Abend der Barmherzigkeit: Nachfolge, Glaube, Vergebung

wpa monstranz anbetung q140-Wir freuen uns auf den ersten Abend der Barmherzigkeit in diesem Herbst. Mit frischen Kräften wollen wir für IHN und die Menschen dasein. So bitten wir um die Fürsprache Mariens und der „Kleinen Therese“ (Therese von Lisieux), dass Jesus unsere Liebe entzündet und unseren Glauben weiter zu den Menschen trägt.+

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1. IMPULS

Folge mir nach!   [ NACHFOLGE ]

Viele von uns hatten – hoffentlich! – über die Sommerpause Zeit sich zu regenerieren.
Aber es bleibt nicht aus, dass uns der Alltag wieder hat,
und wir unserem Tagwerk wieder nachgehen –    so wie Matthäus im gleichnamigen Evangelium:

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

Evangelium nach Matthäus 9,9-13

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In unserer Kirche ruft Christus jeden Menschen zur Umkehr

Die Kirche lebt ein authentisches Leben, wenn sie Sein Erbarmen bekennt und verkündet… und wenn sie die Menschen zu den Quellen des Erbarmens des Heilandes führt, welche sie hütet und aus denen sie austeilt. Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang […] der Feier der Eucharistie und dem Sakrament der Versöhnung zu.

»Sooft wir von diesem Brot essen und aus diesem Kelch trinken«, verkünden wir nicht nur den Tod des Erlösers, sondern auch Seine Auferstehung, »bis Er kommt« in Herrlichkeit. Das Sakrament der Versöhnung ebnet dabei den Weg [Gottes] zu jedem Menschen  [noch dazu zu einer Stunde, die der betroffene Mensch selbst wählen kann]. In diesem Sakrament kann jeder Mensch auf einzigartige Weise das Erbarmen erfahren, das heißt die Liebe, die mächtiger ist als die Sünde.

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst, Enzyklika „Dives in Misericordia“, §13

Denken wir an das Evangelium:  „Als Jesus im Haus des Zöllners beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern“:
Die Umkehr eines einzigen Zöllners hat den Weg zur Buße und Vergebung vieler Zöllner und Sünder freigemacht…
Was für ein schönes Vorzeichen!
Im Augenblick seiner Bekehrung zieht einer, der später Apostel und Lehrer bei den Heiden werden sollte, eine ganze Schar Sünder mit sich auf den Weg des Heils.

Hl. Beda der Ehrwürdige (um 673 – 735), Mönch und Kirchenlehrer, Homilien zu den Evangelien I, 21; CCL 122, 149

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2. IMPULS

Ich bin nicht würdig   [ GLAUBE ]

Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst.
Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden…
Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.
Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

Evangelium nach Lukas 7,1-10

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Gebet:

Großer Gott, Stärke meinen Glauben:

Wie Jakob will ich mit Dir kämpfen  –  und mit Dir hadern wie Hiob

Wie Mose will ich aufstehen gegen Mächtige – und Dir Lieder singen wie David

Wie Abraham will ich alles verlassen – und Dich finden wie Maria

P. Anton Rotzetter, Gott der mich atmen lässt, Nr. 226

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Bitten für mich / bitten für andere?

Wir sind es gewohnt, zu sprechen:

Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

In der Erzählung des Lukasevangeliums ist es hingegen der Hauptmann, der für seinen Diener bittet.

Wie sehr bitte ich für mich selbst?
Wie sehr bitte ich für andere?
Welche bedrängten Seelen und Schicksale gibt es, für die ich schon lange nicht mehr gebetet habe?

Jesus, erbarme Dich unser aller Seelen, besonders jener, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

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3. IMPULS

Die [ VERGEBUNG ] der Sünden

Dann wandte sich Jesus der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet.
Du hast mir (zur Begrüßung) keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt.
Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.
Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie (mir) so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.
Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.
Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!

Evangelium nach Lukas 7,36-50

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„Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben“

Gerade weil es die Sünde in der Welt gibt – in der Welt, die »Gott so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hingab« – kann Gott, der »die Liebe« ist, sich nicht anders denn als Erbarmen offenbaren.
Dieses Erbarmen entspricht nicht nur der tiefsten Wahrheit jener Liebe, die Gott ist, sondern auch der ganzen inneren Wahrheit des Menschen und der Welt, seiner vorübergehenden Heimat… Die Kirche bekennt und verkündet also die Bekehrung.

Die Bekehrung zu Gott ist immer ein Entdecken seines Erbarmens, jener Liebe also, die… langmütig und wohlwollend ist: [also] jener Liebe, der [Gott] in der Geschichte des Bundes mit dem Menschen treu ist bis zum Äußersten, bis zum Kreuz, zum Tod und zur Auferstehung seines Sohnes.

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst, Enzyklika „Dives in Misericordia“, §13

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Gebet:

Gott
von Dir kommt alles, was gut ist.
Ergreife Du die Macht über mich
über meine Gedanken – dass ich Gutes denke
über meine Augen – dass ich Gutes sehe
über meinen Ohren – dass ich Gutes höre
über meinen Mund – dass ich Gutes rede
über meine Gefühle – dass ich Gutes erspüre
über mein Herz – dass ich Gutes liebe
über meine Hände – dass ich Gutes tue
über meine Füße – dass ich gute Wege gehe
Ergreife Du die Macht über mich – damit ich gut bin
Ergreife Du die Macht über die ganze Welt – damit das Gute siegt

P. Anton Rotzetter, Gott der mich atmen lässt, Nr. 153

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Mehr TEXTE zur EUCHARISTISCHEN ANBETUNG

>>> findest du hier !

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