Gott, Glück, und Fasten


Das Glück ist nicht in uns, 

und das Glück ist auch nicht außerhalb von uns. 
Das Glück ist nur in Gott. 
Und wenn wir ihn gefunden haben,
dann ist es überall.

(Blaise Pascal)
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Bekehrung und Fasten

Blaise Pascal entwickelt sich bereits in seiner Kindheit zu einem Genie, das von seinem Vater sehr gefördert wurde. Wichtig war die Beschäftigung mit der Sprache; sein Vater zeigte ihm das Wesen der Sprache und lehrte ihn die Ordnung der Grammatik. Auch in anderen Bereichen war Blaise ein Wunderkind. Er leitete sich in seiner Kindheit die ersten 32 Sätze der Euklidischen Geometrie selbstständig her. Sehr bald verkehrte er in den Elitekreisen von Frankreich und nahm an den Sitzungen der „Académie Mersenne“, einer Vorgängerorganisation der „Académie des sciences“, teil. In der Nacht des 23. November 1654 hatte Pascal ein Bekehrungserlebnis, das er in dem sogenannten ‚Mémorial‘, einem Schriftstück, das erst nach seinem Tod entdeckt wurde, festhielt. Pascal lebte das Christentum daraufhin in einer großen Radikalität. Er verzichtete auf gutes Essen und gab den Armen viele Almosen. 

1655 zog er sich ins Kloster nach Port-Royal des Champs zurück. Dort lernte er den Priester Isaac Le Maistre de Sacy kennen, mit dem er über das Verhältnis von Religion und Philosophie diskutierte. Pascal verschickt vom Kloster aus einige satirisch-polemische „Briefe in die Provinz“, die aus jansenistischer Perspektive die Lehre der Pariser Jesuiten karikierten. Obwohl die „Briefe“ später auf den Index kamen, wurden sie ein großer Erfolg. Dann begann er mit apologetischen Werken, die ‚Pensées‚ entstehen in den ersten Bruchstücken. Inzwischen hatte sich seine Gesundheit verschlechtert, vermutlich auch aufgrund zahlreicher Kasteiungen. Am 29. Juni 1662 wurde Pascal zu seiner älteren Schwester Gilberte in der Pfarrgemeinde Saint-Étienne-du-Mont gebracht. Am 4. Juli folgte seine letzte Beichte. Am 3. August ließ er noch sein Testament schreiben und am 17. August bekam er die letzte Ölung. Am 19. August 1662 starb er im Alter von 39 Jahren in Paris vermutlich an Hirnblutung.  Seine letzten Worte werden wie folgt berichtet: „Möge Gott mich nie verlassen!“

***

3 Gedanken zu “Gott, Glück, und Fasten

    1. Danke für deine Worte, Pia!

      Nie vergessen werde ich, wie eine Schweizer Professorin in einer Talkshow versuchte, Blaise Pascal als einen Menschen zu beschreiben, der schließlich vom Glauben abgefallen sei… nicht zuletzt deshalb habe ich einige Anmerkungen zu seiner Lebensgeschichte beigestellt!

  1. Allein dieser Satz/dieses Zitat zeigt dass Blaise Pascal mehr verstanden/verinnerlicht hat als viele von uns…..
    Liebe Grüsse, sei gesegnet

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