Gedanken zum 15. Sonntag im Jahreskreis von Josef Bordat

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In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. (Markus 6, 7-13)

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Wir kommen im Frieden. Mission

„Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter.“ Die wichtigste Bedingung für die Glaubensannahme ist die Freiwilligkeit. Die Mission kann nur friedlich ans Ziel gelangen. Zugleich muss der Missionar soweit von seiner Mission überzeugt sein, dass er keine materielle Rückversicherung aufrecht erhält, für den Fall, dass seine Mission scheitert – „kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd“.

Der Missionar lässt sich ganz auf die Mission ein und bildet mit dem Missionierten eine Schicksalsgemeinschaft, die schon den wesentlichen Inhalt des zu Missionierenden, das Evangelium Jesu Christi nämlich, im Prozess der Mission antizipiert: die Liebe untereinander und die Offenheit dem Fremden gegenüber. Die Art, wie die Missionare empfangen werden, gibt umgekehrt bereits Aufschluss über die Missionschancen: Menschen, die gar nicht erst „hören wollen“, lassen sich auch nicht von der besten aller Botschaft überzeugen.

Mission ist Nachfolge, Nachfolge ist Mission. Wie Jesus selbst können auch die Apostel in Seiner Nachfolge nur dort wirken, wo sie auf Glauben bzw. die Bereitschaft treffen, den Inhalt des Glaubens ernsthaft zu prüfen und Erfahrungen machen zu wollen mit Gott. Stimmen diese Randbedingungen, können die Apostel dem Herrn tatsächlich folgen: „Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.“ Wie Jesus.

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Hinweis: Zur Mission vgl. auch den Beitrag zum Dreifaltigkeitssonntag:
(https://zeitzubeten.org/2012/06/02/gedanken-zum-sonntagsevangelium-von-josef-bordat)

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Josef Bordat betreibt das katholische Weblog Jobo72 (http://jobo72.wordpress.com/)

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