Fasten + beten online. Impuls 03-25 (5.Fastensonntag)

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Fastensonntag

25. März 2012

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Thema

Führe mich, rette mich.

(Gott, mein Anwalt)

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Bibelzitat

Verschaff mir
Recht,  o Gott,
und führe meine
Sache gegen ein
treuloses Volk!

Rette mich
vor  bösen  und
tückischen Menschen,
denn  du  bist
mein starker
Gott.

(Psalm 56,2)

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Inhaltlicher Teil

Darum muss gesagt werden, dass auch das
Ziel, zu dem wir auf dem Weg des Glaubens
gelangen, Nacht ist; Gott bleibt uns verhüllt.

Unser Geistesauge ist seinem überhellen Licht
nicht angepasst und schaut wie in nächtliches
Dunkel. Wie aber die kosmische Nacht nicht
ihrer ganzen Dauer nach gleich dunkel ist, so
hat auch die mystische Nacht ihre Zeitabschnitte
und entsprechenden Grade. Das Versinken der
Sinnenwelt ist wie das Hereinbrechen der Nacht,
wobei noch ein Dämmerlicht von der
Tageshelligkeit zurückbleibt.

Der Glaube dagegen ist
mitternächtliches Dunkel,  weil hier nicht
nur die Sinnestätigkeit ausgeschaltet ist, sondern
auch die natürliche Verstandeserkenntnis.

Wenn aber die Seele Gott findet,
dann bricht in ihre Nacht gleichsam
schon die Morgendämmerung
des neuen Tages.

*
Es wäre weiter zu zeigen, wie der Sonntag ein
großes Tor sein müsste, durch das ewiges Leben
in den Alltag und Kraft für die Arbeit der
ganzen Woche einziehen könnte, und wie die
großen Feste, Festzeiten und Bußzeiten, im
Geiste der Kirche durchlebt, den Menschen von
Jahr zu Jahr mehr der ewigen Sabbatruhe
entgegenreifen lassen.

Es wird eine wesentliche
Aufgabe jeder einzelnen sein, zu überlegen, wie
sie nach ihrer Veranlagung und ihren jeweiligen
Lebensverhältnissen ihren Tages- und Jahresplan
gestalten muss, um dem Herrn
die Wege zu bereiten.

Die äußere Einteilung wird bei jeder anders sein
müssen und auch im Lauf der Zeit dem Wechsel
der Umstände sich elastisch anpassen müssen.
Auch die seelische Situation ist bei den verschiedenen
Menschen verschieden. Von den Mitteln,
die geeignet sind, die Verbindung mit
dem Ewigen herzustellen, wach zu halten oder
auch neu zu beleben – wie Betrachtung, geistliche
Lesung, Teilnahme an der Liturgie, an
Volksandachten usw. -, sind nicht alle für jeden
und zu allen Zeiten gleich fruchtbar.
Die Betrachtung z.B. kann nicht von allen und
immer auf die gleiche Weise geübt werden.

Es ist wichtig, das jeweils Wirksamste herauszufinden
und sich zunutze zu machen.

Edith Stein, Kreuzeswissenschaft
sowie
In der Kraft des Kreuzes, WS 49, S 60

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Edith Stein Zitat

Was Gott von Dir
will, das musst Du
Auge in Auge mit
ihm zu erfahren
suchen.

Es erfüllt mich
immer wieder mit
Dankbarkeit, wenn
ich an die wunderbaren
und geheimnisvollen Fügungen
Gottes in unserem
Leben denke.“

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Buchtipp

Cornelia M. Knollmeyer und Evaldine M.Ketteler,
Leben aus gesammelter Kraft –
Exerzitien mit Edith Stein,
echter Verlag

(Mehr biographische Daten auf: edithstein.karmel.at)

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Fragen und Rückmeldungen: noviziat@marienschwestern.at

Marienschwestern vom Karmel

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Eure Gedanken und Kommentare sind herzlich willkommen!

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