Gegenwart der Orthodoxen Kirche (Orthodoxe Kirche, Teil 4)

Inessa Safronova, The Red Angels, 1997

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Gegenwart der Russisch-orthodoxen Kirche

Mit der von Michail Gorbatschow eingeleiteten Perestrojka und dem endgültigen Zusammenbruch der UdSSR Ende 1991 erlangte die Russische Orthodoxe Kirche ihre volle kirchliche Freiheit wieder und konnte mit einem umfassenden Aufbauprozess beginnen. Das Landeskonzil von 1991 wählte Alexius II. zum Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche. Nach dessen Tod am 5. Dezember 2008 wurde Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad am 6. Dezember 2008 als übergangsweiser Statthalter („locum tenens“) des Patriarchenamtes für eine Amtszeit von maximal sechs Monaten gewählt. Am 27. Januar 2009 wurde Kyrill I. zum neuen Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche gewählt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger Alexius II. ist Kyrill I. eine wesentlich offenere Haltung gegenüber Rom zu attestieren.

Seit dem Niedergang der Sowjetunion erlebt die Russisch-Orthodoxe Kirche eine Phase des Wachstums. Heute beheimatet sie wieder etwa 100 Millionen Mitglieder (bei einer Gesamtbevölkerung von 143 Millionen) und hat mit dem Wiederaufbau und Neubau mehrerer großer Kathedralen begonnen. Hierzu gehört beispielsweise die Kaliningrader Christ-Erlöser-Kathedrale. Eines der bekanntesten russisch-orthodoxen Klöster ist das seit 1993 als Weltkulturerbe ausgezeichnete Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad. Innerkirchlich stark umstritten war die Heiligsprechung des letzten Zaren und seiner Familie, die unter Lenin getötet worden waren. Als Kompromiss wurden sie zwar heiliggesprochen, aber nicht offiziell als Märtyrer benannt.

Zur Russisch-Orthodoxen Kirche gehören als abhängige Teilkirchen die Weißrussisch-Orthodoxe Kirche, Moldauisch-Orthodoxe Kirche, die autonome Ukrainisch-Orthodoxe Kirche und die ebenfalls autonome Orthodoxe Kirche in Japan. Die Orthodoxe Kirche in Amerika wurde 1970 in die volle Unabhängigkeit entlassen.

Die heute mächtigen Politiker des Landes erweisen sich – zu ihrem eigenen Vorteil im Sinne einer Stabilisierung des Staates – als Verbündete der Orthodoxen Kirche. Wladimir Wladimirowitsch Putin, der in den 90er Jahren unter Boris Jelzin groß geworden ist, gibt sich betont gläubig. In ihren Beziehungen zum Staat orientiert sich die Russische-Orthodoxe Kirche, der orthodoxen Tradition entsprechend, am Ideal der „Symphonie zwischen Kirche und Staat“. Diese „staatsfreundliche Haltung“ scheint sich auszuzahlen: Zahlreiche Klöster und Kirchenbauten wurden der Kirche wieder zurückgegeben und der neue Russische Staat erwies sich nicht mehr als Gegner, sondern als Förderer der Orthodoxie.

Im Juli 2008 beschloss die Russische Orthodoxe Kirche ihre Grundlagenlehre über die Würde, die Freiheit und die Menschenrechte. Dieses Lehrdokument knüpft an die im August 2000 verabschiedete Sozialdoktrin an und dient als Basis des gesellschaftlichen Dialogs zu Menschenrechtsfragen auf nationaler und internationaler Ebene. An der Ausarbeitung der Russischen Erklärung der Menschenrechte (deutsche Übersetzung), die 2006 vom Weltkonzil des Russischen Volkes in der Christus-Erlöser-Kathedrale in Moskau vom 4. bis 6. April 2006 beschlossen wurde, hatte die Russische Orthodoxe Kirche nicht unerheblichen Anteil.

