Gestaltete Anbetung vom 20.April (Freude, Reinigung, Vertrauen)

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Die gut besuchte Spitalskirche in meiner Pfarre erlebte eine sehr schöne Anbetungsstunde, musikalisch begleitet von der außergewöhnlichen Stimme von Marietta (mit Gitarre), die dem Text ganz wunderbar entsprechende Lieder gesungen hat.

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1.Impuls

LEID VERWANDELT SICH IN FREUDE

Mein Leben wird mir oft zur Last,
und ich verlange nach Befreiung.
Seltsam:
nur einer kann mich befreien,
einer, der unter der Last zusammenbrach und wie ein Verbrecher gekreuzigt wurde.
Das Elend eines Menschen hilft mir, eigene Not zu tragen.
Nur das Elend?
Nein!
Durch das Schicksal des Jesus von Nazaret
wurde das Kreuz zum Siegeszeichen.

Ohne Auferstehung,
ohne Verwandlung des Leids in Freude,
wäre die Last des Lebens sinnlos,
ein ewiger Kreislauf.

Jesus, der Sohn des Vaters,
nahm meine Ohnmacht auf sich,
damit ich zur Herrlichkeit mit Ihm gelange.
Was in den Augen dieser Welt schwach erscheint,
hat Gott – stark gemacht.

Dies ist die Hoffnung meines Lebens.

(Edith Stein)


Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

(s. Joh 20,19-31.)

…und mit dem Apostel Paulus wissen wir:

So nimmt sich der Geist unserer Schwachheit an.
Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen;
der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.

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2.Impuls

UNSERE FREUDE BESTÄRKT UNS IN DER REINIGUNG DER SEELE

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.

Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.

(Joh 3)

Um in diesem Leben ganz aus dem Heiligen Geist wiedergeboren zu werden, muss die eigene Seele durch ihre Reinheit Gott sehr ähnlich sein und darf keine Beimischung von Unvollkommenheit mehr aufweisen. So kann sich die reine Verwandlung der Seele in Gott vollziehen. Durch ihre Vereinigung mit Gott hat sie teil an seinem Wesen, obwohl diese Vereinigung nicht darin besteht, dass beider Wesensarten eins werden.

Um dies zu verdeutlichen, greifen wir zu einem Vergleich. Ein Sonnenstrahl fällt auf eine Glasscheibe. Ist die Scheibe durch einen Fleck oder eine Wolke getrübt, kann der Strahl sie nicht vollständig treffen und ganz in sein Licht tauchen, wie er es könnte, wenn sie ganz klar und frei von Flecken wäre…
Es ist aber nicht die Schuld des Strahls, sondern die der Scheibe. Wenn sie ganz rein und frei von Flecken wäre, würde der Strahl sie so erhellen und verwandeln, dass es schiene, als sei sie selbst der Strahl und bewirke dieselbe Helligkeit wie dieser.
Es bleibt aber dabei, dass die Scheibe trotz ihrer Vergleichbarkeit mit dem Strahl ihre Eigentümlichkeit bewahrt. Und doch können wir sagen, dass die Scheibe durch ihr Mitwirken selber Lichtquelle geworden ist. So ist es auch mit der Seele:
Durch sie strömt ständig das Licht des Wesens Gottes, oder besser: dieses Licht wohnt wesenhaft in ihr.

Sobald die Seele sich bereit erklärt, sich der vom Geschöpflichen verursachten Schleier und Flecken zu entledigen, oder anders: sobald sie ihren Willen vollkommen mit dem Willen Gottes vereint hat – denn Gott lieben heißt, sich für Gott von allem frei zu machen, was nicht Gott ist – wird sie in Gott erleuchtet und in Ihn hineinverwandelt.

(Johannes vom Kreuz)

Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, daß seine Taten in Gott vollbracht sind.

(Joh 3)

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3.Impuls

ANGESICHT DER GNADE GOTTES – HABT MUT UND VERTRAUT AUF DEN HERRN

Gott schenkt uns seine Gnaden in dem Maße, wie wir ihrer bedürfen.
Er ist eine Quelle, aus der ein jeder Wasser nach seinen Bedürfnissen schöpft:
Wer sechs Eimer davon braucht, schöpft sechs;
drei schöpfe, wer drei benötigt;
ein Vogel braucht einen Schnabel voll Wasser, und nimmt auch einen Schnabel voll;
ein Pilger schöpft, um sich zu erfrischen, Wasser mit seiner hohlen Hand.
Genauso geht es uns mit Gott.

Unser Gemüt muss in großer Erregung sein, damit wir fähig werden, ein Kapitel aus der Heiligen Schrift oder eine Predigt gläubig in uns aufzunehmen, und damit dem Gehörten und Gelesenen auch Taten folgen, braucht es:

Anbetung – als Anbetung des Wortes Gottes und seiner Wahrheit – ;
Empathie mit den Gefühlen und dem Willen, den unser Herr hatte, als er sich offenbarte, und unsere Annahme seines Willens;
schließlich der Entschluss, diese Wahrheiten in die Praxis umzusetzen…

(Hl. Vinzenz von Paul)

Beten wir mit David:

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen?
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel.
Ich aber bin gewiß, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!
Amen.

Psalm 27(26),1.4.13-14.

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