Schnuppertage für die Todessehnsucht

AUFGELESENDer Herbst hat uns wieder – und damit jene herzergreifende Todessehnsucht, die sich auf das österreichische Naturell so überaus belebend auswirkt.

Wenn erst die Blätter fallen, dann denken wir mit wohligem Frösteln daran, wie schön es als Leich‘ dereinst auch für uns sein wird: der ganze Tschoch (die Arbeit) vorbei, endlich a Ruh‘!

Die Tiroler Bestattungsfirma J. Neumair („Der Spezialist für moderne Verstorbenenversorgung„) hat diese kollektive Sehnsucht erkannt und bietet mit professionellem Gespür kommenden Samstag einen Schnuppertag an. In Krankenhäusern und Hospizen – denkbar nah am Kunden – wirbt sie dieser Tage für „Bestattung backstage“:

Probeliegen, Sarg bemalen, im Ritual- und Räuchereck stehen –
– einfach kommen und mit weniger Angst nach Hause gehen!

Abgesehen von der taktisch klugen und taktvollen Idee, Alte und Kranke zur Sargprobe zu bitten, gehört eines speziell gelobt: die Initiative „Räuchereck“. Mit dem Einfall, der einer Speckfabrik zu aller Ehre gereichen würde, dass nämlich so eine alpin geräucherte Leich‘ viel länger schön bleibt, sollte sich gewiss der Weltmarkt aufrollen lassen…

Und wenn die säkulare Verstorbenenversorgung wieder „in“ wird, dann darf daran erinnert werden, worin der Vorteil des christlichen Sterbens liegt: Auferstehung!

***

Ein Gedanke zu “Schnuppertage für die Todessehnsucht

Wir freuen uns über deinen Beitrag:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s