Palmsonntag (Eintritt in die Karwoche) mit Gebeten

Mit dem Palmsonntag tritt die Kirche in die gesegnete Zeit der Heiligen Woche (Hebdomada Sancta) ein, Höhepunkt und Vollendung des ganzen Kirchenjahres. In diesem Jahr will uns das Datum (der 24.) noch eigens auf den Zusammenhang mit dem Advent hinweisen: O König aller Völker, komm! – bis es dann beim Einzug in Jerusalem heisst: Hosanna, hochgelobt sei der da kommt im Namen des Herrn!

In der Karwoche gehen wir mit Christus die letzte Woche seines irdischen Weges, beginnend mit seinem Einzug in Jerusalem, auf einem jungen Esel, auf dem der Überlieferung zufolge noch niemand geritten ist. Zugleich lassen uns die Evangelien wissen, dass dieser König des Friedens arm und demütig ist: ER hat nicht einmal einen eigenen Esel, weshalb er sich einen ausleihen und dem Besitzer ausrichten lassen muss: Der Meister bedarf seiner.

Palmsonntag

Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. (Jes. 9, 5-6)

Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ewges Reich, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!

Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron, du des ewgen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!

Hosianna in der Höhe – bei diesem Gesang vereinigen wir uns nicht nur mit den Seraphen, die um Gottes Thron stehen und immerfort singen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt (Jes.6.3).

Wir rufen Christus auch zu, was die Menschen Jesus Christus bei seinem Einzug in Jerusalem zugerufen haben: Hosanna, hochgelobt, sei der da kommt im Namen des Herrn. Etwas, das wir Christus zurufen, wenn er bei uns einzieht, bevor wir ihn bei uns und in uns empfangen, in der Heiligen Kommunion.

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 Palmbuschen

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SEGENSGEBET

Allmächtiger Gott,
am heutigen Tag
huldigen wir Christus in seinem Sieg
und tragen ihm zu Ehren
(grüne) Zweige in den Händen.
Mehre unseren Glauben und unsere Hoffnung,
erhöre gnädig unsere Bitten
und lass uns in Christus
die Frucht guter Werke bringen.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

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HYMNUS

Hymnus auf Christus, den König
Ruhm und Preis und Ehre / sei dir, Erlöser und König! / Jubelnd rief einst das Volk / sein Hosianna dir zu.
Du bist Israels König, / Davids Geschlechte entsprossen, / der im Namen des Herrn / als ein Gesegneter kommt.
Dir lobsingen im Himmel / ewig die seligen Chöre; / so auch preist dich der Mensch, / so alle Schöpfung zugleich.
Einst mit Zweigen in Händen / eilte das Volk dir entgegen; / so mit Lied und Gebet / ziehen wir heute mit dir.
Dort erklang dir der Jubel, / als du dahingingst zu leiden; / dir, dem König der Welt, / bringen wir hier unser Lob.
Hat ihr Lob dir gefallen, / nimm auch das unsre entgegen, / großer König und Herr, / du, dem das Gute gefällt.

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TAGESGEBET

Allmächtiger, ewiger Gott,
deinem Willen gehorsam,
hat unser Erlöser Fleisch angenommen,
er hat sich selbst erniedrigt
und sich unter die Schmach des Kreuzes gebeugt.
Hilf uns,
dass wir ihm auf dem Weg des Leidens nachfolgen
und an seiner Auferstehung Anteil erlangen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

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SCHLUSSGEBET

Herr, unser Gott,
du hast uns im heiligen Mahl gestärkt.
Durch das Sterben deines Sohnes
gibst du uns die Kraft,
das Leben zu erhoffen, das uns der Glaube verheißt.
Gib uns durch seine Auferstehung die Gnade,
das Ziel unserer Pilgerschaft zu erreichen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

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FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE

In Jesus hat Gott uns sein Antlitz gezeigt. Jesu Wort ist Gottes Wort. Jesu Tun ist Gottes Tun. Seine Liebe zu den Sündern und den Verlorenen die grenzenlose, alles verzeihende und alles tragende Liebe Gottes. In Jesus hat Gott sich endgültig an uns gebunden, ja in ihm hat er sich an uns preisgegeben. Wenn wir wissen wollen, wie weit Gott gegangen ist, müssen wir Jesus am Kreuz betrachten: seinen Todeskampf, seine Verlassenheit, seine Nacktheit. Mehr kann sich Gott uns nicht mehr ausliefern. (G. Lohfink)

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4 Gedanken zu “Palmsonntag (Eintritt in die Karwoche) mit Gebeten

  1. Jesus schaut uns vom Kreuz herab an.
    Jeden einzelnen von uns nimmt er liebevoll in den Blick.
    Wir dürfen dankbar diese Liebe annehmen.
    Wie könnte ich sie ablehnen?
    Wie arm sind doch die Menschen, die diese Liebe Gottes nicht annehmen können – oder wollen?
    Aber Umkehr kann immer geschehen – ich habe es selbst erlebt!
    Gottes Hinwendung zu uns geschieht ununterbrochen —–
    auch wenn wir sie nicht immer wahrnehmen.
    Die Fähigkeit, dies zu erkennen und darauf zu antworten wünsche ich allen, die noch fern sind.
    Mögen sie Menschen finden, die ihnen bei diesem Entwicklungsprozess behilflich sind.
    Wir, Sie, Du und auch ich können diese Menschen sein.

  2. Die Karwoche ist eine Trauerzeit es ist aber gut so
    sie tut richtig gut diese Trauerzeit dann denken
    wir über das nach was Jesus für uns gemacht hat
    ich wünsche uns allen eine Gesegete zeit
    Jürgen Kleemann

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