Zur Zeit sieht sich die Kirche in dieser neuen, bis heute andauernden, Phase besonders mit dem Problem der zum Teil aggressiven Missionstätigkeit zahlreicher Sekten und neureligiösen Bewegungen aus den USA und Asien in Russland konfrontiert. Diese Situation fördert in manchen Kreisen der Russischen Orthodoxen Kirche die generelle Skepsis auch gegenüber der Ökumenischen Bewegung. Gleichzeitig ist die Kirche finanziell zum Großteil von privaten Sponsoren abhängig. Nur in wenigen Regionen ist Religionsunterricht an Schulen zugelassen.

Die russisch-orthodoxe Kirche hat ihre Organisationsstruktur und seelsorgliche Tätigkeit durch die Errichtung von fünf neuen Diözesen verstärkt. Die Entscheidung fiel am 31. Mai 2011 beim Treffen des Heiligen Synods, dem höchsten Organ der russisch-orthodoxen Kirche, das unter dem Vorsitz des Moskauer Patriarchen Kirill tagte. Die Neuordnung stärkt die Autorität des Patriarchen, der bereits im Vorjahr eine Zentralisierung der kirchlichen Aktivitäten, vor allem auch der Mission einleitete.

Patriarch Kirill erklärte am Beginn des Heiligen Synods, daß die „wichtigen Entscheidungen“ dazu dienen, damit „das kirchliche Leben in einer Reihe von Regionen intensiver und kohärenter mit den Vorgaben des Synods“ werde. Bereits beim letzten Treffen des Synods waren neue Diözesen im Nordkaukasus errichtet worden. Die fünf neuen Diözesen sind: Narwa als zweite orthodoxe Diözese in Estland sowie Krasnoslobodsk und Ardatow (in der Republik Mordwinien), Chanty-Mansijsk und Surgut (Autonomer Kreis der Chanten und Mansen), Salechard und Nowy Urengoi (Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen) und schließlich Jenisseisk und Norilsk (Region Krasnojarsk).

„In Griechenland hat jede Stadt einen Bischof, während wir noch mit den Strukturen der Sowjetherrschaft zurechtkommen müssen. Das bedeutet, dass in einer Diözese Städte zusammengeschlossen sind, die auch 1000 Kilometer und mehr voneinander entfernt liegen. Manche Pfarreien wissen da nicht einmal, wer ihr Bischof ist“, sagte Wladimir Wigilianskii, der Leiter der Pressestelle des Moskauer Patriarchats in der Tageszeitung Kommersant. „Die Verkleinerung der Diözesen wird eine Reihe von Möglichkeiten bieten.“

Roman Lunkin, Direktor des Instituts Religion und Recht, geht davon aus, dass die Neuordnung die Position des Patriarchen stärkt, „da die neuen Bischöfe Personen seiner Wahl“ sein werden. Die russisch-orthodoxe Kirche zählt damit 164 Diözesen, 217 Bischöfe, 30.675 Pfarreien, 29.324 Priester und 3850 Diakone, 805 Klöster, davon 398 männliche und 407 weibliche. Patriarch Kirill übernahm im vergangenen Jahr selbst die Leitung des Missionsbüros des Patriarchats und begann mit dessen Erweiterung.

Als ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Russischen Orthodoxen Kirche hat sich das Himmelfahrtsfest 2007 erwiesen: Nach Jahrzehnten der Trennung und gegenseitigen Verurteilung der Russischen Orthodoxen Kirche und der unkanonischen „Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland“ haben sich beide Kirchen versöhnt und wieder zu einer Kirche vereinigt, wobei die Auslandskirche jurisdiktionell als ein „sich selbst verwaltender Zweig“ innerhalb der Russischen Orthodoxen Kirche geführt wird. Somit konnte die Einheit der orthodoxen Gläubigen russischer Tradition wieder hergestellt werden.

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Die östlichen Schwesterkirchen im Verhältnis zur Kirche Roms

An dieser Stelle möchte ich Giovanni zu Wort kommen lassen, der die Unterschiede zwischen Rom und den Ostkirchen mit großer Erfahrung und hohem Sachverstand auf den Punkt bringt.

