Franziskus zum Tag: „Verkündet! – wenn nötig auch mit Worten.“

Papst Franziskus - Menschenfischer

„Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!“ und die Auswirkung des Jesuswortes ist bekannt: „Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zu reißen drohten.“

Im übertragenen Sinn: Sie folgtem Ihm nach, und nachdem sie durch Ihn zu Menschenfischern geworden waren, die Sein Wort mit ihrem konkreten Lebenszeugnis verkündeten, entstanden große Gemeinden…

Die Verkündigung des Petrus und der Apostel besteht nicht nur aus Worten, sondern die Treue zu Christus geht ihr Leben selbst an; es wird verändert, erhält eine neue Richtung, und gerade mit ihrem Leben geben sie für den Glauben und die Verkündigung Christi Zeugnis…

Doch dies gilt für alle: Das Evangelium muss verkündet und bezeugt werden. Jeder müsste sich fragen: Wie bezeuge ich Christus mit meinem Glauben? Habe ich den Mut Petri und der anderen Apostel, als Christ zu denken, zu entscheiden und zu leben, indem ich Gott gehorche?

Gewiss, das Zeugnis für den Glauben kennt viele Formen, wie es in einem großen Gemälde die Vielfalt der Farben und der Schattierungen gibt; aber alle sind wichtig, auch diejenigen, die nicht augenfällig sind. Im großen Plan Gottes ist jedes Detail wichtig, auch dein, auch mein kleines demütiges Zeugnis, auch das verborgene dessen, der in Einfachheit seinen Glauben im Alltag der Beziehungen in Familie, Arbeit und Freundschaft lebt. Es gibt die Heiligen des Alltags, die „verborgenen“ Heiligen, eine Art „Mittelklasse der Heiligkeit“…  zu der wir alle gehören können.

Doch in verschiedenen Teilen der Welt gibt es auch die, welche wie Petrus und die Apostel für das Evangeliums leiden; die ihr Leben hingeben, um Christus treu zu bleiben, und dieses Zeugnis mit ihrem Blut bezahlen. Erinnern wir uns alle gut daran: Man kann das Evangelium Jesu nicht ohne das konkrete Lebenszeugnis verkünden. Wer uns hört und uns sieht, muss in unserem Tun das lesen können, was er aus unserem Mund hört, und Gott die Ehre geben! Da kommt mir jetzt ein Rat in den Sinn, den der heilige Franziskus von Assisi seinen Mitbrüdern gab: „Verkündet das Evangelium und, sollte es nötig sein, auch mit Worten!“

(Papst Franziskus)

Das ist das ewige Dilemma des Bloggers: Ich verkünde – zunächst – mit Worten. Was sonst noch hinter dem Glaubensengagement steckt, ist größtenteils verborgen; wobei – bei vielen Kollegen und auch mir – Anspruch und Hoffnung bestehen, etwas mehr als Tastaturarbeit abzuliefern.

So heißt es beispielsweise morgen:

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>>> FASTEN UND BETEN!

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Ein Gedanke zu “Franziskus zum Tag: „Verkündet! – wenn nötig auch mit Worten.“

  1. Simon hat die ganze Nacht erfolglos gefischt, ist vermutlich müde und enttäuscht.
    Ob er Jesu Bitte, erneut hinauszufahren als einen offenen oder versteckten Befehl auffasst, dem er nachkommt, oder im Gegenteil als Ermutigung empfindet, noch einmal einen neuen Versuch zu wagen, kann ich nicht beurteilen.
    Seine Reaktion: „…doch wenn du es sagst, will ich es noch einmal versuchen.“ deutet aber doch auf eine vertrauende Grundhaltung hin.
    Wo finde ich mich in dieser Geschichte?
    Das allerwichtigste für mich ist die unbedingte Hingabe an den Herrn.
    ER wird mich führen und an die Hand nehmen, wenn ich nach ihr fasse.
    Petrus ist der Aufforderung Jesu, noch einmal die Netze auszuwerfen, gefolgt.
    Das Vertrauen in seinen Herrn wurde reich belohnt.
    Nicht immer mag eine solche „Belohnung“ so offensichtlich sein, dennoch steht für mich die HIngabe und das grundlegende Vertrauen in Gott an erster Stelle.
    Wie, wo und auf welche Weise ich vertrauend auf den Herrn meine Netze auswerfe, ist immer neu zu erspüren.
    Das eine jedoch weiß ich: Gott ruft – und ich antworte Ihm.
    Dies verlangt Offenheit und die Bereitschaft, sich dem Herrn anzuvertrauen, ohne den Weg schon vorher zu kennen.
    Franz von Assisi drückt es so aus:
    „Was ich will, das weiß ich wohl, aber was ist es, dass du willst?“.
    Lukas 5, 1-11 ist eine Berufungsgeschichte.
    Für Simon Petrus, für Sie, für mich, für uns alle – die wir uns rufen lassen wollen.
    (Auszüge aus meinem Text zum Kurs „Geistliche Begleitung“, den ich dieses Jahr abgeschlossen habe.)

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