.000 Priester und über 800 Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle aus aller Welt waren anwesend.

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Am Donnerstag traf schließlich der Papst selbst in Madrid ein. Hier zeigte sich zum ersten Mal, dass viel mehr Jugendliche in die Stadt gekommen waren, als selbst die Organisatoren angenommen hatten. Die Stadt war an diesem Tag schon total überfüllt und einige zentrale U-Bahn Stationen mussten geschlossen werden – nicht untypisch für einen Weltjugendtag!

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30.000 Freiwillige, 2.000 aus dem Solidaritätsfonds unterstützte Jugendliche, 193 teilnehmende Länder, 24 Brücken auf der Anfahrt des Papamobils, 8 Tonnen Obst und 1 einziger Event!

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„Alle hatten sich ausreichend mit Wasser versorgt und nur das Nötigste für die Nacht eingepackt. So erreichten wir den „Cuatro Vientos“, das Abschlussgelände. Zu diesem Zeitpunkt, am späten Nachmittag, waren wir der Sonne voll ausgesetzt, und alle Menschen strömten zu den Wasserstellen. Wurde zuerst noch Wasser verkauft, so gab es kurze Zeit später Wasser umsonst, was meiner Meinung nach eine sehr vernünftige Entscheidung der Organisatoren war.“

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„Ich hatte nie das Gefühl, nicht schnell genug an Wasser kommen zu können, aber in diesen Tagen, und besonders auf dem Abschlussgelände, habe ich zu spüren bekommen, welch kostbares Gut Wasser sein kann, wenn es so heiß ist.“

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„Am Abend die Qual der Wahl: Österreichertreffen oder salesianisches Jugendfest? Den Rückmeldungen nach war beides sehr schön…Wir beschließen zur Katechese von Kardinal Schönborn zu gehen: 2500 deutschsprachige junge Leute in einer Turnhalle. Freude kommt auf über die Begegnung mit anderen österreichischen Gruppen und unser Kardinal richtet mutmachende Worte an die Jugendlichen. Einige gehen dann in die Innenstadt und besichtigen die Kathedrale, andere fahren ins Santiago-Bernabeu-Stadion, wieder andere bevorzugen eine Siesta im Park.“

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„Am Abend heißen alle Papst Benedikt willkommen, der sogleich zu den Anwesenden sagt: „Heute ist Madrid die Hauptstadt der Jugendlichen aus aller Welt.“ Und weiter: „Beten wir, daß seine Botschaft der Hoffnung und der Liebe auch in den Herzen jener widerhalle, die nicht glauben oder die sich von der Kirche entfernt haben.“

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In den Gärten des Buen Retiro nehmen während des WJT 2011 mehr als 2000 Priester die Beichte ab. Am Samstag, den 20. August hört Papst Benedikt XVI. selbst die Beichte junger Gläubiger und spendet ihnen das Sakrament der Sündenvergebung und der Versöhnung.

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„Während sich das Gelände immer mehr füllte, warteten wir auf die Ankunft des Papstes. Um 20.30 Uhr sollte die Vigilfeier mit Papst Benedikt beginnen. Es gibt zu wenig freie Flächen und zu wenig Wasser. Einige entscheiden sich für eine Rückkehr in die Unterkunft …. die anderen trotzen den schwierigen Bedingungen, „erkämpfen“ sich ein Plätzchen im Sektor und warten bis die Sonne untergeht. Doch es geht nicht nur die Sonne unter, es ziehen dunkle Wolken auf, es beginnt während der abendlichen Vigilfeier zu blitzen.“

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„Dann kommt ein starker Regenschauer, doch alle verharren an ihrem Platz, inklusive Papst Benedikt. Dieser Regen verändert die Atmosphäre komplett und der Heilige Vater setzt danach fort: „Liebe Freunde! Danke für euren Frohsinn und für euer Durchhalten. Eure Ausdauer ist stärker als der Regen. Vielen Dank! Der Herr hat uns mit diesem Regen auch viel Segen geschenkt. Auch damit seid ihr ein Beispiel.“ Und an einer anderen Stelle sagt er: „Liebe Freunde, keine Widrigkeit möge euch lähmen. Habt keine Angst vor der Welt, noch vor der Zukunft oder vor eurer Schwachheit. Der Herr hat euch geschenkt, in diesem Augenblick der Geschichte zu leben, damit dank eures Glaubens sein Name weiter in der Welt erklingt.“

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„Es waren unvergessliche Tage in Spanien beim Weltjugendtreffen. Zuerst die Tage in Barcelona als Einstimmung, dann das große Treffen mit so vielen jungen Menschen aus der ganzen Welt. Alle sind nach Madrid gekommen um im eigenen Glauben gestärkt zu werden. Die Zeit war sehr voll mit besonderen Begegnungen und Erfahrungen, und so hatte jeder seine eigenen Highlights, die er im Herzen bewahren wird…“

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>>>Was hat Papst Benedikt der Jugend mit auf den Weg gegeben?

>>>Was hat Benedikt XVI. zu den Priesteramtskandidaten gepredigt?

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Bilder: anamchara , madrid11 , KJ-Steiermark

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2 Gedanken zu “Weljugendtag Madrid – Rückblick (1) in Bild und Wort

  1. Vielen Dank für die ausdruckstarken Bilder und Texte. Mögen alle die vielen jungen Menschen durch diese Tage verändert, gestärkt, „verklärt“ wieder in ihren Alltag zurück gehen und jeder von ihnen im Kleinen die Welt zum Besseren verändern.

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Jutta!
      Viele dieser jungen Menschen bilden die Kirche der Zukunft, das ist eine ganz große Hoffnung.
      Nach meiner Einschätzung sind es Menschen, die einfach katholisch sein wollen: Eucharistie feiern, an den Sakramenten teilnehmen, Freundschaft zu Jesus Christus aufbauen, die Liebe und den Glauben mit den Mitmenschen teilen.
      Da wird wieder einmal deutlich, wie lächerlich (pharisäisch) die Glaubensstreitigkeiten sind, die in den Medien, Bischofskonferenzen und auch in der Blogoezese ausgetragen werden!
      Jesus, erbarme Dich unser!
      Gott, heile unsere Seelen!
      Atme in uns, heiliger Geist!

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