Die Verklärung Jesu (2.Fastensonntag 2013)

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Etwa acht Tage nach diesen Reden nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.  (Lk 9, 28b-36)

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Die Verklärung Jesu

Verklärung des Herrn. Im Licht der Wahrheit erkennen die Jünger das Wesen Christi. Sie bekommen eine Vorahnung der Auferstehung. Was das ist, werden sie erst nach dem Ostermorgen verstehen. Im Text der Konkordanzstelle (Mk 9, 2-10) fragen die Jünger beim Abstieg vom Berg was das sei: von den Toten auferstehen, nachdem ihnen Jesus verboten hat, über das Geschehene zu berichten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.

Es ist eine Verklärung ohne Vergleich. Verklärung der Vergangenheit bedeutet oft, die Dinge eingedenk des zeitlichen Abstands schöner zu sehen als man sie damals erfahren hat, Verklärung der Zukunft, wie sie hier stattfindet, bedeutet hingegen zu erfahren, dass die Dinge im Gefühl der Nähe Gottes schöner sind, als man sie momentan sieht.

Die Verklärung findet auf dem Berg statt. Dort, wo man einen anderen, besseren Blick auf die Dinge hat, mehr Übersicht. Der neuartige Überblick führt zu neuer Erkenntnis. Verklärung gibt es nicht zum Nulltarif, nicht dort, wo alles flach ist. Sondern dort, wo hin zu gelangen mühevoll ist. Dort, wo es gut ist. Wo man mit Petrus sagen kann: Es ist gut, dass wir hier sind.

Diese Verklärung, diese Vorahnung der Auferstehung bekommen wir nach der Liturgie-Ordnung der Kirche ziemlich zu Beginn der Fastenzeit, nach genau einem Viertel des Weges, vor Augen geführt. Es ist also noch genug Zeit, den Weg zu finden, uns neu auf den Weg zu machen und diesen inneren Aufstieg zu wagen, um Gott in Seinem Sohn Jesus Christus klarer in den Blick nehmen zu können, um mehr zu erfahren vom Geheimnis der Auferstehung.

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Josef Bordat betreibt das katholische Weblog Jobo72 (http://jobo72.wordpress.com/)

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