„Wenn man auf unsere orthodoxen Schwesterkirchen blickt, bieten sie (fast) alles, was diverse Foren und Plattformen als großes Reformpaket für die katholische Kirche thematisieren:

– eine synodale Verfassung

– den Vorrang der Ortskirche, in der jeweils der Bischof die entscheidende Instanz ist

– verheiratete Priester

– Wahlrecht der Laien bei der Wahl des Kirchenoberhauptes

– Keine über die altkirchlichen Glaubensentscheidungen hinausgehenden „unnötige“ Dogmen

– Kirchengemeinden mit klarer demokratischer Struktur

– keine zentrale Verwaltung

– keine klar definierte (Sexual-)Moral

– und Segnung von wieder verheirateten Geschiedenen

– ein eher diffuses Kirchenrecht, das nicht kodifiziert und damit eher unbedeutend ist

Und trotzdem: die Krise der orthodoxen Kirchen, v.a. der großen orthodoxen Kirchen in Russland, Bulgarien, der Ukraine, Griechenland und im Nahen Osten ist unübersehbar.

Streng genommen müsste man von Krisen sprechen, denn da die orthodoxen Kirchen autokephale, d.h. unabhängige Landeskirchen sind, hat jede einzelne ihre spezielle Geschichte und damit auch ihr spezielle Krise. Allein das Schisma in der Ukraine- drei ukrainisch-orthodoxe Kirchen in der Ukraine leben verfeindet nebeneinander – ist ein Kapitel für sich.

Die synodale Verfassung, auf die die Orthodoxie mit Beharrlichkeit pocht, hat nicht nur eine gewisse Provinzialisierung und die Problematik des Staatskirchentums hervorgebracht; eine  Entwicklung, der man  nachträglich – nicht weniger fragwürdig – mit einer Patriarchalstruktur auszugleichen versuchte. Fragwürdig  deshalb, weil die sonst auf ihre altkirchliche Praxis pochende Orthodoxie damit einen markanten Traditionsbruch beging: es gibt der Tradition entsprechend streng genommen nur 5  Patriarchate: Rom, Konstantinopel, Antiochia, Alexandria und Jerusalem.

[…]

Das synodale Prinzip kann auch nicht über die – zuweilen von außen gelenkten Interessengruppen und inneren Spaltungen oder wenigstens Parteiungen hinwegtäuschen, die wichtige Entscheidungen oft über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinaus blockieren. Man denke nur an das noch immer nicht einmal ins Stadium der Planung gelangte „panorthodoxe Konzil“ oder die unterschiedlichen Kalender, die ein scheinbar unlösbares „Glaubens“-Problem darstellen.

[..]

Die Priesterehe, bei uns ein „Dauerbrenner „, hat im Osten de facto ein Kastenwesen im Klerikerstand hervorgebracht: ambitionierte, zölibatäre Mönchspriester, die meist das Bischofsamt anstreben und auf der anderen Seite kaum, auf jeden Fall weniger oder auch gar nicht ausgebildete, verheiratete Priester, die streng genommen keine Seelsorge in unserem Sinn ausüben, sondern hauptsächlich Vorsteher der Liturgie und Sakramentenspender sind, je nach Region mehr oder weniger von der Großzügigkeit der Gemeinde abhängig

[…]

Die Liturgie war bis vor kurzem das wichtigste, weil nie veränderte Element dieser Kirchen,
die die Gläubigen zusammenhielt; wobei auch hier deutlich Unterschiede bestehen.
In Griechenland oder gar in Bulgarien etwa ist es traditionellerweise nicht weit her mit der ohnehin nicht verpflichtenden Teilnahme am Gottesdienst. In Russland und Rumänien ist das anders- allerdings entfremdet die mittlerweile für den durchschnittlichen Russen so gut wie unverständliche kirchenslawische Sprache immer mehr Menschen vom Gottesdienst und damit von der Kirche insgesamt.

