kath.net’s „Unterscheidung der Geister“

kirche und medienDer Titel „Unterscheidung der Geister“, mit dem kath.net den Artikel vom 16. Oktober überschreibt, bezeichnet eine ganz bestimmte jesuitische Geistesschule. Wie der Beitrag abgefasst ist, stiftet er mehr Verwirrung als Aufklärung.

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El Jesuita. Den Heiligen Ignatius in Papst Franziskus verstehen.

…heißt es fettgedruckt unter der Headline. So wird mit noch mehr Nachdruck behauptet: Lies, und die ignatianische Spiritualität erschließt sich dir.

Was dann aber folgt erinnert an den Autor, der von der Magie des Feuers erzählen will, sich dann aber mit der Beschreibung einiger verstreuter Zündhölzer begnügt… und nicht einmal Verweise macht, wo mehr zu diesem speziellen Thema zu erfahren wäre.

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Bevor dieses hochspannende Gebiet ignatianischer Spiritualität zum nichtssagenden Schlagwort verkommt, möchte ich auf folgende Referenzen verweisen:
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Online

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kath.info – Die „Unterscheidung der Geister“ in der Geschichte der Theologie

Priesternetzwerk – Die ignatianischen Regeln
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ZEIT ZU BETEN – Die ignatianischen Regeln mit einführendem Text *

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Literatur
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Die Geistlichen Übungen des hl. Ignatius von Loyola: Ein Kommentar mit Hinweisen für die Praxis des Begleitens
SJ Peter Köster
Verlag: Books on Demand (3.Auflage)
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Ignatius von Loyola: Die Exerzitien
übersetzt von Hans Urs von Balthasar
Johannes Verlag Einsiedeln

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2 Gedanken zu “kath.net’s „Unterscheidung der Geister“

  1. Meine lieben Brueder und Schwestern

    Ich jabe schon laenger ein ungutes Gefuehl ueber den Hype in Sachen unseren neuen Heiligen Vaters. Warum sind eigentlich praktisch alle Massenmedien Feuer und Flamme fuer ihn waehrend die letzten 3 Paepste von denselben Medien ignoriert oder nach Strich und Faden verurteilt wurden. Warum eigentlich? Ich verstehe es einfach nicht. Deswegen bin ich froh dass kath. net langsam aber sicher einige verwirrende Sachen ueberfragt.

    In Gottes Namen
    Albert

    1. Lieber Albert,
      kath.net hat das Recht und die Pflicht, möglichst viel zu hinterfragen.

      Als langjähriger kath.net-Leser weiß ich andererseits, dass dieses Portal eine oft verbissen konservative Ausrichtung verfolgt. So wird dort immer wieder betont: „Zwischen den Kurs von Benedikt XVI. und von Franzikus passt nicht einmal ein Blatt Papier“, um nur ja festzumachen, dass Franziskus in jedem Fall denselben konservativen Kurs wie Benedikt einschlägt.

      Der Wirklichkeit näher kommt es wohl zu sagen, dass beide fest in der katholischen Lehre verankert sind, aber ansonsten grundverschieden sind. Wenn man nun bedenkt, dass die weitestgehende Übereinstimmung in der Lehrauffassung von Päpsten eine Selbstverständlichkeit ist, und daher die Unterschiede in Charakter, Stil und Arbeitsweise zu beachten sind, dann muss gesagt werden: Die beiden Päpste könnten nicht verschiedener sein.

      Franziskus unterscheidet sich bei den genannten Kriterien ganz außerordentlich von seinen Vorgängern: Sein Wohnen, die günstigen Flüge, sein schlichter Kleidungsstil und das sparsame Autofahren einerseits, die Gabe der Improvisation, seine Interviews und Telefonate andererseits – das alles ist dermaßen ungewohnt, dass der Hype der Medien doch recht verständlich wird.

      Bei kath.net halte ich mich weniger an die Redaktion als an gewisse namentlich genannte Kommentatoren, bei denen Qualität und Journalismus noch miteinander vereint werden, wie zum Beispiel Josef Bordat und Martin Lohmann.

      In meinem heutigen Beitrag ging es allerdings um etwas anderes, nämlich um den nachlässigen Umgang mit theologischen Themen, gezeigt am Beispiel „Unterscheidung der Geister“.

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