Fasten + beten online. Impuls 03-09

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Fastentag

9. März 2012

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Thema

Über das Befreien.

(Zuflucht suchend,
zutrauend)

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Bibelzitat

Herr, ich suche
Zuflucht bei dir.
Lass mich doch
niemals scheitern.
Du wirst
mich befreien
aus dem Netz,
das sie mir heimlich
legten; denn
du bist meine
Zuflucht.

(Ps 139, 23-24)

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Inhaltlicher Teil

Zwischen Tiefe und Oberfläche

Das persönliche Ich ist im Innersten der Seele
ganz eigentlich zu Hause. Wenn es hier lebt, dann
verfügt es über die gesammelte Kraft der Seele
und kann sie frei einsetzen. Dann ist es auch dem
Sinn alles Geschehens am nächsten und aufgeschlossen
für die Forderungen, die an es herantreten,
am besten geeignet, ihre Bedeutung und
Tragweite zu ermessen.

Es gibt aber wenige Menschen, die so gesammelt leben.
Bei den meisten hat das Ich einen Standort vielmehr
an der Oberfläche, wird wohl gelegentlich
durch große Ereignisse erschüttert und in die Tiefe gezogen,
sucht dann auch dem Geschehen durch
ein angemessenes Verhalten zu entsprechen,
kehrt aber nach längerem oder kürzerem Verweilen
doch wieder an die Oberfläche zurück.

ESGA 2

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Edith Stein Zitat

Die Person ist
ebenso zum
Gliedsein wie zum
Einzelsein berufen;
beides auf ihre
ganz persönliche
Weise, von Innersten
her. Ihr eigenstes
Sein bedarf der
Vorbereitung durch
das Mitsein mit anderen,
wie es seinerseits
für andere
führend und fruchtbar
sein soll.“

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Wissenschaftliche Buchreihe zu Edith Stein

Die im Verlag Herder erschienene
Reihe „Edith Steins Werke“ wurde von
den Karmelitinnen in Köln, in zusammenarbeit
mit Frau Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Dresden)
und zahlreichen Fachgelehrten herausgegeben.
Die Reihe besteht aus 26 Bänden.

(Mehr biographische Daten auf: edithstein.karmel.at)

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Fragen und Rückmeldungen: noviziat@marienschwestern.at

Marienschwestern vom Karmel

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Eure Gedanken und Kommentare sind herzlich willkommen!

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Ein Gedanke zu “Fasten + beten online. Impuls 03-09

  1. (Fastentagebuch)
    „Das persönliche Ich ist im Innersten der Seele ganz eigentlich zu Hause. Wenn es hier lebt, dann verfügt es über die gesammelte Kraft der Seele und kann sie frei einsetzen… Es gibt aber wenige Menschen, die so gesammelt leben.“

    Die Texte der letzten Tage sind sehr herausfordernd. Was verstehen wir unter dem „Innersten“ oder der „Seele“? Wenn ich es in meinen Worten sagen soll, dann sehe ich es als die Summe aus Verstand, Herz und Empfinden – einfach dem Ganzen, was mich als Mensch und Kind Gottes ausmacht. Dieses Ganze ist mit empfindsamen Antennen ausgestattet, die über das Tagesgeschehen hinaus empfangsbereit sind.

    Wer diese Antennen arbeiten lässt, wer sie nicht als unbedeutsam und „übernatürlich“ abtut, der ist für die Gnade der Gotteserfahrung offen. Dann ist die Freiheit erkennbar, am Heilswerk der Schöpfung mitzuarbeiten. Dann wird die Glaubenskraft erfahrbar, die aus dem Leiden Christi am Kreuz stammt. Dann wird die Liebe zu gewinnen sein, die diese Welt mit jedem noch so kleinen Gedanken, mit jedem noch so kleinen Tun besser und himmlischer macht.

    Wer aber lebt aus dieser Tiefe, aus diesem Reichtum, aus dieser unendlichen Quelle? Der klare Geist und die scharfe Beobachtung von Edith Stein nennen es beim Namen: Es sind nur wenige Menschen, die so gesammelt leben. Da wir nicht mehr (noch nicht wieder) im Paradies leben, sind es nur wenige Menschen. Doch kennt der gläubige Mensch nur ein Ziel und eine Sehnsucht: Zu dieser Herrlichkeit des Lebens in Gott wieder zurückzukehren!

    Dem Apostel Paulus war – nach den großen Verfehlungen in seinem früheren Leben – die Gnade zu Teil geworden, in Jesus Christus zu bleiben. Eigentlich gibt es nur einen einzigen Menschen, der wahrhaftig voll der Gnade Gottes war: Die Rede ist von der Mutter Carmeli, von der Gottesgebärerin. Sie ist der Trost, unser heiliges Leben jeden Tag, jeden Abend vor Gott hinzulegen, und um Heiligkeit zu bitten. Jesus Christus, sei Du unsere Heiligkeit, möchte man mit der großen Karmeltochter Therese von Lisieux rufen!

    So sprechen wir demütig: Dein Wille, Herr, geschehe! Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes!

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