Gnade kennt Orte. Eine kleine Hommage an (m)einen Gnadenort.

Wirkungsort der Gnade ist der Mensch – und dann sind es die Orte, an denen wir heimgesucht werden. Es gibt die großen bekannten (Wallfahrts-) Orte, und schließlich all jene Plätze, an denen wir ganz individuell von der Liebe Gottes überrascht werden. So bin ich überzeugt, dass jeder Mensch seine ganz persönlichen Gnadenorte erlebt.

Mein persönlicher Gnadenort Kirchberg am Wagram liegt in Niederösterreich, etwa eine halbe Autostunde von Wien entfernt. Die Gegend ist bekannt für ihre Weißweine, und ansonsten ticken die Uhren hier etwas gemächlicher.

Der Weinort am Wagram führt seine Entstehung auf die Kirchengründung der Passauer im Jahre 1014 zurück. Im Jahr 1147 taucht der Name „Sanct Stephani ad Wachrein“ und erst 1421 die Ortsbezeichnung „Kirichperig“ auf, und führte zum heutigen Namen. Im Jahr 1493 erhält Kirchberg am Wagram durch Kaiser Friedrich III. ein Marktwappen.

Die im 12. Jahrhundert errichtete Ortskirche wurde im 17. Jahrhundert barockisiert und ist weithin sichtbar – eben am Kirchberg. Auf den alten Urkunden wird der Name „St. Stephan“ geführt, also nach meinem großen Namenspatron. Auch der Beiname „Maria Trost“ darf aus meiner Sicht ein wenig zeichenhaft gesehen werden, erinnert er mich doch an meine – auf recht verschlungenen Wegen – gewonnene Liebe zur Gottesmutter.

Die Entfaltung als Wallfahrtskirche „Maria Trost“ führt man auf eine Stiftung der Familie Beer zurück, die nach der Geburt eines Sohnes, 1679 eine Steinsäule mit der Gnadenmutter Maria stiftete und so ein Gelübde erfüllte. Die Marienskulptur wurde 1785 nach dem Abbruch der Ursprungskapelle in den Hochaltar der Pfarrkirche St. Stephan integriert.

Wie komme ich dazu, diesen Ort als persönlichen Gnadenort zu sehen? Die folgenden Stichworte sprechen von einigen Lichtern der Barmherzigkeit in meinem Leben:

  • Gäbe es St. Stephan zu Kirchberg nicht, hätte ich vielleicht bis heute nicht zur Anbetung gefunden (meine liebe Frau soll hier nicht unerwähnt bleiben, ist es doch ihr Verdienst, mich an diesen Ort geführt zu haben).
  • Gäbe es Maria Trost zu Kirchberg nicht, wer weiß, wann ich zur Beichte zurückgefunden hätte.
  • Hätte es nicht den Einkehrtag in Kirchberg mit dem Heiligenkreuzer Pater Bernhard Vošicky OCist gegeben, gäbe es diese persönliche Beziehung zum Stift Heiligenkreuz nicht.
  • Gäbe es nicht den Pfarrer von Kirchberg, Maximilian Walterskirchen, hätten meine Frau und ich vermutlich nicht zur Gemeinschaft Loretto gefunden.

Danke, Kirchberg am Wagram, und über allem – Danke Gott, für die wunderbaren Werke und Orte der Gnade!

Dir lieber Leser, wünsche ich so viele Gnadenmomente und –orte, wie sie nach Seinem Willen möglich sind! Und wer von seinen persönlichen Orten des Heils berichten will, ist hiermit herzlich eingeladen.
+

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s