God gave me everything… mit Mick Jagger durch’s Wochenende

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So manche Texte bei Mick Jagger lassen dann doch Zweifel aufkommen: Wo steht der Mann eigentlich? Glaubt er an den Teufel oder an Gott? Sorry, falsche Frage natürlich! Glaubt er an Jesus, oder nicht? Die Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ spekuliert:

Auf seinem Soloalbum „Goddess in the doorway“ (2001) schlägt Mick Jagger einen Bogen von Buddha zu Jesus Christus: „Ich schaute auf zum Himmel / Und ein Licht liegt auf meinem Gesicht / Niemals, niemals, niemals / hätte ich gedacht, Gnade zu finden / Ich suchte nach Buddha / und ich sah Jesus Christus / Er lächelte und zuckte mit seiner Schulter / und zündete eine Zigarette an / Sagte: Laufe vor Freude / werde laut / Erinnere dich, was ich sagte / Oh Freude / Die Liebe, die du bringst / lässt mein Herz singen / Freude über alles“ („Joy“, Mick Jagger, Album ‘Goddess in the doorway’). Ist das selbst erlebte religiöse Erfahrung, erdichtet oder nur eine Masche? … Wer Mick Jagger wirklich ist, darüber ist sich nicht einmal Keith Richards im Klaren, der ihn von allen „Stones“ am längsten kennt.

Wie heißt es in dem fetzigen Song oben – „God gave me everything“, den Mick Jagger und der ebenfalls unsterbliche Lenny Kravitz gemeinsam runterdonnern und durchstampfen:

Come on
I’ll give it all to you
God gave me everything I want
I can’t stop can’t stop
I’m still looking now
God gave me everything I want
Oh come on
I’ll give it all to you

Crazy you said
It’s all in your head

(“God gave me everything”, Mick Jagger, Album ‘Goddess in the doorway’)

Bevor wir uns zu viele Illusionen machen: Mick Jagger ist wohl doch kein heimlicher Heiliger, er ist sicher offener und weiser geworden, aber – bis zu seiner endgültigen Bekehrung – gilt dieses Interview vom 28. September 2007:

„We are both sitting on sofas, and he lies back on his, perhaps to contemplate heaven as he works life out. „Like most English people I’m not a great believer. I’ve read Richard Dawkins‘ book and it’s very persuasive. I’m more in awe of the universe and that’s not really a belief in God. It’s a belief in something. I don’t have belief in the Holy Book. I don’t think many English people do.“

„My parents‘ generation weren’t religious either. They were the rebels.“

Wait a minute. Is the symbol of Sixties rebellion now saying that the real rebels were that staid, conformist Forties generation? „Well, my grandparents were born at the end of the 19th century, which was when Britain was a nation of believers, and their children rebelled against that. The religious part of rebelling had already been done by our parents. We didn’t have to bother about that.“

Da steht’s also schwarz auf weiß: Seine Eltern waren die eigentlichen Revoluzzer, sie haben sich der religiösen „Fesseln“ entledigt, und Mick musste sich mit Religion nicht so viel beschäftigen… Holy Spirit, help him change his mind!

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