Hl. Martha von Bethanien – Du bist der Sohn Gottes

Es ist sehr berührend, welche Worte Jesus zu den Heiligen Frauen
des Evangelium spricht, oder von ihnen erwidert bekommt.

So ist es die Heilige Martha, die – neben dem Bekenntnis des Petrus in Mt 16,16 – das einzig klare Messiasbekenntnis des Neuen Testaments leistet. Wir ehren diese bedeutende Jüngerin Jesu mit dem jährlichen Gedenktag am 29. Juli. Dem Datum nach ist sie die letzte Heilige in unserer kleinen Serie „Heilige Frauen im Monat Juli“.

Wie kommt es zu dem berühmten Bekenntnis der Martha von Bethanien? Es ist die Antwort auf das wunderbare Zeugnis des Jesus von Nazareth: „Ich bin die Auferstehung und das Leben …“, und Jesus fragt sie: „Glaubst du das?“ (Joh 11, 25-26). Darauf antwortet Marta mit ihrem Bekenntnis zu Jesus als dem Messias und Gottessohn (Joh 11, 27).

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Nach dem Johannesevangelium war Martha die Schwester des Lazarus und der Maria von Bethanien, geboren um etwa 1 nach Christus in Bethanien, heute al-Eizariya in Palästina. Jesus war ein gern gesehener Gast im Haus der beiden Schwestern (vgl. Joh 11, 5). Martha scheint die Ältere gewesen zu sein; jedenfalls war sie es, die sich energisch um alles kümmerte (Lk 10, 40).

Martha gehörte zum engeren Freundeskreis Jesu; nur von diesen dreien wird – abgesehen von Johannes – berichtet, dass Jesus sie lieb hatte (Joh 11, 5). Martha bewirtete Jesus (Luk 10, 38 – 42), als er bei ihr und ihrer Schwester zu Gast war. Nach dem Johannesevangelium (12, 1 – 3) bewirtete sie Jesus auch, als er von der unbekannten Frau gesalbt wurde. Schließlich war es Martha, die nach dem Tod ihres Bruders die Initiative ergriff, Jesus um Hilfe zu bitten (Joh 11, 20).

Die Legende lässt Martha später mit ihren Geschwistern und weiteren jüdischen Begleitern in ein segel- und steuerloses Boot auf dem Meer ausgesetzt werden und durch ein Wunder in Marseille landen. Hier habe sie ein Kloster errichtet und mit gleichgesinnten Frauen mehr als 30 Jahre gelebt.

Eine provençalische Legende erzählt, dass Martha in der Nähe des später so genannten Tarascon im Rhônetal den Menschen fressenden Drachen Tarasque mit Kreuzzeichen und Weihwasser – oder Weihrauch – bändigte und an ihrem Gürtel nach Arles führte, um ihn dort seinem eigentlichen Bestimmungsort, dem breiten Fluß der Rhône, zu übereignen. Eine andere Fassung sagt, dass die Leute in Tarascon den Drachen töten wollten, weil sie Angst vor ihm hatten, Martha ihn aber in einer Höhle versteckte und so auch sein Leben rettete.

Diese Legenden entstanden, nachdem 1187 in Tarascon ein Leichnam entdeckt wurde, den man mit dem Marias identifizierte. Die voll ausgebildete Version enthält die im 12. Jahrhundert von einem Zisterziensermönch verfasste Vita SS. Mariae Magdalenae, Marthae et Lazari.

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In ihrem Beitrag über Martha von Bethanien beschreibt Braut des Lammes die Heilige in wenigen Absätzen so treffend:

Die heilige Martha dient Christus selbst und erkennt ihn als den Messias. Sie dient dem Herrn, in dem sie für ihn sorgt, ganz schlichte und alltägliche Dinge tut. Nicht deswegen wird sie von ihm getadelt. Sr. Mary Francis Aschmann PCC schreibt: Als Martha diente, tadelte unser lieber Herr sie nicht. Sie erwies ihm in der ihr bestimmten Berufung einen sehr vollkommenen Dienst. Erst als aie ein anklagendes Auge auf Maria warf, tadelte er sie.

Die heilige Martha lehrt uns, dass die einfachsten Dinge schön, würdig und ehrenvoll sein können, wenn man sie für den Herrn tut, und inspirierte so bedeutende Heilige und Kirchenlehrerinnen – sowohl die große als auch die kleine heilige Therese waren der festen Ansicht, man könne Gott ebenso in den Alltäglichkeiten des Haushalts begegnen wie in der mystischen Versenkung. In der Tat besteht der Tag einer Karmelitin und einer Klarissin – der Karmel und die Klarissen sind die beiden größten beschaulichen Orden – zu einem guten Teil aus solch einfachen Arbeiten.

Auch wenn der Herr in der Perikope vom „besseren Teil“ dieses Maria zuschreibt, so heißt es doch im Johannesevangelium: Jesus liebte Martha, ihre Schwester Maria und Lazarus. Sicherlich war er oft bei ihnen zu Gast. Nach dem Tod des Lazarus wendet sich Martha voll Vertrauen an Christus: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.“ Auf Jesu schier ungeheuerliche Aussage: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ bekennt sie ihn als den Messias: „Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“ (Joh, 11, 5, 21-22, 27).

Allmächtiger, ewiger Gott,
die heilige Martha durfte deinen Sohn
in ihr Haus aufnehmen und bewirten.
Auf ihre Fürsprache hin mache uns bereit,
in unseren Mitmenschen Christus zu dienen,
damit wir einst bei dir Aufnahme finden.
Amen.

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Bei meinen Recherchen zu „Martha von Bethanien“ bin ich auf eine Novene zu Ehren der Heiligen gestoßen. Der Autor /die Autorin dieser Seite haben es sich zur Aufgabe gemacht, das folgende Gebet zu verbreiten – da helfe ich gerne mit.

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Die neun Dienstage zu Ehren der hl. Martha

O heilige Martha, Du Wunderbare,
ich nehme Zuflucht zu Deiner Hilfe,
mich ganz auf Dich verlassend,
dass Du mir in meinen Nöten helfen
und in meinen Prüfungen beistehen wirst.
Zum Dank verspreche ich Dir,
dieses Gebet überall zu verbreiten.
Bei der großen Freude, welche Dein Herz erfüllte,
als Du in Deinem Heim in Bethanien den Heiland der Welt beherbergtest,
flehe ich Dich an, bitte für mich und meine Familie,
dass wir unseren Gott in unseren Herzen bewahren,
und also das Heilmittel für unsere Bedürftigkeit zu erlangen verdienen,
vor allem bei dieser Sorge, welche mich gegenwärtig bedrückt …
Ich flehe Dich an, Du Helferin in aller Not,
besiege die Schwierigkeiten, so wie Du den Drachen besiegt hast,
bis er zu Deinen Füßen lag!

Vater Unser …
Gegrüßest seist Du Maria …
Ehre sei dem Vater …

Und dreimal: Heilige Martha, Bitte für uns! Amen

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Ein Gedanke zu “Hl. Martha von Bethanien – Du bist der Sohn Gottes

  1. Alles ist erreichbar für den der glaubt. ..ich war 15 Jahre gelähmt ….ich erfreue mich am Leben mit Reisen Tennis und meinen Ritualen. .aber für den der sucht und findet 100% der Umkehr ist nötig. ..dann ist alles möglich. .besser geschehe. .

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