Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun (Joh 14,14)

Soviel Trost auf einmal – gibt es nach meinem bescheidenen Dafürhalten nur in der Offenbarung. Und der Blick ins Evangelium des Tages lohnt immer:

Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun (Joh 14,13-14).

Die obigen Verse scheinen klar zu machen, dass Gott uns alles geben wird, wenn wir Ihn um etwas bitten. Wie also kann es sein, dass eine ganze Menge Gebete unbeantwortet bleiben? Betrachten wir einige weitere Verse, um der Antwort auf die Spur zu kommen.

Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist  (Joh 16,23f).

Der Schlüssel dieser Verse ist „bittet in meinem Namen“, „damit der Vater im Sohn verherrlicht wird“, und „damit eure Freude vollkommen ist “. Unsere Gebete sollen mit Wunsch des Vaters übereinstimmen, dass Er im Sohn verherrlicht werde.

Dabei sind unsere Gebete oft physisch anstatt geistlich motiviert. Das bedeutet nicht, dass Gott an unseren körperlichen/materiellen Bedürfnissen nicht interessiert wäre, aber unsere derartigen Bedürfnisse müssen mit seinem Willen übereinstimmen.

Beim Propheten Jesaja heißt es: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege – Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken  (Jes 55,8f).

Gebet  Beten Prayer Of Faith

Eine Antwort, die einigen Lesern weiterhelfen kann, hat der amerikanische Pastor und Prediger Grant Phillips gefunden. Er beschreibt seine Erfahrung mit den folgenden Worten:

Es gab in meinem Leben eine intensive Zeit, wo ich mit Gott um diese Sache gerungen habe. Während mehreren Jahren konnte ich nicht verstehen, weshalb alles anders lief, als ich es mir wünschte. Wieso hielt sich Gott zurück, mir die Antworten zu geben, die ich wollte? Ich „beanspruchte“ diese Verse, aber nichts passierte. Schließlich leitete er meine Aufmerksamkeit auf den folgenden Vers:

„Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung.“ (Phil 4,12).

Langsam begriff ich, dass Er mich dazu bringen wollte, Ihm in jeder Situation zu vertrauen, und Er mir die Antworten schenken würde, die ich brauchte. In aller Ehrlichkeit darf ich sagen, dass diese Tage meines Lebens seither zu den besten gehören. Meine Freude ist vollkommen.

Ich lernte, dass das Leben sich nicht so sehr um meine eigenen Wünsche dreht. Es geht um Gottes Sohn, Jesus Christus. Als ich meinen Fokus weg von mir und stattdessen auf Christus richtete, war Er bereit, mir zu zeigen, was für ein großartiger Gott Er ist. Heißt das, dass alle meine Probleme gelöst sind? Nein, aber viele davon. Heißt das, dass ich keine Probleme mehr habe? Natürlich nicht. Jeder hat Probleme. Ich habe welche, und es werden neue dazukommen, aber der Unterschied ist meine Einstellung.

Das ist doch eine Ermutigung – zur Geduld und zum besseren Verständnis dessen, was Er Weg, Wahrheit und Leben nennt.

***

5 Gedanken zu “Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun (Joh 14,14)

  1. Es ist zunächst einmal verständlich, dass der Mensch „für sich selbst“ betet, besonders zu Beginn seines Gebetslebens.
    Vieles wächst ihm über den Kopf und er sucht Hilfe (und Abhilfe) bei Gott.
    Beten lernen ist ein Prozess.
    Oft wird mir das Beten oder das Versenken und ganz still sein zur großen Freude und ich möchte gar nicht mehr aufhören.
    Manchmal kann es aber auch vorkommen, dass ich es als mühselig und beinahe als Last empfinde.
    Ich bitte Gott dann um Entschuldigung und hoffe auf Sein Verständnis und Sein „mildes Lächeln“ über die nachlässige „Marienzweig“..

    Worauf ich aber nicht mehr verzichten möchte und was mir zur lieben Gewohnheit geworden ist – das sofortige Sich sammeln in dem Augenblick, wo ich morgens die Augen aufschlage.
    Bin ich froh gestimmt, ist es sowieso schön, Kontakt mit Gott aufzunehmen.
    Fühle ich mich aber bedrückt, vielleicht durch einen Traum oder vielerlei Sorgen, werde ich ruhig und fühle mich bald getröstet und gestärkt.
    Ich bitte IHN darum, in Seiner Gegenwart sein zu dürfen.
    Dann erst beginnt der Tag.

    Jetzt habe ich nur von mir gesprochen!
    Entschuldigung!

      1. Ist es nicht widersprüchlich den Sohn zu bitten und dann noch in seinem Namen, wenn der Sohn uns bittet seinen Vater zu bitten?
        Seit wann bitten Kinder ihre Mütter in ihren Namen?
        Bitte ihr auch eure Eltern oder Freunde um etwas in ihren Namen?

        Bete Gott den Vater (weil er das höchste ist) im namen seines Sohnes an, so wie es Jesus sagte.

        Matthäus 6:6
        Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließ deine Türe zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten öffentlich.

        In diesen Versen sagt der Herr Jesus das wir seinen Vater und in seinem Name bitten sollen.

        Johannes 16:23 Und an jenem Tage werdet ihr mich gar nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben!

        Johannes 16:26 An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle;

        Johannes 14:13 und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde in dem Sohne.

        Johannes 15:16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf daß, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er es euch gebe.

        1. Deine Frage ist mir nicht ganz schlüssig, vermutlich weil wir eine andere Vorstellung davon haben, was es heißt, den Vater „im Namen Jesu zu bitten“.

          Für mich bedeutet das, den Vater ‚im Glauben an Jesus‘ zu bitten;
          denn wenn meine Bitte mit irgendwelchen Zweifeln an der Person und der Natur Jesu Christi verbunden ist, kommt dies einem Zweifel an Gottvater gleich, der schließlich seinen Sohn gesandt hat…!!

          Gott will mich als Glaubenden sehen, als einen, der in jeder Situation volles Vertrauen in Ihn hat…!!

          Ich gehe davon aus, dass dieser Hinweis „Jesu“ (bittet den Vater in meinem Namen) zur Zeit Jesu viel wichtiger war, da die Person und Natur Jesu vielen noch nicht begreiflich war; in heutiger Zeit werden Christen (hoffentlich) nicht mehr von vielen Zweifeln am Menschen und am Gott Jesus Christus heimgesucht.

          „Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun“ heißt für mich, ‚wenn ihr Mich im vollen Glauben an Mich bittet, werde ich es tun‘.

        2. Wir sollen im Namen Jesus bitten, weil Jesus uns das Recht auf Vergebung, Heilung oder was auch immer gibt.

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