Deine Geburt ist unser Heil! (Hochfest der Geburt des Herrn)

Tagesgebet

Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft.

(Vgl. Jes 9, 5)

Lass uns teilhaben an der Gottheit deines Sohnes,
der unsere Menschennatur angenommen hat.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

*

Lesung aus dem Hebräerbrief

Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst
zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn,
den er zum Erben des Alls eingesetzt
und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens;
er trägt das All durch sein machtvolles Wort,
hat die Reinigung von den Sünden bewirkt
und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
er ist um so viel erhabener geworden als die Engel,
wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt:
Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter:
Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er:
Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

(Hebr 1, 1-6)

*

Hochfest Geburt des Herrn

*

Deine Geburt ist unser Heil!

„Uns ist ein Kind geboren“ (Jes 9,5). Ja, wirklich um unseretwillen, weder um seiner selbst willen noch um der Engel willen. Nicht um seiner selbst willen: diese Geburt schenkte ihm ja weder das Dasein noch ein besseres Dasein, da er doch, bevor er in der Zeit geboren wurde, von aller Ewigkeit war, in sich selbst sein wahres Glück war, wahrer Gott vom wahren Gott (vgl. das Große Glaubensbekenntnis).

Er war Gott, aus Gott geboren um seiner selbst willen, als Kind wurde er geboren um unseretwillen. Er ist gewissermaßen aus sich selbst hinausgegangen, hat die Engel hinter sich gelassen, um zu uns zu kommen und einer von uns zu werden. „Er entäußerte sich“ und hat sich unter die Engel erniedrigt (Phil 2,7): er ist uns gleich geworden. Durch seine immerwährende Geburt beglückte er sich selber und die Engel, durch seine Geburt auf unserer Welt wurde er unsere Erlösung; denn er sah, wie wir uns unter dem Schaden, der unserer eigenen Geburt anhaftete, abmühten.

Deine Geburt, Jesuskind, ist unser Glück. Wie sehr ist sie unserer Liebe würdig! Sie gibt unserer eigenen Geburt ihren Wert zurück, stellt unseren ursprünglichen Zustand wieder her, schließt unsere Wunde, zerreißt den Schuldschein, der gegen uns anklagte (Kol 2,14). Alle, die sich wegen ihrer Geburt grämten, weil sie sich auf ein besonderes Leben einstellen mussten, können nun glücklich wiedergeboren werden; denn allen, die dich aufnahmen, hast du die Macht gegeben, Kinder Gottes zu werden (Joh 1,12).

Durch deine Geburt, der du zugleich Gott und Menschensohn bist! Durch sie „haben wir den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit“ Gottes (Röm 5,2). Was für ein staunenswerter Tausch: Du hast unser Fleisch angenommen und uns dafür deine Göttlichkeit geschenkt…; du hast dich selbst entäußert und uns dafür überreich ausgestattet.

(Hl. Guerric von Igny (12.Jhdt.), Zisterzienserabt, 3. Predigt
zur Geburt Christi, Quelle: Evangelium Tag für Tag)

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