Abend der Barmherzigkeit – Was wir vom Himmel lernen können

Es ist inzwischen das vierte Jahr, in dem unsere Pfarre „Abende der Barmherzigkeit“ anbietet. Es ist ein treuer Kreis von Menschen, der dieses Angebot regelmäßig wahrnimmt – und belohnt wird: Über die Grenzen des Alltags hinaus begegnet uns Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altars auf wunderbare Weise in Stille und Gebet.

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1.Impuls: ICH GLAUBE

Im 2. Brief des Johannes heißt es:

„Viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen; sie bekennen nicht, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Jeder, der über die Lehre Christi hinausgeht, hat Gott nicht. Wer aber in der Lehre bleibt, hat den Vater und den Sohn.“

Was meinen wir eigentlich, wenn wir sagen: „Ich glaube“? Erschöpft sich unser Bekenntnis etwa in den Worten: Ich glaube, dass Gott lebt?

Eine Hilfe im Gespräch mit unserem Gewissen ist die biblische Bedeutung des hebräischen Wortes “ich glaube”: ani maamin.

Dieser Begriff steht nicht für das abstrakte Bekenntnis “Ich weiß, dass es Gott und den Glauben gibt“, sondern ist eine ganz konkrete Aussage, nämlich “Ich hänge dieser Lehre an”.

Am besten versteht man diese Aussage bildlich, oder noch besser körperlich: „Ich hänge daran, ich bilde eine Einheit damit, wie Äste und Stamm der Zeder organisch mit den Wurzeln verbunden sind“.

Die Worte von Schwester Emmanuel (Gemeinschaft der Seligpreisungen) beschreiben das auf berührende Weise:

„Wenn ich also sage: “Ich glaube an Jesus”, dann bedeutet das, dass ich mit meinem ganzen Wesen an ihm hänge, ich “bin festgebunden” an IHN und SEINE ganze Wirklichkeit, ich bilde eine Einheit mit ihm, — ich bin da, wo er ist, — ich gehe dahin, wo er hingeht, — ich bekomme Steine ab, wenn man ihn steinigt, — ich bekomme eine Umarmung, wenn man ihn umarmt, – anders gesagt ich bin EINS mit ihm. Wenn aber mein Glaube schwach ist, dann löst sich diese Bindung bei der kleinsten Prüfung auf, und ich entferne mich von Gott.“

(s.S.137f. Schwester Emmanuel, Medjugorje – Triumph des Herzens, Parvis-Verlag)

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2.Impuls: HIMMEL und HÖLLE

Hölle und Fegefeuer existieren, sind Bestandteil unseres Glaubens. Viele von uns haben in diesen Tagen Verwandte und Freunde am Grab besucht, ihrer gedacht – und gewünscht, sie mögen im Himmel des Vaters sein.

Wie aber sieht es im Himmel aus – oder noch besser: Können wir jetzt schon vom Himmel etwas lernen?

Verschiedentlich gewähren Jesus, aber auch seine Mutter Maria, auserwählten Seelen Einblicke in das Reich des Vaters. So haben beispielsweise Seher an Marienerscheinungsorten berichtet:

„Im Himmel leben die Auserwählten untereinander sehr persönliche Liebesbeziehungen. Sie erkennen einander von Seele zu Seele im wahren Lichte Gottes und kommunizieren in einer auf Erden unbekannten Weise miteinander. Jeder Auserwählte weiß, wer während seiner Lebzeiten oder seiner Zeit im Fegefeuer für ihn gebetet hat, und der Herr lässt innerhalb seines mystischen Leibes eine ganz besondere, ewig währende Verbindung zwischen diesem Auserwählten und seinem Wohltäter zu.

Wenn ich heute nur diese einfachen Worte spreche: „Vater, segne Michael in seiner Prüfung“, dann wird Michael mit mir – und ich mit ihm – im Himmel für immer eine Liebesverbindung leben.

Diese wenigen gesprochenen Worte und die Gnade, die dieses Gebet über ihn bringt, werden in seinem Herzen eine unversiegbare Quelle des Staunens und der Freude bilden, denn diese Gnade hat ihm einen höheren Grad an Herrlichkeit gebracht.

So werden wir schließlich den unschätzbaren Wert des geringsten Gebetes erkennen.“

(s.S.194 Schwester Emmanuel, Medjugorje – Triumph des Herzens, Parvis-Verlag)

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3.Impuls: HEILIG WERDEN

Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist, die leben nach der Weisung des Herrn.

Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen und ihn suchen von ganzem Herzen.

Der Wille, heilig zu werden, entspricht völlig dem Plan Gottes für unser Leben; das hat nichts mit besonderen Fähigkeiten oder gar Stolz zu tun. Schließlich kämen wir kaum auf die Idee zu behaupten, Franz Jägerstätter oder Schwester Restituta wären stolz auf ihr Leben gewesen.

s.S.66 Schwester Emmanuel, Medjugorje – Triumph des Herzens, Parvis-Verlag

Ganz im Gegenteil – heilig zu werden ist ein Plan der Liebe.

Gott, Jesus und die Gottesmutter lieben jeden einzelnen von uns, und so heißt es in Botschaften der Gottesmutter:

„Ich bin zu euch gekommen, um euch zu helfen, und deshalb rufe ich euch auf, euer Leben zu ändern… Als ich zu euch sprach: ,Kehrt um! Betet! Fastet! Versöhnt euch!‘, habt ihr diese Botschaften oberflächlich angenommen. Ihr habt angefangen, sie zu leben, aber ihr habt es aufgegeben, weil es zu schwer für euch war.“

(aus der Botschaft Medjugorje vom 25. 3. 1992)

„Auch heute möchte ich euch einladen, meine Botschaften in eurer Pfarre zu leben… Wenn ihr die Botschaften lebt, legt ihr das Samenkorn der Heiligkeit. Gleich einer Mutter möchte ich euch alle zur Heiligkeit aufrufen, damit ihr diese auch anderen vermitteln könnt. Ihr seid den anderen ein Spiegel…“

(aus der Botschaft vom 10. 10. 1985)

„Ich möchte euch alle, meine lieben Kinder, zu Jesus führen, denn Er ist eure Rettung. Deshalb, meine lieben Kinder, je mehr ihr betet, umso mehr werdet ihr mir und meinem Sohn Jesus gehören. Ich segne euch alle mit meinem mütterlichen Segen.“

(aus der Botschaft vom 25.6.1994)

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