[…]

Die nationalkirchliche Struktur, die kaum vorhandene praktische Seelsorge und Glaubensunterweisung, die oft aus Familientradition ererbte und etablierte Ortsklerus… das alles hat eine Art Zweiklassengesellschaft innerhalb der Kirchen selbst hervorgebracht.
Dort wo die Orthodoxie traditionell Staatskirche ist, hat sich ein quasi stammesreligiöses Christentum herausgebildet: Wer Russe ist, ist orthodox und umgekehrt; ähnliches gilt für Griechenland, Bulgarien, Serbien, Ukraine….

[…]

Was die Praxis der Segnung Wiederverheirateter angeht, ist es wichtig zu wissen, dass auch in der orthodoxen Kirche gilt: jeder Christ kann nur einmal sakramental verheiratet sein. Spender des Sakramentes ist ihrem Verständnis nach allein der Priester. Weitere Eheschließungen können durch einen nicht-sakramentalen Segen legitimiert werden. Die volle Sakramentengemeinschaft wird allerdings an eine individuell vereinbarte Bußzeit gebunden. Schließlich ist im orthodoxen Verständnis die Ehe grundsätzlich auch nicht mit dem Tod beendet. Daher gelten für Verwitwete dieselben Regeln wie für Geschiedene.

Priester können übrigens keine weitere Ehe eingehen, weder bei Verwitwung und noch weniger im Fall einer Trennung. Im letzteren Fall kann ein Priester auch nicht mehr in der Gemeinde bleiben – ihm bleibt nur mehr der Weg zum Mönchtum. Grund dafür ist, dass auch im orthodoxen Verständnis der Priester grundsätzlich zölibatär leben sollte. Die Ehe wird ihm vor der Weihe lediglich aufgrund der Schwäche des Fleisches und als ein „remedium concupiscentiae “ empfohlen.

Übrigens, wer in der Orthodoxie das Priesteramt oder das Mönchsleben verlässt oder daraus entlassen wird, ist damit auch aus der Kirche ausgeschlossen. So nachgiebig man also bei Wiederverheiratung ist, so hart beim geweihten Dienst und beim Mönchsstand, der in der Orthodoxie als das eigentlich vollkommene Christenleben gilt, dem jeder gläubige Laie möglichst nacheifern soll.

[…]

Das Thema Orthodoxie und ihre Krisen ist endlos, weil komplex und, wie mehrfach betont, stark regional gefärbt. Insgesamt offenbaren aber alle orthodoxen Kirchen, gerade auch jene, die sich im Westen … etabliert haben, dass altkirchliche synodale Strukturen und mehr Einfluss der Laien oder gar Priesterehe usw., kurz, dass strukturelle Voraussetzungen allein nicht ausreichen, um kirchliches Leben lebendig werden zu lassen.

[Auch] jene Ostkirchen, die unter Wahrung ihres Erbes in  voller Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom stehen, … haben grundsätzlich ihrer synodalen Struktur erhalten, haben aber auch die Stütze durch das Pertrusamt als Korrektiv und Hilfe erfahren: die Lösung scheinbar unlösbarer innerkirchlicher Spannungen, Schutz vor staatlicher Einmischung, ein solides Kirchenrecht mit  individuellem Spielraum, Mindeststandards für die Bildung von Klerus und Religionsunterricht, die Freiheit den Gottesdienst den pastoralen Anforderungen von heute mit mehr Freiheit anzupassen; all das hat durchwegs sehr vitale, katholische Ostkirchen geschaffen.

[…]

Gerade diese (in voller Gemeinschaft mit Rom stehenden) Kirchen, die im ökumenischen Dialog immer wieder als Spaltpilz betrachtet werden, könnten also dem Dilemma der immer noch im Korsett des Nationalismus und der politischen Machtverhältnisse festsitzenden orthodoxen Schwesterkirchen echte Lösungsmodelle bieten: Synodal allein ist zu wenig.

