Ostern. Und was jetzt?

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Vielleicht ist nicht jeder von uns in der Auferstehungsfeier so berührt worden, wie es möglich und wünschenswert wäre. Selber darf ich sehr dankbar sein, dass Pfarrer Gerhard* auch dieses Jahr mit sehr viel Herz und Überzeugung gesprochen hat. Hier ein kleiner Versuch, „seine Botschaft“ wiederzugeben.

Jesus war menschengleich, nicht ähnlich sondern gleich. Das „Wort ist Fleisch geworden“, so wie wir Menschen es in unseren kühnsten Träumen nicht voraussehen konnten. Jesus war tatsächlich – Schulter an Schulter, Geschöpf neben Geschöpf – mit uns unterwegs. So sagt der Apostel Paulus:

„Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht … er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“ (Phil 2,5-8)

Doch es muss umgekehrt mit derselben Kraft und Bestimmtheit gesagt werden: Jesus war Gott nicht ähnlich, sondern gottgleich; Er ist Gott!

 Deshalb sagt der Apostel Paulus: „Er war Gott gleich“ (Phil 2,6), so wie wir auch im großen Glaubensbekenntnis sprechen:

„Jesus Christus, Gottes eingeborener Sohn aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.“

Wenn es also wahr ist, diesen Jesus Christus in einer Person „gottgleich und menschengleich“ zu nennen, dann hat Gott uns mit dem Leben seines Sohnes auf eine Weise beschenkt, wie kein anderer es jemals getan hat.

Bei Paulus heisst es:

„Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt „Jesus Christus ist der Herr“ – zur Ehre Gottes, des Vaters. (Phil 2,9-11)

So eine Religion kann man nicht erfinden, eine Religion, die eine schändliche Kreuzigung und eine unglaubliche Auferstehung zu einem einzigartigen Ganzen verbindet:

Die Erlösung des Menschen von Sünde und Tod.

„…der Mensch, der berührt wurde vom Geheimnis der Menschwerdung, indem der Sohn Gottes, »der Unsichtbare, sichtbar wurde, der Unbegreifbare begreifbar, der Leidensunfähige leidensfähig, das Wort Mensch. So faßte er in sich das All zusammen, damit er, wie das Wort in den überhimmlischen und geistigen Dingen Herrscher ist, ebenso in den sichtbaren und körperlichen Dingen herrsche, indem er auf sich die Herrschaft nahm und sich zum Haupte der Kirche einsetzte, und damit er alles an sich ziehe zu der passenden Zeit.“ (Hl. Irenäus, Kirchenvater)

Vor dieser Wahrheit, die wir im Glauben annehmen, können wir nur in die Knie sinken: Unser Gott verbindet uns mit seinen Gliedern zu dem einen mystischen Leib, der am Ende der Zeiten erstehen wird, als Ziel der Schöpfung.

Ostern – und was jetzt?

Wenn wir diese Botschaft aufgenommen und verinnerlicht haben, kann uns nichts mehr aufhalten:  Der Christ hat nur eine Zukunft: Auferstehung…! Die Freude muss raus…! Nichts darf uns zurückhalten…! Mit allen anderen gehen wir auf das Ziel des einen Leibes zu – unser Gott wird es an Gnade nicht fehlen lassen…!

So dürfen wir mehr und mehr dafür dankbar sein, an diesen Jesus glauben zu dürfen, Ihn als Freund zu gewinnen, Ihn (sowie uns selbst und unseren Nächsten) lieben zu dürfen.

Danke, Jesus!

*Pfarrer Dr. Gerhard Viehhauser, St. Blasius, Salzburg (aus der Karfreitagspredigt 2012)
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