[…]

Wünschenswert wäre neben einer größeren Offenheit zum Westen hin, dass sich die Patriarchen und Metropoliten jetzt doch langsam,  auf ein „Panorthodoxes Konzil“  einigen können: das wäre schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.“

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Orthodoxe und Katholiken in Russland

Die Katholiken sind in Russland nur eine kleine Minderheit. Dennoch werden sie von orthodoxer Seite mit Argwohn betrachtet. Massive antikatholische und antiökumenische Vorurteile beherrschen weithin die Szene. Es gibt durchaus gute Alltagskontakte zwischen Katholiken und Orthodoxen, doch selbst sie gestalten sich unter dem Druck der öffentlichen Meinung schwierig.

Als der Heilige Stuhl am 11. Februar 2002 die Apostolischen Administraturen auf dem Boden der Russländischen Föderation (Moskau/Nördliches Europäisches Russland, Saratow/Südliches Europäisches Russland, Nowosibirsk/Westsibirien, Irkutsk/Fernost) zu vollberechtigten Diözesen erhob, reagierte die Russische Orthodoxe Kirche mit äußerster Heftigkeit. Wie könne eine „Schwesterkirche“, als die sich die römische Kirche gern bezeichne, auf dem „Kanonischen Territorium“ der Russischen Orthodoxen Kirche ungehemmtem katholischem Proselytismus Tür und Tor öffnen, wie dies durch die Diözesanstruktur möglich werde? Die Beziehungen zwischen römisch-katholischer Kirche und Moskauer Patriarchat waren erheblich gestört; von tief greifenden Verletzungen war die Rede.

So äußerte sich beispielsweise der orthodoxe Erzbischof von Pskov in einem empörten Brief an Präsident Vladimir Putin zur katholischen Diözesanstruktur (März 2002): „Das ist eine Aggression, eine Herausforderung des russischen Volkes. Mit unseren Tränen und unserem Blut haben wir unser Vaterland – und damit den Glauben unserer Ahnen – verteidigt. Jeden fremden Versuch, russisches Land zu erobern, hat unser Volk immer als Versuch verstanden, unseren Glauben zu vernichten, und es hat weder Kräfte noch Leben geschont, um ihn zu verteidigen. […] Jetzt können sich in unserem Lande jene [= die Katholiken] ungehindert entfalten, gegen die unsere Vorfahren gekämpft haben. […] Russland braucht keine katholische Mission. Herr Präsident, gestatten Sie der römisch-katholischen Kirche nicht, in Russland zu wirken! Wir bitten Sie: Verhindern Sie mit allen Mitteln, dass sie ihre Eroberungsziele verwirklicht!“

Orthodoxe Demonstranten, die sich vor katholischen Kirchen postierten und Katholiken beschimpften, führten Plakate voll markiger Losungen mit sich, beispielsweise: „Wo der Vatikan ist, dort ist Blut!“, „Wir protestieren gegen die Eroberung Russlands durch den Vatikan!“, „Rom will die Orthodoxie verschlingen!“, „Nieder mit der katholischen Expansion in Russland!“, „Katholische Häresie – raus aus Russland!“ usw.

Kardinal Walter Kasper hat jahrelang daran gearbeitet, das gestörte Verhältnis zur Führung des Moskauer Patriarchats zu normalisieren. Auf oberster Ebene ist dies so weit gediehen, dass Bischof Clemens Pickel (Saratow), der aus dem Bistum Dresden-Meißen stammt, am 18. Oktober 2006 in einem Interview erklären konnte: Die Beziehungen zwischen Russisch-Orthodoxer und katholischer Kirche hätten sich in jüngster Zeit deutlich gebessert; der Dialog intensiviere sich; er persönlich habe in seiner Diözese herzliche Kontakte mit orthodoxen Bischöfen, Priestern und Mönchen. Die Russische Kirche spüre, dass ihr wirklicher Gegner heute nicht die katholische Kirche, sondern die Säkularisierung ist.“

(Der letzte Abschnitt zitiert aus einem umfangreichen Artikel in KIRCHE/460: Orthodoxe und Katholiken in Rußland, Herder Korrespondenz)

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Die Übersicht – RUSSISCH-ORTHODOXE KIRCHE: WIEDERAUFBAU UND WIDERSPRUCH – findest du hier.

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